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    Roth wiederholt Sieg, MMT in Zell nimmt "Sabbatjahr"

    Den größten Applaus bekam bei der Siegerehrung nicht der aus Monzelfeld stammende Jens Roth für seinen dritten Sieg nach 2011 und 2016 im Hauptrennen. Auch nicht die aus Dill im Rhein-Hunsrück-Kreis stammende Bianca Grosse für ihren zweiten Sieg auf der Olympischen Distanz nach 2015. Nachdem Organisationsleiter Christian Stadtfeld von Emotionen gepackt erklärt hatte, dass es 2018 keinen Coveris Mittelmosel-Triathlon (MMT) geben werde, zollten Hunderte Sportler und Zuschauer auf dem Zeller Festplatz am Moselufer dem Ausrichterteam ihren Respekt.

    Es wurde wieder geschwommen beim 9. Mittelmosel-Triathlon, im Vorjahr musste das Schwimmen wegen zu hoher Wasserstände gestrichen werden. Der Sieger war übrigens der gleiche wie 2016: Jens Roth aus Monzelfeld. Fotos: Teusch
    Es wurde wieder geschwommen beim 9. Mittelmosel-Triathlon, im Vorjahr musste das Schwimmen wegen zu hoher Wasserstände gestrichen werden. Der Sieger war übrigens der gleiche wie 2016: Jens Roth aus Monzelfeld. Fotos: Teusch

    Er persönlich habe gemerkt, dass er diesem Jahr Belastungsgrenzen erreicht habe, erklärte der junge Vater. Und er habe auch niemanden im derzeitigen Organisationskernteam gesehen, dem er noch mehr Arbeit hätte zumuten können. „Wir wollen aber auch den Mittelmosel-Triathlon auf einem Niveau wie jetzt haben“, betont Stadtfeld. Deshalb wolle man ein Jahr Pause machen, um Kraft zu tanken. Quasi ein Sabbatjahr, um 2019 zum Jubiläum wieder durchstarten zu können.

    Vielleicht ähnlich furios, wie Jens Roth diesmal die Olympische Distanz begann. Dreieinhalb Minuten Vorsprung nach zwei Kilometer Schwimmen in der Mosel, 8:45 Minuten nach dem anschließenden 40 Kilometer langen Radfahren, der 29-Jährige war eine Klasse für sich, bevor es auf die Laufstrecke ging. Da konnte als zweitschnellster Radfahrer auch David Simon vom RSC Untermosel nicht mithalten. Zumal der aus Büchel stammende 26-Jährige bereits im Wasser zehn Minuten verloren hatte. „Ich habe die Strömung nicht erwischt. Ich war zu weit links am schwimmen“, erklärte er. Beim abschließenden 10,4-Kilometer-Lauf konnte Simon aber noch Christian Sieben vom VfR Simmern vom vierten Platz verdrängen.

    Für Roth war der dritte der wohl einsamste Sieg. Fast acht Minuten Vorsprung hatte er am Ende auf Marc Pschebizin. „Der direkte Konkurrent hat gefehlt. Aber man hat gesehen, ich musste im Laufen etwas Körner lassen“, erzählte der 29-Jährige. Roth ging auf seine zweite 2,6 Kilometer lange Laufrunde, als sein Coach Pschebizin die Wechselzone verlies. Aber der 43-Jährige überholte ihn anschließend. „Ich wollte Maxi auf Distanz halten“, so der aus Bernkastel-Kues stammender zehnmalige Inferno-Triathlon-Gewinner zu seiner besonderen Motivation. Mit Roths und Pschebizins Vereinskamerad Maximilian Nichterlein von Tri Post Trier hatte zwischenzeitlich nämlich ein Nachwuchsmann ordentlich Boden gutgemacht. Am Ende musste der 25-Jährige (1:30 Minuten Rückstand auf Pschebizin) eher aufpassen, dass David Simon (1:20 Minuten Rückstand) ihn nicht noch vom letzten Podestplatz verdrängte.

    „Am Ende ist die Ente fett“, sagte Bianca Grosse (Fliesen Kemmer Kirchberg), worauf es ankommt. Und das demonstrierte die 40-Jährige vortrefflich. „Beim Schwimmen habe ich versucht einigermaßen dranzubleiben“, erklärte sie ihre fast vier Minuten Rückstand beim Wechsel aufs Rennrad. Dass Grosse in ihrer Sahnedisziplin eine Klasse für sich ist, musste die bis dahin führende MMT-Siegerin von 2012, Annette Jaffke aus Luxemburg, neidlos eingestehen. Die Hunsrückerin aus der 200-Einwohner-Gemeinde Dill verwandelte vier Minuten Rückstand und drei Minuten Vorsprung. Lokalmatadorin Isabelle Malcher vom mitausrichtenden TSV Bullay-Alf konnte nicht antreten. Nach ihrem 17. Platz beim Halb-Ironman in der Schweiz am Wochenende zuvor war die 44-Jährige erkrankt.

    Das Staffelrennen gewann auf der Olympischen Distanz das Kölner Team „Szene Kings“ in 2:29:26 Stunden vor „Die Edschara“ Franz Mertens, Michael Comes und Markus Andre (2:36:32). Über die Kurzstrecke lagen mit dem GEW-Power-Team (1:16:24) und dem Tri(m) Team UBIT-Shops (1:17:02) eine Mixed- beziehungsweise Frauen-Mannschaft vor den Lokalmatadoren der ersten von drei Equipe der Zeller Barlcup Allstars mit Daniel Konrath, Martin Muders und Marcel Michalski (1:17:26). In der Einzelwertung über 700 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5,2 Kilometer Laufen wurde Vorjahressieger Marc Eggerling (ProTeam Mohrenwirt/1:03:15) seiner Favoritenrolle gerecht. Bei den Frauen siegte die Mußbacherin Hannah Steigert (1:15:10). Die Kaisersescherin Rebecca Emmerich (DLC Aachen/1:19:48) belegte den fünften Platz.

    In den Triathlon-Liga-Rennen nutzte das Team Mittelmosel-Triathlon/Dr. Cannondale mit Sebastian Clasen, Michael Comes, Carsten Schwarz und Christoph Klein seinen Heimvorteil als Zweitplatzierte der zweiten RTV-Liga hinter dem TCEC Wessel-Statik.

    Von unserem Mitarbeiter Holger Teusch

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