40.000
  • Startseite
  • » Sport
  • » Regionalsport
  • » Regionalsport extra
  • » Neuwied/Linz
  • » 1. Raiffeisen-Triathlon in Neuwied: Dreikampf mit Rückenwind und Emotionen
  • Aus unserem Archiv

    Neuwied1. Raiffeisen-Triathlon in Neuwied: Dreikampf mit Rückenwind und Emotionen

    An Vorschusslorbeeren mangelt es nicht. Der 1. Raiffeisentriathlon in Neuwied am 20. August soll nach dem Willen des Veranstalters der Beginn einer langen Erfolgsgeschichte werden. „Wir werden einen Triathlon veranstalten, der keinen Vergleich zu scheuen braucht“, verspricht Hans-Christian Mager, der Vorsitzende des in Altenkirchen angesiedelten United Teams, des Vereins zur Förderung des Ausdauersports. „Wir werden die Grundlage für einen Klassiker legen.“

    „Nein, das ist nicht mein Wettkampfrad“, erklärt Jürgen Zäck, „es hat nicht den passenden Triathlon-Lenker.“ Landrat Rainer Kaul (rechts) hört interessiert zu. Links Hans-Christian Mager, der Veranstalter des 1. RaiffeisenTriathlons, der am 20. August in Neuwied über die Bühne geht.  Foto: Stefan Kieffer
    „Nein, das ist nicht mein Wettkampfrad“, erklärt Jürgen Zäck, „es hat nicht den passenden Triathlon-Lenker.“ Landrat Rainer Kaul (rechts) hört interessiert zu. Links Hans-Christian Mager, der Veranstalter des 1. RaiffeisenTriathlons, der am 20. August in Neuwied über die Bühne geht.
    Foto: Stefan Kieffer

    Auch Triathlon-Urgestein Jürgen Zäck aus Vallendar, der zwischen 1989 und 2001 nicht weniger als acht Ironman-Rennen gewonnen hat, freut sich: „Die Strecke ist wirklich spektakulär.“ Und reizt den Routinier. Der Eisenmann will beweisen, dass er auch mit dann 52 Lebensjahren keinen Rost angesetzt hat: „Ich werde in der Staffel starten und die 1,5 Kilometer der olympischen Strecke schwimmen“, kündigt der Altmeister an, der inzwischen in Thailand lebt, wo er eine Triathlon-Schule leitet.

    Zwei Distanzen stehen zur Auswahl

    Ob ihm das kurze Intermezzo in den Fluten des Rheins wirklich reicht, bleibt abzuwarten: „Leider habe ich mein Wettkampfrad mit dem Triathlon-Lenker nicht dabei. Die Radstrecke mit meinem Straßenrad zu absolvieren, wäre schon eine besondere Herausforderung“, sinniert er.

    Zwei Streckenvarianten stehen zur Auswahl am 20. August: Neben der olympischen Distanz mit 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen ist auch ein Sprint (500 m Schwimmen, 20 km auf dem Rad und fünf km zu Fuß) im Angebot.

    Michael Mang, Erster Beigeordneter der Stadt Neuwied, sprach auch im Sinne des kürzlich verstorbenen Oberbürgermeisters Nikolaus Roth: „Als wir zum ersten Mal von diesem Vorhaben erfuhren, ist der Funke gleich übergesprungen. Die Sportstadt Neuwied gibt Ihnen die schönsten Strecken, die wir haben.“

    Vom Engerser Feld starten die Triathleten und schwimmen im Rhein bis zur Wechselzone in den Goethe-Anlagen. „Den genauen Startpunkt legen wir kurzfristig fest“, sagt Mager, „je nach Strömungsgeschwindigkeit kann die olympische Distanz von 1,5 Kilometern am Ende um die drei Kilometer betragen.“ Zäck bestätigt: „Wenn Sie etwa 4,5 Stundenkilometer schnell schwimmen, kann die Strömung Sie auf rund zehn km/h beschleunigen. Das macht Spaß, das ist ein richtiger Geschwindigkeitsrausch.“ Außerdem, weiß Experte Zäck, „gibt es bei dieser starken Strömung kein Gedränge und keine Prügeleien im Wasser.“ Und noch einen dritten Vorteil bietet das fließende Wasser: „Auch langsame Schwimmer kommen voran.“

