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    Gelsenkirchen

    Magaths Strategie-Wechsel: «Wollen Meister werden»

    Die Fans in Feierlaune, der Cheftrainer angriffslustig - im Saisonfinale hat sich Felix Magath zu einem Strategie-Wechsel entschlossen und im Titelduell mit Bayern München jede verbale Zurückhaltung abgelegt.

    Erfolgsgarantie
    Schalkes Trainergespann mit Bernd Hollerbach (l-r), Felix Magath und Seppo Eichkorn jubelt nach Spielende.

    «Ich glaube aufgrund der Zusatz-Belastung der Bayern in der Champions League nicht, dass sie alle Bundesliga-Spiele gewinnen», stichelte der Trainer des FC Schalke 04 und verkündete nach dem 3:1 (2:1) gegen Borussia Mönchengladbach erstmals demonstrativ und offensiv die eigenen Ambitionen: «Klar ist der Titel das Ziel. Wir haben gute Chancen, mit drei Siegen deutscher Meister zu werden.»

    Zwar konnten sich die «Knappen» nur drei Stunden über die Tabellenführung freuen, weil die Bayern mit dem 7:0 gegen Hannover wieder an die Spitze stürmten. Doch für Magath ist der Zwei-Punkte-Rückstand kein Grund, den wochenlang kultivierten Kurs des Understatements, mit dem er seinem jungen Team die Meisterreife abgesprochen hatte, weiterzufahren. Das Zauberwort heißt nun Attacke. Die eigene Situation sei «günstig», betonte der Coach, «weil sich der FC Bayern im Endspurt auf jeden Fall auf die Champions-League-Spiele gegen Lyon konzentrieren wird.»

    Einmal in Fahrt, nahm Magath gleich das Borussen-Team als kommenden Bayern-Gegner in die Pflicht und überrumpelte damit den neben ihm sitzenden Trainer Michael Frontzeck. «Ich traue den Gladbachern durchaus etwas gegen die Bayern zu, so stark wie sie hier in der ersten Halbzeit aufgetreten sind», meinte Magath, dem nicht anderes bleibt, als auf einen Fehltritt des Rekordmeisters zu hoffen. «Sie wollen ins Champions-League-Finale. Das ist für die Spieler wichtiger als eine Bundesliga-Partie in Mönchengladbach.»

    Die Borussen, die nunmehr seit fast 18 Jahren auf Schalke ohne Sieg sind, haderten nach Toren der überragenden Ivan Raktic (8./47., Foulelfmeter) und Jefferson Farfan (45.) sowie dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Raul Bobadilla (16.) mit Schiedsrichter Deniz Aytekin. Er habe vor dem 2:1 durch Farfan gleich zwei Fouls von Kevin Kuranyi an Roel Brouwers nicht geahndet. Filip Daems war «stinksauer», Sportchef Max Eberl monierte die «Fehlentscheidungen», und Vizepräsident Rainer Bonhof war kaum zu beruhigen. «Das muss der Schiedsrichter stehen. Dafür ist er auf dem Platz. Er hat uns klar benachteiligt.»

    Rakitic, der den Sieg mit einem 25-Meter-Knaller in den Winkel eingeleitete, nahm Magaths Kampfansage auf: «Wenn der Chef das so sagt, wird es wohl stimmen. Unser Ziel ist es, die letzten Spiele zu gewinnen. Wenn wir das schaffen, werden wir sehen, was am Ende herauskommt. Wichtig war, nach den Niederlagen gegen Bayern und Hannover in die Erfolgsspur zurückzukommen», sagte der Kroate, der angesichts des gewachsenen Vorsprungs auf die Verfolger als primäres Ziel aber die Absicherung des Champions-League-Platzes nannte. Kevin Kuranyi, der weiter auf sein Nationalmannschafts-Comeback hofft, gelang zwar kein Tor, bot aber wieder eine starke Leistung. Mit Blick auf den Titel gab er sich zurückhaltend: «Es war ein wichtiger Sieg. Wir sind gut und konzentriert aufgetreten und müssen so weitmachen.»

    Diskussionsstoff lieferte erneut Manuel Neuer. Wie schon beim 2:4 in Hannover sorgte der Nationaltorwart auch beim 1:1 von Bobadilla mit einem unnötigen und erfolglosen Ausflug für Aufsehen. Magath nahm seinen Keeper trotz dessen risikoreicher Spielweise in Schutz. «Es ist nicht so schlimm, wenn er mal einen Fehler macht. Er hat dann wieder stark gehalten und das Spiel mit gewonnen.»

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