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Brügge

Keine Feier, kein Bier: 96 muss nach Sieg zum BVB

dpa

Feiern und ein belgisches Bier auf den größten europäischen Erfolg trinken? «Nein», sagte Hannover-96-Keeper Ron-Robert Zieler in den engen Katakomben des Brügger Jan-Breydel-Stadions: «Am Sonntag ist ja schon wieder Dortmund.»

Gute Laune
Abklatschen ja, lange Feiern nein: Ron-Robert Zieler (l) jubelt mit Manuel Schmiedebach.
Foto: Federico Gambarini – DPA

Und selbstbewusst lächelnd schob der Nationaltorwart hinterher: «Da wollen wir auch punkten.» Der Jubel nach dem souveränen Einzug ins Achtelfinale durch einen 1:0-Sieg beim FC Brügge fiel bei den Hannoveranern eher gemäßigt aus. Nach der Energie-Leistung auf dem matschigen, braunen Rasen von Brügge waren die meisten Spieler zu erschöpft – oder in Gedanken bereits beim Gastspiel bei Borussia Dortmund. Die mitgereisten Fans feierten indes später ausgiebig in der mittelalterlichen Innenstadt, während die 96-Profis noch in der Nacht mit einem Charterflieger von Ostende nach Hannover reisten.

«Es gibt natürlich nichts zu trinken», sagte Trainer Mirko Slomka. «Alkohol ist kein guter Ratgeber.» Für die international unerfahrenen Hannoveraner ist der Einzug in die Runde der besten 16 Teams der größte europäische Erfolg der Clubgeschichte, aber sie haben noch lange nicht genug – weder bei ihrem beeindruckenden Zug durch die Europa League noch in der Bundesliga.

Seit insgesamt elf Spielen ist 96 nun ungeschlagen, steckt die Doppelbelastung viel besser weg, als die Verantwortlichen selber gedacht haben. «Wir fahren auch nach Dortmund mit einer Chance», sagte Slomka. «Wir haben lange nicht mehr verloren.» Und seine Mannschaft ist jene, die in der Liga zuletzt gegen den deutschen Meister gewonnen hat. In der Hinrunde gab es am 18. September ein 2:1 gegen die Dortmunder.

In knapp zwei Wochen treffen die Europa-League-Neulinge im Achtelfinale nun kurioserweise auf einen alten Bekannten: Standard Lüttich. Gegen die Wallonen kassierten die Hannoveraner bei insgesamt schon zehn Spielen die einzige Niederlage im Wettbewerb. «Lüttich kennen wir ja, da haben wir noch etwas gut zu machen», kommentierte Sportdirektor Jörg Schmadtke.

«Das wird ein brutal schweres Spiel, das wissen wir aus der Gruppenphase», sagte Slomka, der im Hinspiel am 8. März auf den gelb-gesperrten Jan Schlaudraff verzichten muss. Im Gegensatz zum 0:2 im Herbst 2011 hat der Coach aber nun einen weiteren ungemein durchsetzungsstarken Stürmer im Kader: Mame Diouf, der in Brügge auch den Siegtreffer erzielte. Der erst im Januar von Manchester United geholte Angreifer wird mit jedem Spiel besser und war in Brügge neben Zieler der beste Spieler.

«Es ist ein großartiges Gefühl», sagte Diouf: «Es ist toll, eine Runde weiter zu sein.» Überrascht war der Stürmer aus dem Senegal nur über den nächsten Gegner, den er nicht kannte. Verwundert sagte er: «Wirklich? Wir spielen gegen ein anderes belgisches Team?»

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