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Neuwied

Ratinger Außerirdische kommen zum Topspiel

Sie haben durchgeschnauft, die Beine ein wenig hochgelegt, die eine oder andere Blessur und Erkältung auskuriert und die Akkus aufgeladen. Die Neuwieder Bären nutzten das spielfreie Wochenende, um frisch gestärkt wieder ans Werk zu gehen und sich den nächsten beiden Aufgaben zu stellen. Ratingen (Heimspiel am Freitagabend ab 20 Uhr im Ice House) und Soest (am Sonntag auswärts ab 19 Uhr) heißen die beiden Gegner in der Eishockey-Regionalliga West am Wochenende.

Wenn Neuwied auf Ratingen trifft, gibt es immer knappe und spannende Begegnungen auf hohem Regionalliga-Level. Am Freitagabend erwarten Deion Müller (links, hier im Spiel gegen Neuss) und die anderen Bären wieder ein solches Aufeinandertreffen.  Foto: EHC Neuwied
Wenn Neuwied auf Ratingen trifft, gibt es immer knappe und spannende Begegnungen auf hohem Regionalliga-Level. Am Freitagabend erwarten Deion Müller (links, hier im Spiel gegen Neuss) und die anderen Bären wieder ein solches Aufeinandertreffen.
Foto: EHC Neuwied

„Die fünf Spiele in zehn Tagen haben Spuren hinterlassen. Wir haben gemerkt, dass am Ende dieser zwei intensiven Wochen die Beine der Spieler schwer waren“, kommentiert der Neuwieder Trainer Jens Hergt. Schwer vielleicht, aber nicht zu schwer, um den Neusser EV in die Schranken zu verweisen (5:0) und so die Position unter den Topteams der Regionalliga West zu festigen. „Wir haben von elf Partien acht für uns entschieden und sind bei der Musik dabei“, lautet Hergts Zwischenfazit, nachdem rund ein Drittel der Hauptrunde absolviert ist.

An den Auswärtsleistungen, daraus macht der Trainer kein Hehl, muss seine Mannschaft noch arbeiten, aber die Ergebnisse im heimischen Ice House könnten nicht besser sein. Fünf Siege in fünf Spielen, immer mit mindestens drei Toren Unterschied – das hinterlässt Eindruck, zumal auch Spitzenteams wie Hamm (6:0) und Diez-Limburg (6:3) in Neuwied keine Siegchance hatten.

Das soll nun auch nach der Partie gegen die Ratinger Ice Aliens so bleiben. „Die Woche nach dem Neuss-Spiel haben wir genutzt, um im Training den Spaßfaktor vermehrt einzubringen. Die Mannschaft hat dadurch an Lockerheit dazugewonnen, und seit Dienstag stand mit Vollgas die intensive Vorbereitung auf die Ice Aliens an“, erklärt Hergt, welche Schwerpunkte er im Training gesetzt hat. Seine Erkenntnis: „Die Mannschaft ist gut drauf und gut aufgestellt, um den nächsten Sieg einzufahren. Wir wollen auch gegen Ratingen zeigen, dass in der Bärenhöhle für niemanden etwas zu holen ist.“

Wenn Regionalliga-Topadressen, zu denen Neuwied und Ratingen zweifelsfrei zählen, aufeinandertreffen, entscheiden Kleinigkeiten. Das haben auch die bisherigen Duelle gezeigt: 2016/2017 endeten drei von vier Aufeinandertreffen mit einem Treffer Differenz. Ratingens 6:3-Erfolg vor einem Monat am Sandbach war zwar etwas deutlicher, aber auch da begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe.

Der EHC erwartet eine Ratinger Mannschaft, die nach den jüngsten Ergebnissen angeschlagen ist. Gegen Herford (5:7), Hamm (2:6), Diez-Limburg (3:4) und Neuss (2:4) gingen die Außerirdischen vier Mal in Folge leer aus. Das ist ungewohnt für die vom Niederländer Alexander Jacobs trainierten Aliens. „Die werden angefressen zu uns kommen und aus diesem Tief herauswollen. Ratingen muss liefern, wir aber auch“, rechnet Hergt mit einer umkämpften Partie.

Die Ergebniskrise des Vizemeisters, der neben Hamm den ausgeglichensten Kader ins Rennen schickt, zeigt, dass es in der Weststaffel der vierthöchsten deutschen Spielklasse in dieser Saison keinen Alleingang geben wird. „Das ist keine Partyliga, in der eine Mannschaft alle anderen abschießt“, weiß Hergt. Das gilt für Hamm, Herford und Ratingen genauso wie für Diez-Limburg und Neuwied.

„Und die Mannschaften“, fügt der Neuwieder Coach hinzu, „die in der Tabelle weiter unten stehen, geben gegen die Spitzenteams immer doppelt so viel Gas.“ Das wird am Sonntagabend wahrscheinlich auch bei der Soester EG gelten. Die Bördeindianer zeigten nicht nur in Neuwied (4:7), dass sie in der Offensive in Person von Martin Juricek und Ernst Reschetnikow über gute Qualität verfügen, auch den starken Herfordern machten die Schützlinge von Dieter Brüggemann das Leben schwer. Nach zwischenzeitlicher 5:2-Führung musste sich Soest den Ice Dragons noch mit 6:9 beugen.

Im Eisstadion am Soester Möhnesee ist die Eisfläche zwar genauso groß wie andernorts, aber dort haben Spiele immer einen eigenen Touch. „Dort haben wir uns immer schwer getan, auch als ich selbst noch aktiv war“, erinnert sich Hergt. Weil eine Plexiglasumrandung fehlt, sorgen hohe Schüsse und abgefälschte Pucks häufiger als anderswo für Unterbrechungen. „Es geht nur mit Konzentration und einer geschlossenen Teamleistung“, betont der EHC-Trainer. red

Eishockey - EHC 2016 Neuwied
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