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Simmern

Fußball: Der Hunsrücker Blick auf die Bezirksliga Mitte

Die Vorschau auf den elften Spieltag in der Fußball-Bezirksliga Mitte:

Foto: Andreas Walz

SF Höhr-Grenzhausen – TuS Rheinböllen (So., 14.30 Uhr). Muss man in Rheinböllen langsam, aber sicher neue Ziele ausgeben? TuS-Trainer Peter Ritter sagt nein, allerdings nein mit Zusatz: "Im Moment müssen wir das nicht." Grund der Nachfrage: Rheinböllen ist als Tabellendritter mittlerweile nur noch vier Punkte hinter Spitzenreiter Oberwinter (24) und drei hinter Metternich (23). Gegen beide Klubs verloren die Hunsrücker in dieser Spielzeit bereits. Und trotzdem: Geht da noch mehr? "Ich sehe schon Qualität bei uns", erklärt Ritter, "aber in Metternich war noch ein Unterschied zu sehen und Oberwinter erscheint mir defensiv stärker." Nach zehn Spielen wollte der TuS-Übungsleiter in etwa sehen können, wo seine Mannschaft steht – sein Fazit: "Es ging mir dabei darum, ob wir uns dort etablieren können und das ist möglich. Aber wir haben sicherlich noch Steigerungspotenzial, haben zum Beispiel ein paar Gegentore zu viel kassiert. Aber wir sind froh, da zu stehen und das Potenzial ist da, um dort zu bleiben." Dafür soll in Höhr-Grenzhausen möglichst der nächste Sieg her. Einfach wird das aber nicht, denn die Westerwälder sind Fünfter und haben in zehn Spielen erst neun Gegentore kassiert. Ritter weiß das, sagt aber auch: "Andernach hatte erst acht Gegentore, bevor wir dort gespielt haben." Danach hatte Andernach 13. Aber Rheinböllens Trainer will das alles nicht überbewerten. "Wir können unsere Defizite in gewisser Weise kaschieren. Wenn wir nur einen Tick nachlassen, sind wir anfällig." Um die Belastung des laufintensiven Rheinböllener Spiels zu verteilen, plant Ritter eine "maßvolle Rotation". Es wird auf jeden Fall jemand reinrücken, um Timo Helmerich, der aus beruflichen Gründen fehlt, zu ersetzen. Draußen scharren einige mit den Hufen. Marius Augustin zum Beispiel, der Neuzugang überzeugte bislang auf rechts und ist nach seiner Verletzung wieder fit. Oder Kevin Schener. Oder Christopher Rott. Oder Christoph Schulz. Oder Manuel Acht. Ritter ist diese Situation recht: "Zweimal hintereinander fünf Mann auf der Bank hatten wir noch nie." Platz drei auch noch nicht. Sie könnten sich daran gewöhnen beim TuS.

SV Niederwerth – SG Unzenberg/ Sargenroth (So., 14.30 Uhr). Der Aufsteiger aus Koblenz ist ein völlig unbeschriebenes Blatt für Unzenbergs Trainer Markus Stelter. "Ich weiß wenig über sie, habe sie auch noch nicht gesehen", sagt er über den Tabellenzwölften um Coach Robby Brace. Die Unzenberger können allerdings recht locker auf die "Insel" fahren, denn mit Tabellenplatz vier liegt die SGU mehr als im Soll. 19 Punkte haben die Hunsrücker. Platz eins liegt fünf Punkte entfernt, Schlusslicht Hausen satte 18. Deswegen träumt aber keiner in Unzenberg oder Sargenroth von mehr. Dafür können Stelter und Co. die Situation viel zu gut einschätzen. "Was zuletzt positiv war, ist, dass wir in der zweiten Hälfte oft ein, zwei Schippchen drauflegen können", sagt Stelter. Nichts mehr drauflegen müssen die Unzenberger übrigens bei Kryzsztof Mysliwy. Der polnische Ex-Profi spielte einmal gegen Oberwinter mit und ward danach nicht mehr gesehen. Nun wurde der Vertrag mit ihm aufgelöst. Stelter, der Mysliwy schon bei der SG Soonwald trainierte, sieht es emotionslos: "Klar bin ich enttäuscht. Er wollte ja von sich aus hierhin, wir haben ihn nicht gelockt. Der Verein hat dann zwar einiges möglich gemacht, aber die Gegenleistung war nicht da. Schade." Das Kapitel Mysliwy ist damit beendet, großartig Trauer herrscht bei Stelter nicht. Ihn schmerzt vielmehr, dass Kapitän Christian Kleid sein Studium in Bayreuth aufgenommen hat: "Bayreuth ist nicht um die Ecke. Christian versucht aber, zumindest bei den Heimspielen da zu sein." Da die Partie in Niederwerth aber keines ist, fehlt Kleid. Da trifft es sich gut, dass Steven Tittel wieder dabei ist und ins Team auf die Kleid-Position rückt. Daniel Georg dürfte nach seiner Schädelprellung ebenso spielen können wie der angeschlagene Markus Dämgen, der in Georg und dessen Gegenspieler beim 3:2 gegen Bengen hineingerauscht war.

