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    München

    Kleiner Dämpfer für Spitzenreiter Braunschweig

    Erster kleiner Dämpfer für Eintracht Braunschweig: Der Tabellenführer kam bei 1860 München nur zu einem 1:1 (1:0) und verpasste damit in der 2. Fußball-Bundesliga den sechsten Sieg im sechsten Spiel. Braunschweig bleibt aber an der Tabellenspitze.

    Eintracht-Coach
    Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht kam mit seinem Team nur zu einem 1:1 gegen 1860 München.
    Foto: Christian Charisius - DPA

    Für Bundesliga-Absteiger Köln wird die Lage im verrückten Unterhaus dagegen immer ernster: Nach dem 1:2 bei Union Berlin stehen die «Geißböcke» sogar auf einem Abstiegsrang. Eine Punkteteilung gab es beim 1:1 im Absteiger-Duell zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und Hertha BSC.

    Auch 44 Jahre nach dem letzten Sieg bei 1860 München konnte Braunschweig nicht bei den «Löwen» gewinnen. Dominick Kumbela brachte die Gäste per Kopf in Front (20. Minute). Necat Aygün (59.) erzielte den Ausgleich. Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht war aber dennoch zufrieden: «Wir können ganz gut mit den Unentschieden leben.» Von Aufstieg will der Coach ohnehin nichts wissen. «Für uns ist das Nullkommanull ein Thema.» Die Tabelle spricht eine andere Sprache: Vier Punkte liegt Braunschweig vor Lautern, fünf vor Hertha BSC.

    Erster Verfolger der Eintracht bleibt Energie Cottbus, doch Trainer Rudi Bommer war nach dem 1:0-Zittersieg bei Neuling Jahn Regensburg bedient. «Ich kann mich nicht über die drei Punkte freuen.» Völlig fertig war Jahn-Keeper Michael Hofmann, der den Gästen mit seinem Aussetzer bei einem harmlosen Schuss von Energie-Profi Dennis Sörensen praktisch den Sieg schenkte. «Das ist peinlich», schluchzte der fast 40 Jahre alte Routinier - und konstatierte: «Ich darf keine Fehler machen.»

    Weiter ungeschlagen ist der FSV Frankfurt, der mit dem 2:1 gegen den FC St. Pauli den 100. Zweitliga-Heimsieg feierte und Platz drei festigte. «Im Augenblick stehen wir auf der Sonnenseite», freute sich Sport-Geschäftsführer Uwe Stöver. Überbewerten will den starken Saisonstart aber niemand: «Wir schauen ein bisschen nach oben, aber ganz viel nach unten», betonte Kapitän Björn Schlicke. Gäste-Coach André Schubert blieb trotz der Pleite gelassen. «Wir wollen die Saison noch nicht abhaken. Wir haben ja erst den sechsten Spieltag.»

    Erst hinter den drei Überraschungsteams folgen die vermeintlichen Top-Favoriten Lautern und Hertha. Beide Teams büßten durch das 1:1 im Absteiger-Duell Punkte ein. Mohamadou Idrissou brachte die Pfälzer per Foulelfmeter in Front (66.), Ronny glich aus (69.). «Das war nie und nimmer ein Elfmeter», klagte Hertha-Coach Jos Luhukay. «Aufgrund der Möglichkeiten hätten wir gewinnen können, wenn nicht müssen.»

    Kein Sieg, nur zwei Punkte - heftig erwischt es weiter Absteiger 1. FC Köln. Bei Union Berlin unterlagen die «Geißböcke» mit 1:2 und stehen nun auf einem Abstiegsrang. «Wir haben verdient verloren. Wir haben die Grundtugenden des Fußballs vermissen lassen», klagte Coach Holger Stanislawski. FC-Präsident Werner Spinner ist sich - noch - sicher: «Wir werden auf keinen Fall in den Abstiegskampf geraten.»

    Den ersten Zähler holte Schlusslicht MSV Duisburg beim 0:0 gegen den VfL Bochum. «Man muss zufrieden sein, wenn man endlich den ersten Punkt holt», sagte MSV-Coach Kosta Runjaic. Weiter auf dem Vormarsch ist der FC Ingolstadt: Caiuby sicherte den Gästen mit seinem Tor (60.) zum 1:0 (0:0) bei Dynamo Dresden den dritten Sieg in Serie.

    2. Fußball-Bundesliga

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