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    Handball: Vorsitzender Uli Dittmar hört auf: TuS Holzheim steht vor Zäsur

    Der TuS Holzheim, das uneingeschränkte handballerische Aushängeschild der Region, arbeitet derzeit an mehreren Fronten, um sich für die Zukunft aufzustellen. Die führenden Ehrenamtler des Vereins basteln an einer Neuordnung der Strukturen innerhalb der Handball-Abteilung und hatten daher für Montagabend zu einer weiteren "Aktiven-Versammlung" in die Ardeckhalle geladen, zu der rund 20 Leute gekommen sind.

    Kapitän gibt das Steuer ab

    Die wichtigste Frage ist jedoch noch offen: Wer wird demnächst den Verein führen? Der Vorsitzende Ulrich Dittmar wird zum Ende der Amtsperiode nicht mehr zur Verfügung stehen. "Das habe ich dem Vorstand bereits am 13. Januar bei einer Sitzung mitgeteilt", erklärte Dittmar, der seit dem Jahr 2002 an der Spitze des Vereins steht. Zu seinen Beweggründen für diesen überraschenden Schritt wollte der 53-Jährige keine näheren Angaben machen. "Es hat am wenigsten mit dem Verein zu tun", ließ Dittmar auf Anfrage verlauten. Er werde aber im Förderkreis weiterhin als Ansprechpartner für die Premium-Sponsoren des Klubs fungieren, so der (Noch-)Vorsitzende. Am Montag, 5. Mai, treffen sich die Mitglieder des TuS Holzheim zur turnusmäßigen Jahreshauptversamm-lung des Vereins. Dann soll die Nachfolge Dittmars geklärt werden. Als Kandidat gilt der bisherige 2. Vorsitzende Achim Wagner.

    Neben Geschäftsführer Axel Siebert will auch der langjährige Abteilungsleiter Alois Friedrich deutlich kürzer treten. "Der Zahn der Zeit nagt auch an mir", erklärte der zu seiner aktiven Zeit am Kreis spielende Friedrich, der in diesem Jahr sein 60. Lebensjahr vollenden wird. "Die vielfältigen Aufgaben im Verein müssen auf mehrere Schultern verteilt werden. Ich bin bereit ein größeres Team auch weiterhin tatkräftig zu unterstützen, aber eben nicht mehr in vorderster Front."

    Riesengroßes Aufgabengebiet

    Friedrich will sein bisheriges riesengroßes Aufgabengebiet in fünf Teilbereiche aufgliedern. "Ich würde meine Erfahrungen gerne im Schiedsrichter-Wesen einbringen", so Friedrich, der die nicht kleiner werdenden Schwierigkeiten betont, das geforderte Soll von immerhin zwölf Spielleitern zu erfüllen. "Außerdem wäre es für uns als in hohen Klassen vertretener Verein sehr wichtig, auch mal wieder ein aktives Schiri-Gespann auf diese Ebene zu entsenden. Das würde viele Dinge ungemein erleichtern."

    Für die Zusammenarbeit mit dem hessischen Verband hat der frühere Torwart Burkhard Reusch Interesse angemeldet, sich um die Angelegenheiten des TuS Holzheim zu kümmern. Die Dinge im Bereich "Bezirk Wiesbaden" sollen von Peter Schneider und einem weiteren Mitarbeiter geregelt werden, der noch nicht namentlich feststeht. Friedrich: "Da müssen noch Gespräche geführt werden."

    Gleiches gilt für die Ressorts "Kommunikation mit der Verbandsgemeinde" zwecks Hallenbelegung und Kooperation mit den Hallenwarten sowie vereinsinterne Dinge wie Kostenaufstellungen der einzelnen Mannschaften, Vorstandssitzungen und Jahreshauptversammlungen. "Mit Manfred Linke haben wir jemanden gefunden, der sich bereit erklärt hat, Verwaltungsaufgaben zu übernehmen", sieht Friedrich auch hier etwas Licht am Ende des langen Tunnels.

    Ulrich Dittmar appelliert in diesem Kontext auch eindringlich an frühere Spieler des TuS Holzheim, sich stärker in die Vereinsarbeit einzubringen und ehrenamtlich zu engagieren. "Nur so ist es auch in Zukunft möglich, einen Spielbetrieb auf dem seit vielen Jahren aktuellen Niveau weiter gewährleisten zu können."

    Unterdessen kämpft die Erste Mannschaft der Ardecker um den Verbleib in der Oberliga. Die Rot-Weißen sind vor allem wegen Verletzungen von Leistungsträgern in eine fatale Abwärtsspirale geraten. Die bisherige Rückrundenbilanz von 1:19 Punkten hat die Mannschaft von Trainer Heiko Ohl abstürzen lassen. Nach derzeitigem Stand bliebe der TuS in der vierthöchsten Spielklasse. Sollte er am kommenden Sonntag ab 17 Uhr die Trendwende schaffen und das Gastspiel beim zwei Zähler weniger aufweisenden Aufsteiger HSG Baunatal zu seinen Gunsten entscheiden, wäre der zwölfte Rang schon fix und der Klassenverbleib so gut wie geschafft. Denn der Drittletzte muss nur dann die oberste Liga des Verbandes in Richtung Landesliga verlassen, wenn ein hessischer Drittligist absteigen muss. Danach sieht es jedoch vier Spieltage vor Saisonende nicht aus. Der TV Groß-Umstadt weist als einziger noch infrage kommender Verein fünf Zähler Vorsprung auf den HC Aschersleben auf, der in Liga 3 den ersten der drei Abstiegsplätze belegt.

    Wichtiger direkter Vergleich

    Da der TuS Holzheim vor eigenem Publikum sein Heimspiel gegen die Baunataler im Herbst mit 35:30 zu seinen Gunsten entschieden hatte, käme bei einer Niederlage mit weniger als fünf Toren Unterschied in Baunatal im Falle einer Punktgleichheit am Ende der Saison der dann bessere direkte Vergleich zum Tragen. Verlieren die Rheinland-Pfälzer vor den Toren Kassels aber mit mehr als fünf Treffern Differenz, müssen sie aus den abschließenden beiden noch ausstehenden Begegnungen mehr Punkte als der unmittelbare Mitkonkurrent holen. So viel zur derzeitigen äußerst prekären sportlichen Lage. Mannschaft sowie Trainer- und Betreuerstab der Holzheimer sind gefragt. Mindestens genauso wichtig ist derzeit jedoch auch die Besetzung der Mannschaft hinter der Mannschaft. Sonst droht dem Flaggschiff der heimischen Sportszene eine ungewisse Zukunft...

    Von unserem Redakteur

    Stefan Nink

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