SG Argenthal/Liebshausen/ Mörschbach – FC Metternich (So., 14.45 Uhr, in Argenthal). Der Tabellenzweite gibt sich die Ehre in Argenthal. Argenthals Trainer Patrik Welches weiß: "Wir spielen hintereinander gegen die besten zwei Teams." Nach Metternich geht es nach Oberwinter. "Plaidt war jedoch ebenfalls eine Hausnummer", sagt Welches, "aber klar: Metternich ist es auch." In Plaidt spielte Argenthal 0:0, der "ALM"-Coach bezeichnete den FC anschließend als fußballerisch bestes Team, gegen das er mit seiner Elf bislang gespielt hatte. Von daher war er mit dem Zähler zufrieden, am Sonntag wäre er es übrigens auch: "Einen Punkt würde ich unterschreiben." Es wäre der 14. Punkt in dieser Runde für den Tabellenachten Argenthal. Den müssen die Gastgeber ohne Maurice Volkweis holen, der sich in der 87. Minute in Plaidt einen Muskelfaserriss im hinteren Oberschenkel zuzog. Auch Jens Leininger kann wegen einer Fußprellung nicht spielen. Was mit Roman Theise bis Ende des Jahres geschieht, steht in den Sternen. Zuletzt spielte er trotz Verletzung. Auf jeden Fall ist Raphael Kauer nach leichten Adduktorenproblemen wieder soweit hergestellt, dass er beginnen könnte. Gleiches gilt auch für Kapitän Lars Silbernagel nach seiner Handverletzung. Ob er nach seiner Pause direkt wieder in die Innenverteidigung rückt, ist offen. "Sebastian Friedrich und Stefan Carbach haben das in Plaidt gut gemacht", sagt Welches. Da auch Daniel Hilgert-Walber und Martin Gohres wieder im Kader stehen, hat Argenthal einige Alternativen mehr.

TuS Kirchberg – FC Gönnersdorf (So., 14.45 Uhr). Viel Lob gab es für Kirchberg für die jüngsten drei Darbietungen gegen hoch gehandelte Gegner. "Aber das hat uns nur zwei Punkte gebracht", sagt TuS-Trainer Christian Schneider: "Um uns herum wird an diesem Wochenende auf jeden Fall gepunktet. Das heißt, wir müssen jetzt auch sehen, dass wir Punkte holen – und uns mit einem Sieg an Gönnersdorf heransaugen." Nach derzeitigem Stand gäbe es fünf (!) Absteiger in der Bezirksliga, weil die Mitte-Vertreter Mendig, Mayen und Bad Breisig auf einem Abstiegsplatz in der Rheinlandliga stehen. Der Umstand, der sich natürlich noch ändern kann, hat auch der Gegner Gönnersdorf registriert. "Die anstehenden Spiele sind enorm wichtig, jetzt geht es gegen die direkten Konkurrenten. Da müssen wir punkten. Vergangene Woche hat es meine Mannschaft beim 3:2-Sieg gegen Niederwerth vorgemacht. Wir wissen also, wie man solche Spiele gewinnt", sagt der Gönnersdorfer Trainer Achim Höllen. Er baut wie immer auf die FC-Lebensversicherung Timo Schmidgen: Knapp 70 Prozent der Gönnersdorfer Treffer (11 von 16) in dieser Saison hat der Knipser erzielt. In der vergangenen Spielzeit waren es satte 26 Tore. "Die Bilanz ist Wahnsinn", staunt auch Christian Schneider: "Es macht unheimlich etwas aus, wenn man einen Knipser vorne drin hat. Das Gönnersdorfer Spiel ist komplett auf Schmidgen abgerichtet." Schneider steht der gleiche Kader wie zuletzt zur Verfügung. mb/bon

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