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    Statt Punktsieg auf den Brettern gelandet

    Mainz 05 vor Englischer Woche - Die Phase der Traumabewältigung nach der 0:1-Niederlage gegen den FC Augsburg ist vorbei.

    Unsanfte Bauchlandung: Nicolai Müller, dessen Treffer gegen den FC Augsburg wegen Abseits keine Anerkennung fand, macht mit seinen 05-Kollegen derzeit eine schwierige Entwicklungsphase durch. 
Foto: dpa
    Unsanfte Bauchlandung: Nicolai Müller, dessen Treffer gegen den FC Augsburg wegen Abseits keine Anerkennung fand, macht mit seinen 05-Kollegen derzeit eine schwierige Entwicklungsphase durch.
    Foto: dpa

    Nach zwei Tagen der Freizeit und Besinnung haben die Fußballprofis des FSV Mainz 05 gestern ihre Arbeit wieder aufgenommen und bereiten sich auf die nächsten Aufgaben vor.

    Denn der Terminplan fordert Thomas Tuchel und dessen Leute massiv. Am Samstag (15.30 Uhr) steht die Auswärtspartie in der Bundesliga beim Aufsteiger Hertha BSC Berlin an, nächsten Mittwoch folgt das Zweitrundenspiel im DFB-Pokal bei Hannover 96 (19 Uhr). Die Englische Woche endet in der Coface Arena mit der Begegnung gegen den SV Werder Bremen am Samstag in acht Tagen (18.30 Uhr).

    Komfortable Personalsituation

    Zumindest personell befindet sich der 05-Trainer augenblicklich in einer komfortablen Situation. Bis auf den verletzten Ersatzspieler Fabian Schönheim präsentierte sich der komplette Bundesligakader gestern im Training. Sogar Adam, Szalai arbeitete mit der Mannschaft - nach der langen Verletzung allerdings in eingeschränktem Maße und befreit von jeglichem Zweikampfverhalten.

    Im Vordergrund der täglichen Einheiten stehen gewohnte Abläufe. Tuchel will seine Profis in dieser unangenehmen Ergebniskrise nicht noch zusätzlich mit neuen Themen belasten. Gestern übte der Coach mit der Mannschaft in bestimmten Spielformen auf engem Raum Passspiel und diverse Offensivaktionen. "Wir werden in dieser Woche der Mannschaft außerdem wenig bis gar keine Videobilder zeigen", sagt Tuchel. "Weder vom Spiel gegen den FC Augsburg noch vom kommenden Gegner Hertha BSC."

    Vielmehr wolle er mit den Spielern sehr konkret und konzentriert auf die Partie hin trainieren, das Handeln in den Mittelpunkt der Arbeit stellen. "Das sind wenig taktisch ausgerichtete Inhalte", erklärt der 05-Coach. "Wir werden uns miteinander messen, um die nötige Wettkampfstimmung hervorzurufen. Wir werden Emotionalität einfordern und bekommen."

    Bei allem, was auf dem Dienstplan stehe, solle die Mannschaft gut gelaunt bleiben, positiv denken und Spaß haben, um die Aufgaben umzusetzen. Unter anderem damit soll der mentale Druck etwas gemildert werden.

    Mentale Blockade, fehlende Überzeugung im eigenen Tun. Das sind offenbar die Hauptprobleme am Bruchweg. An der Einstellung oder an zu wenig Qualität im Team, sagt Tuchel, mangele es nicht. "Ich habe nicht das Gefühl, dass auch nur ein Spieler das Ganze unterschätzt", betont der 38-Jährige. "Ich kann nicht erkennen, dass einer was zurückhält. Im Gegenteil. Ich bin der absoluten Überzeugung, dass gerade in den zurückliegenden drei Spielen jeder alles hat einfließen lassen, was ihm zur Verfügung stand. Dass das alles besser geht, steht außer Frage."

    Tuchel räumt schon ein, dass etliche Leistungsträger nicht in der Form aufspielen, die man von ihnen kennt. "Aber wir haben jetzt siebenmal nicht gewonnen. Normalerweise muss man in einer solchen Phase entscheidend schlechter spielen als der jeweilige Gegner." Er habe jedoch festgestellt, dass die Mannschaft in allen diesen Spielen in der Lage gewesen sei zu punkten, meist sogar dreifach. "Doch sie tut es nicht."

    Warum das so ist, darüber kann auch der Coach nur spekulieren und versuchen, in der täglichen Arbeit der Mannschaft Sicherheit, Selbstvertrauen und Glauben zu vermitteln durch einfache Dinge, durch Spielformen, die möglichst viele Erfolgserlebnisse bringen.

    "Wir hatten in den letzten drei Spielen ständig das Gefühl, dass wir wie ein Boxer nach Punkten gewinnen müssten und hatten dabei dauernd Chancen für den K.o.-Schlag", beschreibt Tuchel die Lage. "Stattdessen gehen wir dreimal auf die Bretter." Die größte Aufgabe sei es, dass sich dies nicht vertiefe und verfestige.

    Spielzeiten im Vergleich

    Und immer wieder angesprochen auf den Vergleich mit der Vorsaison, präsentiert der 05-Trainer dann noch eine nette Statistik. "Hätten wir das letzte Heimspiel gewonnen, hätten wir einen Punkt mehr als in der vergangenen Saison gegen die bisherigen Gegner in derselben Konstellation. Wenn man den Aufsteiger FC Augsburg durch den letztjährigen Aufsteiger FC St. Pauli ersetzt." Die Spielzeiten im Vergleich:

    Bayer Leverkusen (Heimspiel/2010/11 0 Punkte/jetzt 3 Punkte), Sportclub Freiburg (Auswärtsspiel/ 2010/11 0 Punkte/jetzt 3 Punkte), FC Schalke 04 (H/0/0), Hannover (A/0/1), TSG Hoffenheim (H/3/3), 1. FC Kaiserslautern (A/3/0), Borussia Dortmund (H/0/0), 1. FC Nürnberg (A/1/1), FC Augsburg/FC St. Pauli (H/3/0). Macht zehn Punkte in diesen neun Spielen 2010/11 gegen acht Punkte 2011/12.

    Jörg Schneider

    Mainz 05
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