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    Abstiegskrimi in 2. Liga: Sextett bangt um Klassenerhalt

    Herzschlagfinale im Abstiegskampf: 1860 München droht der Sturz in die Drittklassigkeit, Bielefeld hofft weiterhin auf den direkten Klassenverbleib.

    Kickers-Coach
    Würzburgs Trainer Bernd Hollerbach gibt noch nicht auf.
    Foto: Nicolas Armer - dpa

    Düsseldorf (dpa). Vier ehemalige Bundesligaclubs und zwei Neulinge schweben in der Abstiegslotterie der 2. Fußball-Bundesliga zwischen Hoffen und Bangen. Ein direkter Absteiger sowie ein Kandidat für den Relegationsplatz werden noch gesucht.

    Die besten Karten im Kampf um den Klassenerhalt haben Fortuna Düsseldorf und Erzgebirge Aue (beide 39 Punkte), die im direkten Duell aufeinandertreffen und sich mit einem Remis aller Sorgen entledigen können. Dennoch warnte Trainer Friedhelm Funkel vor einem Selbstläufer: „Wir sind nach wie vor angespannt und halten die Konzentration hoch. Niemand fühlt sich hier in Sicherheit““, sagte Fortunas Coach vor der Partie gegen die Auer, die sich mit sechs Siegen aus den vergangenen zehn Spielen aus der unmittelbaren Gefahrenzone gearbeitet haben.

    Auch der 1. FC Kaiserslautern (38) kann im ungünstigsten Falle nur noch auf den Relegationsplatz zurückfallen. Ein Punkt im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg könnte reichen, ein Sieg hilft sicher. „Wir brauchen den Schulterschluss mit den Fans noch mal dringend. Das ist eine Situation, an der die Spieler auch charakterlich wachsen können“, befand der im Abstiegskampf erprobte FCK-Trainer Norbert Meier.

    Für die übrigen drei Kandidaten gilt es, den direkten Abstieg zu vermeiden. Derzeit steht Neuling Würzburger Kickers mit 34 Punkten auf Rang 17 am schlechtesten da und hat zudem mit der Partie beim designierten Aufsteiger VfB Stuttgart die schwierigste Aufgabe. „Aufgeben gibt's bei mir nicht“, meinte Trainer Bernd Hollerbach vor der Herkulesaufgabe beim Favoriten. Nur ein Sieg könnte die Würzburger noch retten oder zumindest auf Rang 16 befördern. Allerdings dürfte die unmittelbare Konkurrenz Arminia Bielefeld und 1860 München (beide 36) dann nicht gewinnen. Hollerbachs Motto: „Ich war immer ein Kämpfer.“

    Neben Würzburg hat der Tabellen-16. 1860 München die ungünstigste Ausgangsposition. Im Fernduell mit den punktgleichen Bielefeldern, die bei Dynamo Dresden antreten, und den Verfolgern aus Würzburg könnten die Löwen mit einem Remis direkt absteigen und mit einem Sieg nur auf Rang 16 bleiben. „Natürlich haben wir auch ein Auge auf die Teams der 3. Liga“, sagte Trainer Vitor Pereira, der sich mit der Mannschaft in einem Kurztrainingslager in Bad Wörishofen auf das Spiel beim 1. FC Heidenheim vorbereitet. „Ich bin verantwortlich dafür, dass wir hier unser Leben für den Verein geben. Wer genauso fühlt, ist willkommen im Boot“, meinte der Portugiese.

    Sein Kollege Jeff Saibene von Arminia Bielefeld hat den Saisonhöhepunkt wohl schon hinter sich. Mit dem 6:0-Erfolg gegen Eintracht Braunschweig haben sich die Ostwestfalen auf einen rettenden Platz vorgearbeitet. „Ich kann mich nicht erinnern, dass ich als Trainer mal so etwas erlebt habe. Das war Wahnsinn.“, schwärmte der Coach nach der Gala auf der Alm. Doch Offensivspieler Reinhold Yabo warnte vor zu früher Euphorie: „Wir haben unser Ziel noch nicht erreicht, haben es aber selber in der Hand.“

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