    B 256 wird bis Rengsdorf gesperrt

    Berauscht oder erschöpft (oder beides) klettern die Triathleten dann aufs Zweirad: „Die Radstrecke ist das Herzstück dieses Triathlons“, schwärmt Mager, „dafür wird extra die B 256 zwischen Neuwied und Rengsdorf gesperrt.“ Die Sprinter fahren einmal rauf bis kurz vor Melsbach und wieder zurück, die „Olympier“ absolvieren die Runde zweimal. „Dort ist ja sonntags kaum jemand unterwegs“, behauptet Mager, was manchen Anwesenden kurz zusammenzucken lässt. „Die Bürger müssen sich schon auf Einschränkungen einstellen“, gibt Michael Mang zu bedenken, „das müssen unsere Ordnungsbehörden noch genau prüfen, auch was Absperrungen, Umleitungen und Parkplätze betrifft.“

    Die Laufstrecke führt von den Goethe-Anlagen am Rhein entlang in den Schlosspark. Kollisionen mit Spaziergängern oder Freizeitsportlern mit und ohne Rollen befürchtet Mager nicht: „Die Strecke wird mit Flatterband gekennzeichnet, die Bäume bilden ein natürliches Spalier.“ Überhaupt macht sich Mager um die „Heerscharen von Zuschauern“, die Landrat Rainer Kaul erwartet, keine Gedanken: „Schwimmen und Radfahren sind nicht sehr zuschauerfreundlich, ich gehe nicht von tausend oder mehr Zuschauern aus.“

    Solch ein Triathlon, weiß Mager aus Erfahrung, ist „komplex und teuer“. Auf eine „hohe fünfstellige Summe, die aber den sechsstelligen Bereich bei Weitem nicht erreicht“, zu Deutsch also etwas 70.000 bis 80.000 Euro, beziffert der Veranstalter das Budget. Gut, dass er neben der Politik auch die Wirtschaft ins Boot geholt hat. Die Bank, die den Namen Raiffeisens im Namen trägt, leistet Unterstützung, was für den Schirmherrn Wolfgang Böhnke, Vorsitzender der deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft, ganz logisch ist: „Das ist ja die Kernbotschaft Raiffeisens: Entdecke, was in dir steckt, trau dir was zu.“

    2018 feiert der Sozialreformer aus dem Westerwald, der auch Bürgermeister des heutigen Neuwieder Stadtteils Heddesdorf war, seinen 100. Geburtstag. Dann soll „sein“ Triathlon bereits eine Marke sein: „Die Premiere muss perfekt sein“, verspricht Hans-Christian Mager. „Eine Punktlandung ist nötig, sonst können wir nicht auf erfolgreiche Folgejahre hoffen. Wir werden keine Fehler machen, sondern die Veranstaltung handwerklich sauber und emotional überzeugend über die Bühne bringen.“

    Von unserem Redakteur Stefan Kieffer

    Regionalsport extra (A)
    Meistgelesene Artikel
    Fußball Männer
    Fußball Frauen
    Neuzugang Yuko Aizawa (links; rechts kommt Mitspielerin Angelika Weber einen Schritt zu spät) steuerte zwei Treffer für den SC 13 zum 4:0-Sieg gegen den MSV Duisburg II bei. Foto: Vollrath

    im Rheinland

    - Westerwald

    - Mittelrhein/Mosel

    - Rhein-Lahn

    im Südwesten

     späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

    Fußball Mix
    Kapitän Tim Schulz (links) bemühte sich mit seinen Betzdorfer Mitspielern zwar, doch auch gegen Elversberg reichte es am Ende nicht.

    Jugendfußball

    - im Rheinland

    - im Südwesten

    Fußballpokale

    Hallenfußball

     späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

    Regionalsport Mix
    Sport-Lokalteile
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach