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Koblenz

Fußball: Engers nutzt Chancen gegen Koblenz II nicht zum Sieg

Das Spiel war nun schon eine Stunde alt, als Dirk Laux einen neuerlichen Appell in Richtung Spielfeld richtete, der so halbherzig geriet wie der Auftritt seiner Mannschaft selbst. "Mitmachen, Jungs", rief der Trainer der TuS Koblenz II ins Nichts, und man konnte aus der Intonation des Trainers ableiten, dass er selbst nicht mehr daran glaubte, dass es an diesem Tag noch etwas werden würde mit einer couragierten Leistung der Männer in Blau-Schwarz. Am Ende der Partie in der Fußball-Rheinlandliga zwischen dem FV Engers und dem Tabellenzweiten aus Koblenz stand ein 0:0, das den Gästen äußerst schmeichelte.

Das Koblenzer Stürmertalent Enrico Köppen (2. von links) wird in dieser Szene von Daniel Fiege (Nr. 17) und Arne Moskopp in die Zange genommen. Marvin Sauerborn (TuS Koblenz II) im Hintergrund und FVE-Spielertrainer Sascha Watzlawik (rechts) beobachten den Dreikampf um den Ball.  Foto: Jörg Niebergall
Das Koblenzer Stürmertalent Enrico Köppen (2. von links) wird in dieser Szene von Daniel Fiege (Nr. 17) und Arne Moskopp in die Zange genommen. Marvin Sauerborn (TuS Koblenz II) im Hintergrund und FVE-Spielertrainer Sascha Watzlawik (rechts) beobachten den Dreikampf um den Ball.
Foto: Jörg Niebergall

Der FV Engers, als Mannschaft aus dem Niemandsland der Rheinlandliga nicht eben favorisiert in die Partie gegangen, hätte selbige eigentlich mit drei, vier Toren Unterschied gewinnen müssen. "Wenn wir das 1:0 gemacht hätten, hätte das vermutlich gereicht", wusste Spielertrainer Sascha Watzlawik, der allerdings nicht mit der unzulänglichen Chancenauswertung seines Teams haderte, sondern das Positive hervorhob: "Schade zwar, dass wir uns nicht belohnt haben, aber heute haben wir mal richtig geil gespielt und gefightet." Indes verhielt sich die Bewertung seines Gegenübers Laux komplementär zu Watzlawiks Worten: "Wir kamen überhaupt nicht in die Partie rein, waren in den Zweikämpfen fast immer zu spät, haben unsere Positionen nicht gehalten – normalerweise muss Engers das Spiel gewinnen."

Eine richtig gute Gelegenheit für die Koblenzer, als kurz vor dem Halbzeitpfiff Enrico Köppen nach einer Rechtsflanke hoch in der Luft stand und den Ball freistehend aus sieben Metern rechts vorbei köpfte – das war nahezu alles, was TuS Koblenz II an diesem Tag an offensiver Gefahr auszustrahlen vermochte. Die Engerser fanden über den Kampf in die Partie und hatten das Heft des Handelns im Verlauf der zweiten Hälfte so sehr an sich gerissen, dass ihnen nun auch die Kombinationen glückten. Einige Male gelang es dem Aufsteiger, auf den Flügeln durchzubrechen und den Ball gefährlich vors Tor zu bringen. Dabei ergaben sich zum Teil klarste Gelegenheiten, die allesamt ungenutzt blieben. Eine Andeutung dessen, was später in großer Häufung folgen sollte, lieferte Björn Kremer, als er nach kapitalem Ballverlust des Koblenzers Max Haubus über links freie Bahn hatte und den Ball rechts am Tor vorbeischoss – es wäre die bessere Entscheidung gewesen, auf den im Rücken mitgelaufenen Sascha Kaiser querzulegen (13.).

Kaisers große Gelegenheit sollte erst im zweiten Durchgang folgen – es war eine vergebene Chance von der Größenordnung, wie man sie normalerweise in Jahresrückblicken sieht. Der Engerser Raphael Bernard hatte den Ball auf der rechten Seite behauptet und von der Grundlinie aus scharf vors Tor gepasst. Kaiser eilte heran, wollte den halbhohen Ball mit der Innenseite ins leere Tor treten und traf ihn nicht richtig. Ehe der Ball ins Tor trudeln konnte, drosch ihn der Koblenzer Ferhan Güngörmüs von der Torlinie aus dem Strafraum. Weitere gute Möglichkeiten durch Dennis Lücker (56.), Arne Moskopp (72.) und wiederum Kremer (75., 89.) blieben ungenutzt, während die TuS-Reserve überhaupt nicht mehr stattfand.

Die personell aus dem letzten Loch pfeifenden Koblenzer mussten zudem im Lauf der Partie zwei verletzungsbedingte Ausfälle verkraften: Nach Delil Arbursu (38.) musste fünf Minuten vor Spielende auch Marvin Sauerborn das Feld verlassen – Letzterer zog sich wohl eine üble Bänderverletzung zu und wurde mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Spielfeld getragen.

"Die Verletzungen tun uns angesichts des ohnehin kleinen Kaders wirklich doppelt weh", war es somit für Laux ein überwiegend unerfreulicher Nachmittag – immerhin konnten die Gäste am Ende doch noch mit Glück einen Punkt aus Engers mitnehmen.

Watzlawik und der FV Engers hingegen hoffen, dass dieses torlose Remis gegen die Spitzenmannschaft aus Koblenz sich in der Rückschau als Mut machende Etappe auf dem eingeschlagenen Weg entpuppen wird: "Wenn wir auch künftig mit diesem Kampf und mit dieser Euphorie auf den Platz gehen, dann habe ich keine Angst." Mannschaft und Trainerteam, das alles entwickle sich weiter, "und dann kommen auch mal Spiele raus wie heute, wo wir gegen Koblenz II die bessere Mannschaft waren."

Von unserem Mitarbeiter

Christoph Oster

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