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    Trotz Wintermärchen: Aue-Kicker bleiben am Boden

    Geht die Serie weiter, spielt der FC Erzgebirge Aue in der kommenden Saison in der Fußball-Bundesliga. Denn die letzten sechs Zweitliga-Herbstmeister schafften anschließend auch den Sprung nach ganz oben.

    Herbstmeister
    Aues Spieler lassen sich nach der Herbstmeisterschaft von den Fans feiern.

    Aber das Wort Aufstieg ist tabu bei den Sachsen, die sich durch das 3:1 gegen den FSV Frankfurt mit Verspätung den inoffiziellen Halbzeit-Meistertitel sicherten. «Wir haben immer noch das Ziel, 40 Punkte zu erreichen und nicht abzusteigen», sagte Coach Rico Schmitt betont bescheiden. Zudem heißt die Realität nach zuvor zwei Niederlagen derzeit Platz vier, allerdings punktgleich hinter dem FC Augsburg und dem VfL Bochum. Spitzenreiter Hertha BSC thront fünf Punkte vor den Verfolgern.

    Doch ganz kalt ließ Schmitt, der die «Veilchen» mit seiner akribischen und sachlichen Arbeit schon zu 37 Punkten führte, der Blick zurück auf die Hinrunde nicht. «Es ist ein Erfolg mehr auf unserer Jagd nach Rekorden in dieser Saison. Der Titel ist eine Sensation», sagte der 42-Jährige.

    Dennoch ist Schmitt nicht blauäugig. Vor einigen Wochen ließ er durchblicken, dass die rasante Entwicklung zu schnell für den Verein sei, um in struktureller Hinsicht mithalten zu können. Ein möglicher Erstliga-Aufstieg wäre in der strukturschwachen Region wohl auch finanziell nur schwer zu stemmen.

    Die Clubführung will den «Macher des Erfolgs» weiter an sich binden. Dass die angekündigte Vertragsverlängerung noch auf sich warten lässt, habe angeblich nur Zeitgründe. Man sei sich im Groben einig, seine Unterschrift unter einen neuen Kontrakt will Schmitt in den kommenden neun Tagen setzen. «Durch die vielen Nachholspiele blieb nicht genug Ruhe, um sich ausreichend über alles zu verständigen. Wir wollen das Premiumprodukt erste Mannschaft weiter vorantreiben, doch auch das ganze Ressort Sport», sagte Schmitt.

    Mit seiner Mannschaft will der Coach beim Pokal-Halbfinalisten und unmittelbaren Verfolger MSV Duisburg am Sonntag die magische 40-Punkte-Grenze knacken. Damit wäre das Ziel Nichtabstieg erreicht - und nach oben alles offen.

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