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Hamm/Neuwied

Bären feiern sechs Punkte und den Sieg im Derby

In der Eishockey-Regionalliga West hat der EHC Neuwied einen Saisonstart nach Maß mit sechs Punkten aus seinen ersten beiden Hauptrundenspielen hingelegt: 5:2 bei den Hammer Eisbären und 6:3 im Derby gegen die EG Diez-Limburg lauteten die ersten beiden sehr erfreulichen Resultate für die Mannschaft von EHC-Trainer Jens Hergt.

In jedem Zweikampf gaben die Neuwieder Bären (blaue Trikots) und die EG Diez-Limburg am Sonntagabend im Derby Vollgas. Hier kämpfen (von links) Konstantin Firsanov, Dennis Schlicht, Marijus Maier und Sven Schlicht um den Puck.  Foto: EHC „Die Bären“ 2016
In jedem Zweikampf gaben die Neuwieder Bären (blaue Trikots) und die EG Diez-Limburg am Sonntagabend im Derby Vollgas. Hier kämpfen (von links) Konstantin Firsanov, Dennis Schlicht, Marijus Maier und Sven Schlicht um den Puck.
Foto: EHC „Die Bären“ 2016

Die vermeintlich entscheidende Szene des Sonntagabends vor 1008 Zuschauern im Icehouse ereignete sich in der 27. Minute: Dennis Schlicht brachte die Bären mit 3:2 in Führung, aber nicht nur dieser Schuss ins Glück sollte Bedeutung für die Restspielzeit besitzen. EGDL-Torhüter Steve Themm verletzte sich in dieser Szene und musste durch den jungen Constantin Schönfelder ersetzt werden.

„Er hat später großartig gehalten, aber ich hätte mir von meinen Spielern mehr Charakter gewünscht. Wir hätten nach Constantins Einwechslung die Scheibe besser vom Tor fernhalten müssen“, kommentierte Gästetrainer Arno Lörsch die Schlüsselszenen. Bevor Schönfelder richtig Betriebstemperatur erreicht hatte, lagen die Bären schon mit 6:2 vorne. Michael Jamieson (27.), Martin Brabec (34.) und Robin Schütz (39.) verschafften den Neuwiedern einen klaren Vorteil, der zwangsläufig zum zweiten Sieg im zweiten Spiel führen musste.

„Trotzdem hätten wir es im Schlussdrittel cleverer runterspielen müssen“, merkte EHC-Coach Jens Hergt an, der nicht verstehen konnte, dass sein Team „etwas in Panik verfiel“. An der Punkteverteilung änderte die nachlassende Konzentration nichts mehr, nur noch am Ergebnis. Julian Grund betrieb in der 54. Minute Ergebniskosmetik zum 6:3-Endstand.

„Endlich haben wir den Heimfluch gegen die EGDL beendet. Die Mannschaft hat sich Lob und Respekt für die Leistung verdient – genauso wie für den Erfolg in Hamm“, freute sich Hergt. Dass der Derbysieg verhältnismäßig deutlich ausfiel, deutete sich lange Zeit nicht an. „Wir hatten den besseren Beginn“, merkte Lörsch an, dessen Team zunächst zweimal die Neuwieder Führung ausglich. Joey Davies (8.) antwortete auf Dennis Schlichts 1:0 (4.), Marc Hemmerich (25.) egalisierte Moritz Schugs 2:1 aus (16.). Lörsch: „Wir haben uns zu sehr auf die Strafbank konzentriert. Das nahm unserem Spiel den Fluss, während Neuwied den Druck erhöhen konnte.“

Der Frühherbst ist im Eishockey noch nicht die Jahreszeit, in der die Bäume in den Himmel wachsen. Die Saison ist noch jung – am Freitagabend in Hamm in Westfalen waren es für den EHC „die Bären“ 2016 die ersten 60 Minuten. Aber was die Neuwieder dort aufs Eis brachten, hinterließ schon mal Eindruck. Mit 5:2 schlugen sie den amtierenden Meister und setzten eine erste Duftmarke. „Wir haben auch noch unsere Baustellen, aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden mit der Leistung und froh, dass wir die ersten drei Punkte geholt haben“, sagte EHC-Trainer Jens Hergt nach der Schlusssirene.

Nichts sehen, nichts hören, nichts fühlen – zunächst war es nur der dichte Nebel, der es den offiziell 452 Zuschauern im Maxipark schwer machte, den Überblick zu behalten. Die weiteren Sinne der Hammer Fans legten die Bären ebenfalls mehr und mehr lahm. Als Moritz Schug in der 37. Minute zum 4:1 für die Bären traf, machten sich im Eisbären-Lager die große Stille, Enttäuschung und Emotionsfrost breit.

„Lange nicht mehr so ein schlechtes Spiel gesehen“, schimpfte einer der Fans, als die Niederlage beschlossene Sache war. „Powerplay? Gibt heute doch eh nichts“, waren sich die Fans hinter dem Neuwieder Tor einig, als Hamm zu Beginn des Schlussabschnitts in Überzahl auf dem Eis stand. Aber man spielt halt immer nur so stark, wie es der Gegner zulässt. Und die Deichstädter ließen im ersten Saisonspiel nicht viel zu.

Es standen sich zwei Teams gegenüber, die mit offenem Visier agierten, was zu einigen guten Einschlussgelegenheiten auf beiden Seiten führte. „Optisch hatten wir mehr, aber Neuwied die besseren Gelegenheiten“, stellte Hamms Coach Ralf Hoja nach dem Spiel fest. Die Chancen resultierten aus Zuordnungsschwierigkeiten in der Abwehr des Meisters. Neuwieds US-Import Michael Jamieson trug sich auch in seinem ersten Pflichtspiel für den EHC in die Torschützenliste ein. „Entscheidend waren die Konter. Uns fehlten in diesen Situationen Tempo und Zuordnung“, analysierte Hoja.

A503-Tabelle-Eishockey-Regionalliga_k

Eishockey

Regionalliga West

EHC Neuwied - EG Diez-Limburg 6:3 Ratinger Ice Aliens - Herforder EV  n. V. 2:1 EC Lauterbach - Hammer Eisbären  2:6 Hammer Eisbären - EHC Neuwied  2:5 ERV Dinslaken - Ratinger Ice Aliens  2:4 Herforder EV - EC Lauterbach  5:2 EG Diez-Limburg - Neusser EV  5:3

1. EHC Neuwied Bären  2 11: 5 6 2. Ratinger Ice Aliens  2  6: 3 5 3. Herforder EV Ice Dragons  2  6: 4 4 4. Hammer Eisbären  2  8: 7 3 5. EG Diez-Limburg Rockets  2  8: 9 3 6. Soester EG Bördeindianer  0  0: 0 0 7. Neusser EV  1  3: 5 0 8. ERV Dinslakener Kobras  1  2: 4 0 9. EC Lauterbach  2  4:11 0

Eishockey - EHC 2016 Neuwied
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