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Merk kritisiert Schiri-Reform: Aktionismus

Osnabrück (dpa) – Der frühere Fußball-Referee Markus Merk hat die angestrebten Reformen im Schiedsrichterwesen als «Aktionismus» kritisiert. Der dreimalige Welt-Schiedsrichter des Jahres verwies auf das gute Standing, dass Deutschland als Schiedsrichter-Nation Nummer 1 habe.

Fachmann
Markus Merk beruhigt bei einem Spiel mit beschwichtigenden Gesten die Situation.

Kein anderes Land könne diese Anzahl an Unparteiischen aufbieten. «Punktgenau hat man sich seitens des DFB damit gerühmt, doch das war gestern. Jetzt soll alles reformiert werden. Das wird den handelnden Personen nicht gerecht, die über Jahre diese Leistung und das Ansehen etabliert haben. Man muss fragen: Ist das fair?», erklärte Merk in der «Neuen Osnabrücker Zeitung».

Der 48-Jährige hatte 2008 seine Bundesliga-Karriere nach 339 Einsätzen beendet. Merk forderte eine umfassende Betreuung der jungen Schiedsrichter. «Das sind Leistungssportler, die in ihrer Funktion stark, autoritär, souverän und unantastbar wirken. Doch es sind oft fragile Typen, die auf Dauer ohne ein starkes Umfeld nur schwer der Gesamtbelastung stand halten. Junge Schiedsrichter brauchen Vertrauenspersonen und Führung, doch das können unmöglich die Menschen sein, die auch über ihren Auf- und Abstieg entscheiden», sagte der Pfälzer.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will als Folge der Amerell/Kempter-Affäre die Zuständigkeiten im Schiedsrichterbereich am 9. April auf einem außerordentlichen Bundestag neu ordnen. Ein unter der Leitung des ehemaligen FIFA-Referees Herbert Fandel ausgearbeitetes Reformmodell soll mehr Transparenz im Beobachtungs- und Bewertungssystem gewährleisten. «Wer definiert Transparenz? Wie öffentlich müssen Entscheidungen werden? Wer darf mitreden? Heißt es nach "Deutschland sucht den Superstar" bald "Deutschland sucht den Top-Schiedsrichter?», merkte Merk kritisch an.

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