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Ambitioniert

Rangnick bot den Posten an

Der ehemalige 05-Profi Tamas Bodog ist Kotrainer beim begüterten Viertligisten RB Leipzig.

Tamas Bodog hat allen Grund zur Freude: Als Kotrainer von RB Leipzig arbeitet der frühere 05-Profi bei einem Klub mit großen Ambitionen und einem nicht nur für Regionalligaverhältnisse sensationellen Umfeld. 
Foto: Archiv/Sell
Tamas Bodog hat allen Grund zur Freude: Als Kotrainer von RB Leipzig arbeitet der frühere 05-Profi bei einem Klub mit großen Ambitionen und einem nicht nur für Regionalligaverhältnisse sensationellen Umfeld.
Foto: Archiv/Sell – Alexander Sell

Leipzig/Mainz – Tamas Bodog hat einen neuen Arbeitgeber. Und bei dem steht er gleich unter Druck.

Aber er ist froh darüber. "Mir und allen anderen ist klar, dass wir aufsteigen müssen", sagt er. "Wir haben ein optimales Umfeld. Jetzt sind die Trainer und die Mannschaft in der Pflicht."

Bodog, der einstige Profi des FSV Mainz 05, hat als Kotrainer in der Regionalliga angeheuert – aber nicht bei irgendeinem Klub. Der 41-Jährige gehört zum Stab jenes Klubs, der sich RasenBallsport Leipzig nennt, weil deutsche Fußballklubs sich nicht nach Unternehmen wie Red Bull nennen dürfen. Ein Viertligist nur, immer noch, aber ein vom österreichischen Milliardär Dietrich Mateschitz gepuderter.

"Sensationelle Voraussetzungen"

"Die Voraussetzungen, unter denen wir hier arbeiten, sind sensationell", verweist Bodog nicht nur auf ein Trainingsgelände mit beheizten Plätzen und das 45 000 Zuschauer fassende Leipziger WM-Stadion. Auch vom Trainer- und Funktionsteam ist er begeistert. Prominentestes Mitglied ist Tim Lobinger; der langjährige Weltklasse-Stabhochspringer ist bei RB Leipzig als Athletiktrainer tätig. Für die Torleute ist Perry Bräutigam (stand früher unter anderem bei Hansa Rostock im Bundesligator) zuständig.

Dagegen ist der Cheftrainer geradezu ein Namenloser: Alexander Zorniger. Der war mal ein halbes Jahr Kotrainer von Markus Babbel beim VfB Stuttgart und stand zuletzt zwei Jahre beim Regionalligisten SG Sonnenhof Großaspach an der Seitenlinie. "Klar, er ist auch noch relativ frisch im Geschäft und kann noch keine großen Erfolge vorweisen", sagt Tamas Bodog. "Aber er ist ein klasse Mann. Es ist kein Zufall, dass er seine Fußballlehrerprüfung als Jahrgangsbester bestanden hat."

Nicht lange nachdenken müssen

Selbst ein Teil dieses Teams zu werden, dafür benötigte Bodog keine lange Bedenkzeit. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere, zu der 13 Erst- und 79 Zweitligaspiele für die 05er gehörten, arbeitete er am Bruchweg noch als Kotrainer von Amateurecoach Peter Neustädter. Im Sommer 2008 trennten sich die Wege. Die Zeit danach nutzte Bodog auch, um in der Heimat seine Fußballlehrerlizenz zu erwerben. "Ich hatte jetzt auch Anfragen aus Ungarn", erzählt er, "aber ich wollte in Deutschland bleiben." Auch der in Finthen lebenden Familie wegen.

Womöglich würde Bodog inzwischen "eine Zweite Mannschaft in der Nähe von Mainz" trainieren, wenn ihm nicht Ralf Rangnick den Job in Leipzig angefragt hätte. Rangnick ist Red-Bull-Sportdirektor mit Sitz in der Salzburger Zentrale – und war einst Bodogs Trainer beim SSV Ulm. Gemeinsam stiegen sie 1998 in die Zweite und ein Jahr später in die Erste Liga auf. "Wir stehen seit einer Ewigkeit in Kontakt", sagt Bodog, "und nachdem ich meine Ausbildung beendet hatte, haben wir uns auch getroffen. Mit ihm arbeiten zu dürfen, ist eine tolle Sache."

Aufstieg ist Pflicht

Aber im Fall von RB Leipzig auch eine mit ganz klaren Vorgaben. "Minimalziel ist es, nächstes Jahr in der Dritten Liga zu spielen", sagt Bodog. Eigentlich, so war die Planung, sollten die "Roten Bullen" schon in der bevorstehenden Saison drittklassig kicken. Peter Pacult scheiterte trotz Mateschitz' Millionen an dieser Aufgabe; jetzt sollen es Zorniger, Bodog und Co. richten. "Normalerweise", sagt der Ungar, "müssten wir in den nächsten drei, vier Jahren dreimal aufsteigen." Sollte zwischendurch kein Abstieg erfolgen, wäre der Klub dann im Oberhaus angekommen.

Bodog ist übrigens der dritte Ex-05er, der aktuell in Leipzig als Trainer arbeitet. Marco Rose ist Cheftrainer des finanzschwachen Ligakonkurrenten Lokomotive Leipzig und hat sich als Kotrainer den früheren 05-A-Junioren- und Amateurecoach Roland Vrabec geholt. Und auch bei RB hat Bodog Gesellschaft aus alten Tagen: Teammanager des Ligafavoriten ist Daniel Baude (29), 05-Amateur von 2003 bis 2006.

Peter H. Eisenhuth

Mainz 05
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