Archivierter Artikel vom 16.02.2020, 15:33 Uhr
Düsseldorf

2. Liga

Bielefeld setzt sich ab – KSC verspielt Sieg

Bielefeld hält mit Volldampf Kurs auf die Bundesliga und profitiert von den Schwächen der Konkurrenz. Hamburg trifft erst spät, Aue verabschiedet sich aus dem Aufstiegsrennen. Die Teams im Tabellenkeller bleiben sieglos.

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Tabellenführer
Tabellenführer Arminia Bielefeld marschiert nach dem Sieg in Fürth weiter Richtung Bundesliga.
Foto: Nicolas Armer/dpa

Düsseldorf (dpa). Nach über einem Jahrzehnt ist Arminia Bielefeld auf bestem Weg zurück in die Fußball-Bundesliga.

Punkt gerettet
Joel Pohjanpalo rettete dem HSV in der Nachspielzeit einen Punkt in Hannover.
Foto: Peter Steffen/dpa

„Ich hoffe, dass es noch lange so läuft wie heute, aber man darf das nie als selbstverständlich nehmen“, sagte Kapitän Fabian Klos, der beim 4:2 (2:0) bei der SpVgg Greuther Fürth seinen 15. Saisontreffer erzielt hatte. Die Konkurrenten blieben dagegen am 22. Spieltag sieglos. Keinen Jubel gab es auch bei Aufsteiger Karlsruher SC, der beim 1:1 (1:0) gegen den VfL Osnabrück einen möglichen Sieg im Abstiegskampf noch spät aus der Hand gab.

Heimsieg
Erik Wekesser (r) sorgte mit seinem Tor für drei Regensburger Punkte gegen Wehen Wiesbaden.
Foto: Armin Weigel/dpa

Der Tabellenzweite Hamburger SV entging beim 1:1 (0:0) in Hannover nur knapp der vierten Saisonniederlage. HSV-Stürmer Joel Pohjanpalo traf erst in der sechsten Minute der Nachspielzeit. „Wir müssen es eigentlich viel besser machen und das Spiel gewinnen. Aber ein Punkt ist ein Punkt – immerhin nehmen wir den mit nach Hamburg“, sagte der Torschütze. Der Rückstand auf Bielefeld beträgt drei Punkte.

Zweikampf
Der Karlsruher Burak Camoglu (l) versucht den Ball vor dem Osnabrücker Felix Agu abzuschirmen.
Foto: Uli Deck/dpa

Durch das überraschende 2:2 (1:1) des FC Heidenheim gegen den Abstiegskandidaten 1. FC Nürnberg steht die Arminia sogar bereits neun Punkte vor dem Tabellenvierten. Der Tabellendritte VfB Stuttgart hat vor seiner Partie am Montagabend (20.30 Uhr/Sky) beim VfL Bochum sechs Punkte Abstand zu Spitze.

Holstein-Sieg im Erzgebirge
Aues Torwart Martin Männel (l) und Teamkollege Calogero Rizzuto können das Kieler Gegentor zum 0:2 nicht verhindern.
Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Aus dem Aufstiegsrennen dürfte sich Erzgebirge Aue nach dem 1:2 (0:1) am Sonntag gegen Holstein Kiel verabschiedet haben. Aue ist seit fünf Partien sieglos, Kiel nähert sich nach dem dritten Sieg in Folge den Aufstiegsplätzen. „Wir dürfen aber nicht glauben, jetzt auch nur einen Schritt weniger machen zu können. Wir müssen weiter Gas geben“, sagte Kiels Torschütze Emmanuel Iyoha. Im dritten Sonntagsspiel besiegte der SV Darmstadt 98 den SV Sandhausen mit 1:0 (0:0).

Heim-Dreier für Darmstadt
Der Darmstädter Immanuel Höhn (r) jubelt über sein Tor zum 1:0 mit den Mannschaftskameraden.
Foto: Hasan Bratic/dpa

Keinen Gewinner gab es im Abstiegskampf. Nah dran waren die Karlsruher, die nach dem Platzverweis für Assan Ceesay (29.) lange in Überzahl agierten und 1:0 führten. Doch Marcos Alvarez rettete Osnabrück in der Nachspielzeit einen Punkt. „Das ist bitter“, sagte KSC-Coach Christian Eichner. „Natürlich ist in unserer Situation auch Verunsicherung dabei“, räumte KSC-Angreifer Philipp Hofmann ein.

Doppeltorschütze
Sicherte Heidenheim mit zwei Toren einen Punkt gegen Nürnberg: Tim Kleindienst.
Foto: Tom Weller/dpa

Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden verlor am Samstag beim SSV Jahn Regensburg mit 0:1 (0:0) und fiel damit auf Tabellenrang 17 zurück. Bereits am Freitagabend kam Schlusslicht Dynamo Dresden nur zu einem schmeichelhaften 0:0 beim FC St. Pauli. „Immerhin nehmen wir einen Punkt mit“, sagte Dynamo-Keeper Kevin Broll.

Nullnummer
Pauli-Profi Leo Ostigard (l) und Dresdens Patrick Schmidt trennten sich mit ihren Teams torlos.
Foto: Christian Charisius/dpa

Der Frust beim FC St. Pauli, der sich mit einem Heimsieg von der Gefahrenzone absetzen wollte, war entsprechend groß. Zudem kam es zu Ausschreitungen der Dynamo-Fans, bei denen 13 Ordner und sechs Polizisten verletzt wurden. „Es fühlt sich wie eine Niederlage an. Wir waren so viel besser als Dresden, deren Fans sich am Ende danebenbenommen haben. Das hat mich sehr geärgert“, sagte Pauli-Innenverteidiger Leo Östigard.

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