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    Sieg im Schlüsselspiel: Bayer winkt Achtelfinale

    Eine wundersame Wende hat Bayer Leverkusen dem Achtelfinale der Champions League einen großen Schritt näher gebracht. Mit dem 2:1 (0:1) gegen den FC Valencia gewann der Vizemeister das erste von zwei Schlüsselspielen gegen den wohl größten Konkurrenten um das Weiterkommen.

    Matchwinner
    Leverkusens Sidney Sam erzielte den Treffer zum 2:1 gegen Valencia.
    Foto: Rolf Vennenbernd. - DPA

    Ausgleich
    Torschütze André Schürrle (r) klatscht sich nach dem 1:1 mit Bayer-Coach Robin Dutt ab.
    Foto: Rolf Vennenbernd. - DPA

    Ein Doppelschlag von André Schürrle (52.) und Sidney Sam (56.) sorgte nach einer miserablen ersten Hälfte und dem Rückstand durch Jonas (24.) noch für den zweiten Bayer-Erfolg in der Gruppenphase. Zudem gelang im achten Anlauf wieder ein Sieg über ein spanisches Team. «Die Mannschaft hat ab der 35. Minute eine Höchstleistung gebracht. Wir haben eine tolle Reaktion gezeigt», sagte Dutt.

    Zweikampf
    Leverkusens André Schürrle (M) versucht Valencias Victor Ruiz (l) den ball abzunehmen.
    Foto: Rolf Vennenbernd. - DPA

    Sam stürmte nach seinem Siegtor zu Dutt und umarmte den Coach, seine Kollegen folgten. «Ich verstehe mich gut mit ihm, er hat es verdient», sagte der Angreifer. Torhüter Bernd Leno fügte hinzu: «Da hat man gesehen, dass die Mannschaft zum Trainer steht.» Der Coach meinte dazu: «Natürlich ist es angenehm, wenn wir uns zusammen freuen, aber speziell freue ich mich für die Mannschaft. Ich habe sie immer in Schutz genommen, heute hat es sie zurückgezahlt.»

    Emotionen
    Leverkusens Coach Robin Dutt feuert seine Spieler an.
    Foto: Rolf Vennenbernd. - DPA

    Dutt hatte auf der zentralen offensiven Mittelfeldposition Michael Ballack aufgeboten. Die Erfahrung gab den Ausschlag für den 35-Jährigen in dessen 90. Champions-League-Spiel. «Es war ein hartes Stück Arbeit. Man muss der Mannschaft ein Riesenkompliment machen, wie sie sich reingebissen hat. Wir haben Glück gehabt, dass wir nur 1:0 hinten gelegen haben», sagte der zuletzt schweigsame Ballack.

    Führung
    Valencias Jonas (r) erzielte gegen Leverkusen den ersten Treffer der Partie.
    Foto: Federico Gambarini. - DPA

    Die Gastgeber fanden vor 26 384 Zuschauern überhaupt nicht in die Partie. Der Tabellen-Fünfte der Primera Division stürzte das Werksteam von einer Verlegenheit in die andere. Leverkusen verbuchte in der ersten Viertelstunde nur 30 Prozent Ballbesitz. Pfiffe der Fans und viele Fehlpässe waren die Folge der riesigen Verunsicherung.

    Großes Glück hatte Bayer, als Torjäger Roberto Soldado nach einem abgefälschten Schuss völlig frei stehend nur den Pfosten traf (20.). Besser machte es dann der Brasilianer Jonas. Stefan Reinartz bediente bei einer Abwehraktion unfreiwillig Soldado, dessen Zuspiel Jonas zur überfälligen Führung ins Netz drückte. Es war das 100. Gegentor in Bayers Champions-League-Historie. Die wehrlos wirkenden Hausherren waren mit diesem Rückstand noch gut bedient. Soldado köpfte nach Flanke von Hernandez drüber (29.), dann rettete Schlussmann Leno binnen weniger Sekunden gegen Jonas und Hernandez (31.).

    Die bis dahin desolaten Leverkusener meldeten sich erst in der 39. Minute in der Offensive. Schürrles Volleyschuss aus 25 Metern bugsierte Torhüter Diego Alves über den Balken. Nach der folgenden Ecke lenkte Alves einen Kopfball von Ballack gegen das Bein von Kießling, von dort sprang die Kugel knapp neben das Tor.

    «Es war natürlich schwer. Wir haben uns hinten dreindrängen lassen. Wir haben uns gesagt, dass wir in der zweiten Halbzeit draufgehen wollen», sagte Sam. Wie verwandelt kehrten die Rheinländer aus der Kabine zurück und stellten die Partie binnen vier Minuten auf den Kopf. Eine Flanke von Michal Kadlec verwertete Schürrle per Direktabnahme von der Strafraumgrenze zum Ausgleich, dann schlenzte Sam den Ball nach Steilpass von Ballack herrlich ins lange Eck.

    Die Gäste wirkten geschockt, verstärkten dann aber wieder ihre Bemühungen. Leno verhinderte gegen Soldado mit einem Blitzreflex den Ausgleich (73.). In der Schlussphase hatte Bayer noch Konterchancen, musste aber bis zum erlösenden Abpfiff zittern.

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