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Brinkmann freut sich erst mal auf den Ball

Koblenz – Ein bisschen Abwechslung muss sein, um den Alltag nicht allzu trist werden zu lassen, da machen die Profis von TuS Koblenz keine Ausnahme. Und so ging es in den vergangenen Tagen dann auch mal in den Stadtwald statt auf die Wasserwerksrunde. Der Inhalt des Trainings war allerdings der gleiche: laufen, laufen, laufen.

Brinkmann freut sich erst mal auf den Ball
Foto: RZ

Nun sollen die Fußballer nicht zu Mittelstreckenläufern umgeschult werden, aber das artfremde Training ist für Petrik Sander ein unerlässlicher Mosaikstein, um eine erfolgreiche Saison in der Dritten Liga absolvieren zu können. „Das ist keine angenehme Zeit für die Spieler“, weiß der Trainer, „aber es hilft nichts.“

Obwohl der Coach seine Schützlinge in diesen Tagen hart rannimmt, wird die Stimmung als gut, vereinzelt sogar als hervorragend beschrieben. „Es gibt kein Jammern, alle ziehen sehr gut mit“, lobt auch Sander die Arbeitsatmosphäre.

Die vergleichsweise langweiligen Einheiten können Dennis Brinkmann ohnehin nichts anhaben. Der Neuzugang von Eintracht Braunschweig absolviert seine x-te Vorbereitung, mit 100 Zweit- und 58 Drittliga-Partien für die Niedersachsen und Alemannia Aachen hat er mit Abstand die meisten Spiele auf dem Buckel. „Es ist im Moment schon hart“, räumt der 31-Jährige ein, „aber vor uns steht eine lange Saison.“ Brinkmann muss es wissen, denn noch mehr als in der Zweiten Liga sind eine Etage tiefer die Erfolge der ersten Wochen nichts mehr wert, wenn den Teams auf der Zielgeraden die Luft ausgeht. Siehe Jahn Regensburg oder Wacker Burghausen, die furios in die Vorsaison gestartet waren und am Ende froh sein mussten, nicht abzusteigen. Andersherum startete Erzgebirge Aue in der Rückrunde bis hin zum Zweitliga-Aufstieg durch.

Deutet man die Worte von Brinkmann richtig, will er mit der TuS die Gratwanderung meistern und sich mit dem Klub irgendwo im Mittelfeld der Tabelle einfinden: „Es geht darum, dass wir uns schnell finden und in Mannschaft und Verein die Ruhe bewahren.“ Eine realistische Einschätzung der Dinge angesichts des massiven Umbruchs und der radikalen Verjüngung des Teams. „Das ist ja jetzt fast eine U23-Elf“, schmunzelt der älteste der TuS-Profis. Umso wichtiger wird die Rolle werden, die für den Defensivmann angedacht ist. Mit seiner Routine soll er zum Fixpunkt in der Mannschaft werden, soll die jüngeren Akteure leiten. Zu denen zählt im Übrigen mittlerweile auch Oliver Laux, der aus der U23 in den Profi-Kader befördert wurde. Damit umfasst die Belegschaft nunmehr 19 Feldspieler und 2 Torleute – von denen 13 jünger als 23 Jahre sind. Dagegen wirkt Brinkmann fast schon wie ein Alt-Herren-Spieler, auf dessen Schultern indes viel Verantwortung lasten wird. „Das ist eine tolle Herausforderung“, sagt Brinkmann, der im Test gegen den russischen Erstligisten Tomsk bereits mit der Kapitänsbinde ausgestattet wurde und als Kommandogeber aktiv war.

Sein Arbeitsplatz in Koblenz wird aller Voraussicht nach in der Innenverteidigung liegen – obwohl es dazu noch keine klare Aussage gibt. Und bis zum Saisonauftakt am 24. Juli bleibt ja auch noch ein bisschen Zeit, am Samstag (16 Uhr, in Herschbach) steht zunächst der Test gegen eine Bezirksliga-Auswahl an. „Warten wir es mal ab“, legt sich Brinkmann noch nicht auf eine Position fest. Falls Not am Mann ist, wäre er auch ein Kandidat für den Posten als „Sechser“ im Mittelfeld oder als rechter Verteidiger. Zunächst einmal freut sich Brinkmann ebenso wie die Kollegen über die kleinen Dinge des Lebens: zum Beispiel mal wieder einen Ball am Fuß zu haben.

Sven Sabock

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