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    Gromowski ist nah dran an der perfekten Übung

    Das dänische Nationalteam, einen österreichischen Kaderathleten, dazu die Trampolin-Talente und Spitzenturner des MTV Bad Kreuznach - die knapp 200 Zuschauer in der Realschulhalle bekamen beim Vergleichskampf zwischen den Bad Kreuznacher Höhenfliegern und Dänemark einiges geboten. Gekrönt wurde der kurzweilige Nachmittag von der spektakulären Vorführung der Weltklasse-Kunstradfahrerinnen Julia und Nadja Thürmer (RV Mainz-Finthen) und dem 379,80:363,00-Sieg des MTV.

    Kraftakt in luftiger Höhe: Martin Gromowski begeisterte beim Vergleichskampf mit seiner EM-Kür. Das MTV-Aushängeschild fuhr im Duell mit dem dänischen Nationalteam die Tageshöchstwertung ein. Foto: Klaus Castor
    Kraftakt in luftiger Höhe: Martin Gromowski begeisterte beim Vergleichskampf mit seiner EM-Kür. Das MTV-Aushängeschild fuhr im Duell mit dem dänischen Nationalteam die Tageshöchstwertung ein.
    Foto: Klaus Castor

    Von unserer Mitarbeiterin

    Tina Paare

    Die Bad Kreuznacher Trampolinturner nutzten die Gelegenheit, um zu zeigen, was sich seit ihrem letzten Heimauftritt am 1. Dezember 2012 gegen das belgische Nationalteam getan hat. Als Erster stieg Martin Spatt aufs Gerät. Der österreichische Nationalturner, der seit einiger Zeit in Bad Kreuznach lebt und von Steffen Eislöffel trainiert wird, trat außer Konkurrenz an. Zum ersten Mal vor heimischem Publikum am Start war der jüngste MTV-Zugang: Fabian Vogel, der tags zuvor erstmals eine Schwierigkeit von 16,2 geturnt hatte, zeigte in Pflicht und erster Kür zwei schöne Übungen, kam gegen Ende des zweiten Kürdurchgangs aber ein bisschen von der Ideallinie ab. "Ich habe 30 Sprünge souverän durchgeturnt. Das ist, was der Trainer erwartet hat", sagte der 19-Jährige. Die Vorzüge des Vergleichswettkampfs lagen für ihn auf der Hand: "Es ist angenehm, mal ohne Druck und für die Zuschauer turnen zu können. Sie freuen sich, wenn sie spektakuläre Übungen sehen." Eislöffel war mit der Heimpremiere seines Schützlings zufrieden: "Der ist schon gut, der Vogel. Da ist der Name Programm."

    Dem MTV-Cheftrainer war wichtig gewesen, auch seine Talente zu präsentieren. Deshalb kamen Sarah Eckes, Peter Drozdik und Sebastian Matthes nur in der Pflicht zum Einsatz. In den Kürdurchgängen schlug die große Stunde von Aylin Theis, Kea Pressmann und Hannah Edinger. Die drei, zwischen 13 und 15 Jahre jung, machten ihre Sache gut. Hannah und Kea kamen mit ihren Kürdarbietungen je einmal in die Wertung, Aylin, obwohl gesundheitlich angeschlagen, sogar zweimal - weil Kyrylo Sonn seine beiden Kürübungen nicht zu Ende brachte. "Ich habe die Kleinen relativ leicht turnen lassen, denn sie sollen den Wettkampf nicht als Bedrohung sehen. Sie sind so stolz, dass sie mit den Großen mitturnen durften", erklärte der MTV-Coach. Klar, dass die drei Talente mächtig aufgeregt waren. "Aber das bin ich vor jedem Wettkampf", verriet die 13-jährige Kea und fügte hinzu: "Es hat großen Spaß gemacht."

    Den hatte auch Drozdik, der es genoss, mal wieder vor heimischem Publikum durch die Luft wirbeln zu dürfen. "Ich habe immer Spaß an solchen Wettkämpfen. Da kommt so ein bisschen das alte Feeling von Bundesliga auf", erzählte er. Aus beruflichen Gründen hatte der MTVler länger nicht trainiert, doch zur Weltmeisterschaft will er wieder angreifen. "Wir haben ein neues Doppelmini, jetzt kann es losgehen", kündigte der Bad Kreuznacher an. Seine Trainingsintensität hatte zuletzt auch Kyrylo Sonn heruntergeschraubt, weil er sich auf seine Abschlussprüfungen konzentriert hatte. Er zauberte eine starke Pflichtübung aufs Tuch, patzte dann aber in beiden Kürdurchgängen nach vielversprechendem Beginn. "Die Fehler kamen aus dem Nichts. Man merkt, dass ihm die Routine fehlt", sagte Eislöffel. Auch Martin Gromowski fühlte mit seinem Teamkameraden: "Kyry hat gut trainiert. Das ist schade für ihn." Gromowski weiß aber um das große Potenzial seines Kollegen: "Fürs Training ist das genial. Man zieht sich mit dem Leistungsniveau gegenseitig hoch, macht noch mal eine Runde mehr. Kyrylo und auch Fabian Vogel machen mir richtig Dampf."

    Beim Vergleichskampf konnte allerdings keiner Gromowski das Wasser reichen, auch nicht Christian Andersen. Der beste dänische Turner kam auf 98,2 Punkte, das MTV-Aushängeschild fuhr mit exakt 109 Zählern die Tageshöchstwertung ein. Besonders seine zweite Kür war beeindruckend und wurde mit 41,3 Punkten belohnt. "Bei Martin verdichtet sich, dass demnächst eine Übung dabei ist, die zehn perfekte Sprünge hat. Da ist nur der Höhenverlust bei den Sprüngen neun und zehn, der weg muss", resümierte Eislöffel. Auch sein Spitzenturner war mit dem Ende der ersten Kür nicht glücklich: "Die letzten beiden Sprünge waren nicht so, wie ich sie gerne hätte. Das war genau wie bei der EM. Aber mit der zweiten Kür bin ich zufrieden."

    Bo Tureby, der dänische Coach, zollte Gromowski Respekt: "Martin hat das Potenzial, es zu den Olympischen Spielen zu schaffen. Er turnt wirklich ein sehr hohes Niveau." Dass sich sein Team in Bad Kreuznach geschlagen geben musste, damit konnte der Nationaltrainer leben. "Ein Wettkampf ist immer gut, auch wenn man verliert. Das bringt Erfahrung", sagte Tureby. Allerdings wurmte ihn, dass es zweien seiner Turner an Konstanz gefehlt hatte. Tobias Dybdahl brach beide Kürübungen frühzeitig ab, Martin Wagner erwischte es bei der ersten Kür, und im finalen Durchgang leistete er sich einen kleinen Patzer. "Die Dänen hatten Pech, sie haben sich im zweiten Durchgang selbst gekillt, sonst wäre es viel enger geworden", bilanzierte Eislöffel. Doch das Ergebnis war beim Vergleichskampf ohnehin zweitrangig.

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