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    Die Leiden des Rudi V.: «Killerinstinkt hat gefehlt»

    Der einstige Vollblutstürmer Rudi Völler wollte nicht verbergen, dass er beim tor- wie trostlosen Remis von Bayer Leverkusen gegen Metalist Charkow besonders litt.

    Sportdirektor
    Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler litt auf der Tribüne mit.
    Foto: Uwe Anspach - DPA

    «Wir sind enttäuscht. Ein Unentschieden ist nicht das, was man sich zu Hause vorstellt», kritisierte der Sportdirektor des Bundesliga-Zwölften nach dem verpatzten Europa-League-Aufgalopp. Die Werkself kreierte zwar Chancen im Dutzend, verwertete aber keine. «Es fehlte der Killerinstinkt», sagte Völler, der als Spieler in 232 Bundesligapartien 132 Tore schoss.

    Die Nullnummer gegen die Ukrainer, zwei der drei Ligaspiele und zuletzt mit einem blamablen Auftritt bei Borussia Dortmund auch Sympathien bei den Fans verloren. «Wir wissen, dass wir nicht so gut gestartet sind», befand Völler nach der Begegnung vor nur noch gut 15 000 Zuschauern.

    Von einer Krise und dem großen Problem der Leverkusener in den vergangenen Jahren, eine Saison nicht auf einem konstanten Niveau durchgängig bestreiten zu können, wollte er nichts wissen. «Man darf sich die Dinge auch nicht einreden», meinte Völler.

    «Einsatz und Auftreten waren in Ordnung, es war ganz okay», urteilte Cheftrainer Sascha Lewandowski ohne große Begeisterung. «Es bleibt eben ein 0:0 und es gibt keinen Grund, das Spiel euphorisch zu betrachten.» Ob es deshalb richtig war, Neuzugang Daniel Carvajal und Routinier Michal Kadlec nur auf die Tribüne sowie Nationalspieler André Schürrle und Gonzalo Castro erstmal auf die Bank zu setzen?

    «Wenn wir die Chancen genutzt und ein, zwei Tore gemacht hätten, wäre es ein gutes Spiel gewesen», sagte Mittelfeldspieler Lars Bender und zog aus den vielen Tormöglichkeiten den Schluss: «Das spricht dafür, dass wir ganz gut Fußball gespielt haben.»

    Für Kapitän Simon Rolfes war das im Vergleich zum Gastspiel beim BVB gezeigte Mehr an Engagement schon ein Gewinn: «Wenn diese Reaktion nicht gekommen wäre, müssten wir uns mehr Gedanken machen.» Stürmer Stefan Kießling wollte nicht nur mit Blick auf das Westderby gegen Gladbach nichts schönreden: «Wir stehen schon sehr unter Druck.» Dies gilt auch für die Europa-League-Partien bei Rosenborg Trondheim (4. Oktober) und Rapid Wien (26. Oktober).

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