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    Gelsenkirchen

    Magath spricht nach 3:1 gegen Gladbach vom Titel

    Der FC Schalke 04 lässt im Titelzweikampf mit Bayern München nicht locker. Mit dem 3:1 (2:1)-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach übernahm die Mannschaft von Trainer Felix Magath immerhin für drei Stunden wieder die Tabellenspitze in der Fußball-Bundesliga vor dem Rekordmeister.

    FC Schalke 04 - Borussia Mönchengladabch
    Schalkes Farfan (r) überwindet den Mönchengladbacher Torhüter Bailly zum 2:1.

    Am Abend ließen dann die Münchner Hannover 96 beim 7:0 (3:0) keine Chance ließ. Selbst Magath gab seine Zurückhaltung auf und sprach überraschend offensiv vom Gewinn der Meisterschaft. «Ich glaube, dass wir gute Chancen haben, deutscher Meister zu werden. Denn ich glaube aufgrund der Belastung der Bayern in der Champions League nicht, dass sie alle Spiele gewinnen», betonte der 56-jährige Schalker Coach.

    Der überragende Rakitic mit seinen Saisontoren sechs und sieben (8./47./Foulelfmeter) und Jefferson Farfàn (45.) versetzten die Schalke-Fans in der Arena drei Spieltage vor dem Saisonende in Feierlaune. Raul Bobadilla (16.) hatte für den zwischenzeitlichen Ausgleich des Niederrhein-Clubs gesorgt, der nunmehr seit fast 18 Jahren auf einen Sieg auf Schalke wartet. Borussen-Trainer Michael Frontzeck war trotz des neunten Auswärtsspiels nacheinander ohne Sieg nicht unzufrieden. «Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt und Schalke phasenweise unter Druck gesetzt», sagte Frontzeck.

    «Die Fans haben den Sieg erwartet, nachdem wir zwei Spiele verloren hatten. Es war ein wichtiger Erfolg, so soll es weitergehen», sagte der von vielen Clubs umworbene Schalker Torjäger Kevin Kuranyi, der selbst diesmal leer ausging und weiterhin auf eine Rückkehr ins Nationalteam hofft. «Ich kann nur auf dem Platz meine Leistung bringen. Die Entscheidung liegt beim Bundestrainer.»

    Bei Schalke rückten nach dem 2:4 in Hannover Rafinha, Edu und der zuletzt gesperrte Marcelo Bordon wieder in die Startelf. Frontzeck vertraute dem zuletzt gegen Frankfurt erfolgreichen Team. Die Gäste hatten in der 5. Minute die erste gute Möglichkeit, doch Marco Reus schob den Ball frei vor Schalkes Keeper Manuel Neuer am langen Pfosten vorbei.

    Danach übernahm Schalke mehr Initiative. Der verdiente Lohn war das 1:0 durch Rakitic, der nach feinem Rückpass von Farfán mit einem satten Distanzschuss aus rund 25 Metern Torhüter Logan Bailly keine Chance ließ. Ein unmotivierter Ausflug von Neuer ermöglichte den Gästen aber den schnellen Ausgleich. Bobadilla legte sich den Ball mit einem gewonnenen Kopfballduell gegen Rafinha und Benedikt Höwedes selbst vor und umspielte auch den herausstürzenden Neuer an der rechten Strafraumgrenze. Zwar beklagte sich der Nationaltorhüter über eine angebliche Behinderung, doch wie schon bei zwei Gegentoren in Hannover machte er keine glückliche Figur.

    Als sich die Zuschauer bereits mit einem Remis zur Pause abgefunden hatten, schlug Schalke doch noch zu. Einen Kopfball von Kuranyi Sekunden nach einer Ecke von Rakitic konnte Bailly zunächst reaktionsschnell parieren, doch dann war der starke Peruaner Farfán zur Stelle und staubte zur 2:1-Führung ab.

    Der zur 2. Halbzeit eingewechselte Winter-Zugang Mario Gavranovic war in seinem ersten Bundesliga-Einsatz nur zwei Minuten auf dem Feld, da wurde er von Dante im Strafraum von den Beinen geholt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Rakitic sicher zum vorentscheidenden 3:1. In der Schlussphase kontrollierte Schalke mehr und mehr das Geschehen und hätte durch Kuranyi (83.) beinahe noch das vierte Tor erzielt. Doch der Angreifer traf aus spitzem Winkel nur den Pfosten.

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