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    Mainz mit höchstem Saisonsieg: 5:0 gegen Paderborn

    Der FSV Mainz 05 hat sich mit einem Kantersieg allen Frust nach neun Ligaspielen ohne Sieg und dem Abrutschen in die bedrohte Zone der Fußball-Bundesliga von der Seele geschossen. Mit 5:0 (1:0) fertigten die Rheinhessen den SC Paderborn ab und überholten den Aufsteiger in der Tabelle.

    1. FSV Mainz 05 - SC Paderborn 07
    Yunus Malli (unten) erzielte zwei Treffer für die Mainzer gegen Paderborn.
    Foto: Fredrik von Erichsen - DPA

    «Wir hatten lange nicht mehr das Gefühl eines Sieges. Die Mannschaft hat ihr Potenzial gezeigt. Ich freue mich für die Spieler», sagte 05-Trainer Kasper Hjulmand. Besonders gefielen ihm die fünf Treffer von vier verschiedenen Torschützen zum höchsten Saisonerfolg und dem ersten Dreier nach neun Ligapartien.

    «Das Spiel war eine kleine Befreiung», konstatierte Manager Christian Heidel, der im zweiten Akt der englischen Woche am Dienstag bei Hannover 96 eine ähnlich couragierte Leistung erwartet.

    «Wir müssen die Köpfe hochnehmen und dürfen nicht wieder derart naiv auftreten», meinte hingegen Paderborns Trainer André Breitenreiter nach der höchsten Niederlage in der kurzen Bundesliga-Historie. Am Mittwoch im Heimspiel gegen den Hamburger SV soll seine Mannschaft «wieder ihr Bestes» abliefern.

    Knackpunkt war für den ehemaligen Profi das schnelle 2:0 (46. Minute) der Mainzer nach der Pause durch Yunus Malli, der bereits für das 1:0 (6.) gesorgt hatte. «In der Bundesliga wird fahrlässiges Defensivverhalten gnadenlos bestraft», erklärte Breitenreiter, der Stammspieler wie Elias Kachunga und Daniel Brückner aus disziplinarischen Gründen nicht im Kader hatte.

    «Spiele dieser Qualität haben wir schon öfter gemacht, aber eben nicht die Tore erzielte», sagte Johannes Geis. Nach dem ersten Doppelpack von Malli setzten vor 27 114 Zuschauern der starke Pablo De Blasis (69.), der eingewechselte Sami Allagui (82.) und Johannes Geis (87., Foulelfmeter) die weiteren Highlights. Shinj Okazaki wurde gar nicht als Torjäger gebraucht. Nach seiner gerade ausgeheilten Oberschenkelblessur fehlte dem Japaner die Spritzigkeit.

    Mit viel Schwung gingen die Mainzer die Mission Klassenverbleib an. In Pierre Bengtsson und Christian Clemens beorderte Trainer Kasper Hjulmand zwei Winterzugänge in die Startelf. Der neue Elan zahlte sich früh aus, als Malli nach gelungener Vorarbeit von Daniel Brosinski und dem agilen De Blasis die Führung erzielte. Paderborn kam in der ersten Phase der Partie nicht über gute Ansätze hinaus.

    Die Mainzer versäumten es einmal mehr, aus den vielen guten Chancen weiter Kapital zu schlagen. Stefan Bell (23.), Clemens (26., 42.) und Bengtsson (43.) vergaben beste Möglichkeiten. Ohne Chance blieb Shinji Okazaki, der rechtzeitig eine Oberschenkelblessur auskuriert hatte. Als die 05er zwischen der 30. und 40. Minute ein Auszeit nahmen, kam auch der Aufsteiger aus Ostwestfalen zu Chancen. Lukas Rupp verstolperte aussichtsreich im Strafraum (30.), sieben Minuten später zimmerte der ehemalige Gladbacher den Ball an die Latte (37.).

    Die Nachlässigkeiten vor dem gegnerischen Tor bügelte Malli nur 47 Sekunden nach Wiederanpfiff aus. Nach einem weiten Pass von Geis entwischte der 22-Jährige seinem Bewacher Christian Strohdiek und ließ Torwart Lukas Kruse keine Chance. Strohdiek musste prompt seinen Platz für den ehemaligen Mainzer Mario Vrancic räumen. Kurz danach wechselte SCP-Trainer André Breitenreiter auch den gerade vom Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern verpflichteten Srdjan Lakic ein. «Er muss sich noch an uns gewöhnen. Wir wissen um seine Qualität», meinte Breitenreiter.

    Spieldaten:

    Ballbesitz in %: 52 - 48

    Torschüsse: 21 - 10

    gew. Zweikämpfe in %: 49 - 51

    Fouls: 14 - 17

    Ecken: 9 - 4

    Quelle: optasports.com

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