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Mechtersheim

SC Idar: Viel Mühe und ein Traumtor bringen einen Punkt

Fußball-Oberligist SC Idar-Oberstein hat seinen fünften Sieg in Serie verpasst, und beim TuS Mechtersheim lediglich 1:1 gespielt. Das Unentschieden ist deshalb besonders schade, weil der SC mit einem Dreier bis auf drei Punkte am FSV Salmrohr auf Rang zwei dran und damit in Schlagdistanz gewesen wäre.

Sonderlich gegrämt hat sich Thomas Riedl freilich nicht. Der Idarer Trainer ordnete die Leistung seiner Mannschaft richtig ein: "Wir haben nicht unser bestes Spiel gemacht", bekannte er und strich das Positive heraus: "Wir sind nunmehr seit fünf Spielen ungeschlagen." Tatsächlich gehörte dieses 1:1 für den SC in die Kategorie: "Mund abputzen, und weiter..." Im Klartext: Trotz schwacher Leistung kam etwas Zählbares heraus.

Riedl, der diesmal alleine coachte, weil Olaf Marschall fehlte, war zu Umstellungen gezwungen. Michael Lehmann konnte wegen einer Knieverletzung nicht auflaufen, und auch Yuki Stalph war nicht fit. So gab Christoph Lawnik wieder einmal einen der beiden "Sechser".

Der SC kam nur schleppend in die Partie und hatte große Mühe mit allen möglichen Dingen. Mühe mit dem Schiedsrichter, dessen Linie nicht nachvollziehbar war. Mühe mit dem Platz, der holprig war und natürlich Mühe mit den Mechtersheimern, die mit großen Einsatz, körperlich robust und viel Gebrüll zu Werke gingen. Mühevoll verhinderten die Idarer immerhin zunächst, dass der TuS zu einer klaren Torchance kam. Selbst brachte der SC freilich nach vorne nichts zustande. Dabei wäre die Viererkette der Gastgeber wirklich angreifbar gewesen. Die vier Akteure agierten mit großen Abständen zueinander und eigentlich fahrlässig weit vorne, denn gerade die Innenverteidiger Eduard Fahrad und Marcel Milenkovic sind zwar körperlich starke Zweikämpfer, aber eben auch ziemlich langsam. Doch die Idarer Spieler wussten das nicht zu nutzen.

Die Führung für die Gastgeber fiel trotzdem aus heiterem Himmel – und nach einer Eckball-Fehlentscheidung. Marvin Sprengling, der hitzigste Mechtersheimer, dessen Nickeligkeiten sich während des Spiels soweit aufsummierten, dass es für drei Platzverweise gereicht hätte, brachte die Ecke vors Tor. Dort hielt Tolga Tuna den Kopf hin, und es stand 1:0 (26.). "Glücklicherweise ist uns dann schnell der Ausgleich gelungen, sonst wäre es richtig schwierig geworden", befand Riedl. Bei diesem Ausgleichstor demonstrierte die Idarer Mannschaft, wie viel Talent, welche fußballerischen Möglichkeiten in ihr schlummern. Alfonso Marte wechselte in der eigenen Hälfte mit einem langen Ball die Seite und brachte Linksverteidiger Paul Garlinski ins Spiel. Garlinski schlug einen unfassbar guten 60-Meter-Diagonalpass in den rechten Strafraumbereich auf Nico Pantano. Pantano bugsierte die Kugel volley an den langen Pfosten, wo Andy Riemer heranrauschte und per Flugkopfball versenkte – ein Traumtor – 1:1 (28.).

Für einige Minuten war Mechtersheim nun am Schwimmen und der SC am Drücker, und Riemer hätte nach einem Eugen-Vetter-Pass das 2:1 besorgen müssen. Doch 25 Meter vor dem Tor schaffte er es zwar den herausstürmenden Konstantin Stengel zu überlupfen, doch dem Heber fehlte die Präzision, und der Ball verfehlte den Kasten um zwei Meter (34.).

Die zweite Hälfte verschliefen die Idarer offensiv komplett, obwohl Coach Riedl mit extrem mutigen und offensiven Wechseln Zeichen setzte. Aber das Ergebnis war ernüchternd. Die Idarer hatten im kompletten zweiten Durchgang keine Torchance. Mechtersheim dagegen, dass nun noch giftiger und galliger agierte, wenn auch fußballerisch äußerst einfach, hatte drei ziemlich gute Chancen. Doch Adami parierte mit dem Gesicht gegen Julian Scharfenberger (49.), Volker Lösch köpfte frei stehend vorbei (54.), und Sprengling versprang der Ball bei einer Riesengelegenheit aus elf Metern (76.).

Mechtersheims Trainer Manfred Schmitt vertrat die Meinung, dass sein Team den Sieg klar verdient gehabt hätte, doch dabei schaute der Coach durch die blaue TuS-Brille. Trotz der drei, vier Gelegenheiten bot auch der TuS außer Kampf wenig an. Richtig brenzlig wurde es vor dem SC-Tor deshalb auch nur selten. Gerade die Innenverteidiger Simon Maurer und Christoph Schunck spielten absolut sicher. Und so stand am Ende jenes 1:1, das den SC letztlich wieder ein Stückchen näher an den zur Aufstiegsrunde berechtigenden zweiten Platz gebracht hat.

Sascha Nicolay

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