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Rostock

FC Hansa: Härterer Kurs gegen Randalierer

Nach den schweren Ausschreitungen am Wochenende in Düsseldorf hat Fußball-Zweitligist Hansa Rostock einen radikalen Kurswechsel im Umgang mit den eigenen Fans angekündigt.

«Wir haben immer auf Kommunikation gesetzt, das ist jetzt vorbei», sagte Vorstandschef Jörg Hempel auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz des Vereins. Gleichzeitig entschuldigte er sich bei der Fortuna, der Stadt Düsseldorf sowie bei den Polizisten und Kameraleuten, die bei den Randalen vor und während des Spiels verletzt worden waren.

«Die negative Ausstrahlung des FC Hansa Rostock hat in Düsseldorf einen traurigen Höhepunkt erlebt», sagte Hempel. Die Randalierer seien keine Hansa-Fans, vielmehr handle es sich um «kriminelle Subjekte, die uns als Plattform benutzen», meinte der Vorstandschef. Er forderte: «Wir müssen diesen Verbrechern konsequent in den Arm fallen.» Der stellvertretende Vorsitzende des Hansa-Aufsichtsrats, Torsten Völker, versprach, «alles zu tun, damit jetzt Ruhe in den Verein einzieht».

Dem Vorstandchef ist allerdings auch bewusst, dass «es allein mit der Keule nicht geht». Die in der Vergangenheit nicht immer störungsfreie Zusammenarbeit des Vereins mit der Polizei – «sie wird ein richtiges Maß finden», gab sich Hempel überzeugt – müsse auf eine neue, von Vertrauen geprägte Basis gestellt werden. Überdies sei zu überlegen, wie man sich mit anderen Vereinen, die die Fan-Problematik besser im Griff haben, austauschen kann. Gespräche mit den «Tätern von Düsseldorf» werde es dagegen nicht mehr geben. Vielmehr müssten alle Mittel des Rechtsstaates genutzt werden, ihnen das Handwerk zu legen, meinte Hempel. Der Verein stellte Strafanzeige gegen Unbekannt und will somit die Randalierer über das Zivilrecht für die finanziellen Einbußen haftbar machen.

Völker bedauerte, dass sich die Mannschaft in der derzeitigen Situation kaum auf ihren Job konzentrieren könne. Er kündigte an, dass es möglich sei, dass nicht nur das Relegationshinspiel in Ingolstadt ohne Hansa-Fans stattfinden werde. «Wenn die Chaoten nicht in den Griff zu bekommen sind, ist es durchaus möglich, dass wir bei Auswärtsspielen längerfristig auf unser Kartenkontingent verzichten», sagte Völker. Das damit auch wirkliche Anhänger des Vereins betroffen wären, müsse man – zumindest vorübergehend – in Kauf nehmen.

Die vom DFB verhängten Sanktionen – keine Hansa-Fans in Ingolstadt und 35 000 Euro Geldstrafe – hat der FC Hansa noch am selben Tag akzeptiert, so dass das Urteil rechtskräftig ist. Immerhin bleibt den Rostockern damit ein Geisterspiels in der DKB- Arena erspart, wenn im Rückspiel gegen den FC Ingolstadt geht.

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