40.000
  • Startseite
  • » Sport
  • » Fußball
  • » Mit den Abläufen insgesamt unzufrieden
  • Aus unserem Archiv

    Mit den Abläufen insgesamt unzufrieden

    Taktik und Chancen - Dass diese Partie gegen einen FC Augsburg, der sich wenig um das eigene Spiel scherte, zu einer zähen Angelegenheit ausarten könnte, damit hatte Thomas Tuchel gerechnet.

    Jan Kirchhoff spielte solide, geriet aber zu häufig in die Rolle des Spielgestalters. Dem gelernten Stopper fehlte es da an Kreativität. 
Foto: Bernd Eßling
    Jan Kirchhoff spielte solide, geriet aber zu häufig in die Rolle des Spielgestalters. Dem gelernten Stopper fehlte es da an Kreativität.
    Foto: Bernd Eßling

    Dass sich sein FSV Mainz 05 allerdings so schwer mit dieser Ausgangslage tun würde, war so nicht zu erwarten. "Wir haben uns vorgestellt, dass wir ein, zwei hochkarätige Chancen zur Führung kriegen und die Augsburger damit in eine aktivere Rolle drängen würden", sagte der Trainer der 05er, deren Probleme mit dem Anpfiff begangen.

    Tuchel entschied sich für dieselbe Aufstellung wie in Nürnberg. Für ein 4-1-4-1-System, das offensiv zu einem 4-3-3 werden sollte. Doch zunächst benötigten die Mainzer eine gute Viertelstunde, um sich zu orientieren, gegen die anlaufenden und zustellenden Augsburger in Pressing und Gegenpressing zu kommen. Dann dauerte es noch eine Weile, bis die 05-Profis Bälle eroberten, Ordnung hinein brachten und allmählich bestimmender wurden.

    Auffallend dabei, dass die Gastgeber kaum Tempo in ihre Aufbauaktionen brachten, ihr Spiel sehr statisch anlegten. Die Mainzer standen in ihren Positionen und in den Räumen, sie eroberten und bespielten sie nicht. Das zentrale offensive Mittelfeld war kaum besetzt. Der Aufbau erfolgte über die Innenverteidiger, über den Sechser Jan Kirchhoff, der die Bälle abholte, dem aber die beiden Österreicher Andreas Ivanschitz und Julian Baumgartlinger auf den Halbpositionen selten anspielbar entgegenkamen. Nur wenn sich Eric-Maxim Choupo-Moting aus der Spitze nach hinten anbot, den Ball behauptete und weiterleitete, entstanden Drucksituationen.

    Hinten heraus ein Kontakt zu viel

    Das komplette Spiel hinten heraus sei ihm zu langsam gewesen, betonte der Trainer. Zu oft habe die Mannschaft dort mindestens einmal zu viel quer gespielt. "Ein Kontakt zu viel zwischen Innenverteidiger und Sechser." Auch die Außen agierten zu statisch. Zu selten übernahmen Nicolai Müller und Marcel Risse den Versuch nach innen zu ziehen, aus der Position und dem starren Gefüge auszubrechen.

    "Aus den Halbräumen sind einige nicht in die Tiefe nachgegangen", erklärte Tuchel. "Wir hatten nicht so die Geduld und die Qualität im Passspiel, um in der gegnerischen Hälfte auch mal die Seite zu wechseln, aufzulösen. Das war zwar bemüht, aber etwas verkrampft." Das Zentrum offensiv sei in der Tat nicht so besetzt gewesen, wie er sich das vorgestellt habe. Näher wollte der 05-Trainer allerdings darauf nicht eingehen. Das ist offenbar Tuchels Hauptansatzpunkt in der Aufarbeitung mit der Mannschaft. Denn Fakt sei, dass er mit den Abläufen insgesamt nicht zufrieden gewesen sei. "Trotzdem hatten wir die hochkarätigen Chancen."

    Wie in der 26. Minute als Müller über links loszog, Choupo-Moting und Baumgartlinger zentral am Strafraum agierten, der abgeblockte Ball zu Zdenek Pospech kam, dessen wuchtiger Schrägschuss von halb rechts an die Latte knallte. Oder beim besten Angriff der ersten Hälfte: Ivanschitz schleppte den Ball, spielte raus auf Risse, dessen scharfe Hereingabe den im Hinterhalt lauernden Müller erreichte, der gekonnt vollstreckte. Weil aber Choupo-Moting im passiven Abseits stand, verweigerte der Schiedsrichter dem Treffer die Anerkennung.

    Trotzdem große Torchancen

    In der Pause nahm Tuchel Niko Bungert vom Platz, brachte Bo Svensson, um ein besseres Passspiel von hinten heraus im Aufbau zu kriegen, und weil Bungert nicht die Sicherheit gehabt habe, bei diesem ständigen Ballbesitz sauber aufzubauen. "Da waren wir dann etwas freier in der Raumaufteilung, auch wenn's nicht optimal war", sagte Tuchel. Immerhin führte der permanente Ballbesitz, der steigende Druckaufbau zu den besten Torchancen des Spiels. Gegen ein Team, das inzwischen gar nichts mehr mit dem Spiel zu tun hatte, außer die Mainzer Bemühungen irgendwie zu stören.

    Nikolce Noveskis Kopfball (55.), die beiden fast Hundertprozentigen Chancen von Kirchhoff (61.), der wenige Meter vor dem Tor den Ball verzog, und von Ivanschitz (66.), der frei vor dem Tor ins Straucheln geriet und dessen Schuss im Fallen die Präzision verlor. Die Strafe dafür folgte nahezu erwartungsgemäß. Eine eigene vielversprechende Freistoßsituation. Abgefangen.

    Langer Schlag nach vorne. Ein Augsburger Stürmer (Sascha Mölders), der alleine aufs Mainzer Tor zulief, den 05er noch den Gefallen tat, nur den Pfosten zu treffen. Svenssons Abwehraktion, die den Strafstoß und die Führung für den FCA brachte.

    Die 05er hatten dennoch die Riesenmöglichkeit, das Schlimmste zu verhindern. Doch Choupo-Moting versuchte aus freier Schussposition im Straffraum einen Kunstschuss, anstatt die Kugel aus zwölf Metern reinzuhämmern. Jörg Schneider

    Und schon wieder ein neues Kunststück
    Mainz 05
    Meistgelesene Artikel
    Sport-Lokalteile
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    • Regionalsport
    • Newsticker
    • Lokalticker
    Anzeige
    Fußball Männer
    Fußball Frauen
    Neuzugang Yuko Aizawa (links; rechts kommt Mitspielerin Angelika Weber einen Schritt zu spät) steuerte zwei Treffer für den SC 13 zum 4:0-Sieg gegen den MSV Duisburg II bei. Foto: Vollrath

    im Rheinland

    - Westerwald

    - Mittelrhein/Mosel

    - Rhein-Lahn

    im Südwesten

     späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

    Fußball Mix
    Kapitän Tim Schulz (links) bemühte sich mit seinen Betzdorfer Mitspielern zwar, doch auch gegen Elversberg reichte es am Ende nicht.

    Jugendfußball

    - im Rheinland

    - im Südwesten

    Fußballpokale

    Hallenfußball

     späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

    Regionalsport Mix