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    Bad Kreuznach

    Auf den Traumstart folgt böses Erwachen

    Diese Niederlage ist bitter für den VfL Bad Kreuznach - nicht nur, weil sie so unnötig war, sie könnte den Luchsen im Abstiegskampf der Zweiten Basketball-Regionalliga auch noch richtig wehtun. Durch das 75:80 (37:31) gegen den SC Bergstraße haben es die Bad Kreuznacher nämlich versäumt, den Vorsprung auf den ACT Kassel (zwei Punkte) auszubauen. Da die Nordhessen noch ein Spiel in der Hinterhand haben, ist der Druck auf den VfL im direkten Duell am nächsten Sonntag in Kassel enorm.

    Stephan Beck (in Ballbesitz) hätte sich einen Tag nach seinem Geburtstag einen Sieg gewünscht, doch gegen den SC Bergstraße kassierten er und seine Luchse eine äußerst bittere Niederlage.  Foto: Klaus Castor
    Stephan Beck (in Ballbesitz) hätte sich einen Tag nach seinem Geburtstag einen Sieg gewünscht, doch gegen den SC Bergstraße kassierten er und seine Luchse eine äußerst bittere Niederlage.
    Foto: Klaus Castor

    Von unserer Mitarbeiterin Tina Paare

    Besonders ärgerlich: Die Bad Kreuznacher waren in der Sporthalle der Martin-Luther-King-Schule auf einem guten Weg gewesen, hatten die Gäste von der Bergstraße fest im Griff, versäumten es aber, frühzeitig den Deckel draufzumachen. So kam es in den letzten zwei Minuten zum Showdown. Nachdem Tim Seimet mit drei Punkten auf 72:67 gestellt hatte, ließ sich sein VfL nacheinander drei Distanztreffer von Moritz Benzing einschenken. Seimet verkürzte mit seinem achten (!) Dreier auf einen Punkt, doch in den folgenden 20 Sekunden agierten die Luchse nicht abgezockt genug - obwohl in insgesamt drei Auszeiten genug Zeit war, den entscheidenden Spielzug zu planen. Dreimal schickten sie den SC an die Freiwurflinie, trafen im Gegenzug aber selbst nicht mehr.

    Dass die VfL-Spieler mit hängenden Köpfen vom Feld schlichen, war angesichts ihres genialen Starts in die Partie mehr als verständlich. Nach dem 2:4 übernahmen die Gastgeber die Regie und spielten den Gegner an die Wand. Die Abwehr stand felsenfest. Rebounds wurden mit traumwandlerischer Sicherheit abgegriffen. Jeder Spieler wirkte hoch motiviert und konzentriert, was sich in unzähligen Ballgewinnen niederschlug. Mit beeindruckender Geschwindigkeit oder gut abgestimmten Ballstafetten ging es dann zum gegnerischen Korb, wo der VfL sich kaum einen Fehlwurf leistete und Punkt um Punkt einfuhr. Ein Musterbeispiel in Sachen Effektivität war Seimet, der in der ersten Hälfte viermal aus der Distanz Maß nahm und viermal versenkte. Am Ende des ersten Viertels führte sein Team mit 25:10, später gar mit 30:10. Ein Ergebnis, das angesichts der Personallage nicht zu erwarten gewesen war, denn der VfL war nur zu siebt angetreten. Aus Seimets Sicht nicht unbedingt ein Handicap: "Ich finde es von Vorteil, mit einer 7er- oder 8er-Rotation zu spielen. Das ist das Beste, da weiß jeder, worauf es ankommt."

    Mitte des zweiten Viertels meldeten sich die Gäste nach acht punktlosen Minuten zurück und begannen ihre Aufholjagd. "Die waren eigentlich am Ende, haben sich gegenseitig angeschrien. Aber dann haben wir aufgehört zu spielen", haderte Seimet, der noch nie gegen den SC Bergstraße gewonnen hat. Und die Negativserie sollte Bestand haben. Denn beim VfL schlichen sich Fehler ein, die Sicherheit ging verloren. Erst recht, als Stephan Beck nach zwei Fouls vom Feld musste. "Wir haben so super gespielt im ersten Viertel und sind dann eingebrochen, als ich raus musste", bedauerte Beck, dem seine Teamkameraden einen Tag nach seinem 30. Geburtstag gerne einen Sieg geschenkt hätten.

    In der 25. Minute gingen die Gäste erstmals wieder in Führung (45:43) und läuteten damit ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen ein, an dessen Ende die Luchse den anfänglichen Biss und die Entschlossenheit vermissen ließen. "In der Endphase gab es ein paar Dinger, die dürfen nicht sein, da sind wir zu lasch", haderte Marko Scherer. Der VfL-Trainer war nach der Partie sichtlich geknickt und hatte Mühe, eine Erklärung für das Geschehen zu finden: "Wir sind so krass gestartet und dann das. Wir haben auf einmal angefangen, Einzelaktionen zu spielen, die schweren Pässe zu nehmen. Am Anfang haben wir die richtigen Pässe gespielt und gut die Leute gesehen. Später war einiges an Firlefanz dabei, das hat uns rausgebracht."

    VfL Bad Kreuznach: Seimet (24/8 Dreier), Beck (14), Maslic (13/1), Flachs (11/1), Hribar (7), Thauern (6), Nagel.

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