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    Mainz 05: Leistung verärgert Tuchel

    Die Aussagekraft solcher Testspiele im Hinblick auf den bevorstehenden Saisonstart ist gering. Damit ist der positive Aspekt der 0:1-Niederlage gegen Sandhausen schon genannt.

    Häufig gab es ein solches Gedränge vor dem Tor des SV Sandhausen gestern Abend nicht. Niko Bungert (links) spielte noch ganz passabel. Junior Diaz (rechts) und Anthony Ujah waren dagegen einfach schlecht. 
Foto: rscp
    Häufig gab es ein solches Gedränge vor dem Tor des SV Sandhausen gestern Abend nicht. Niko Bungert (links) spielte noch ganz passabel. Junior Diaz (rechts) und Anthony Ujah waren dagegen einfach schlecht.
    Foto: rscp

    Sandhausen - Die Aussagekraft solcher Testspiele im Hinblick auf den bevorstehenden Saisonstart ist naturgemäß gering.

    Damit ist der positive Aspekt der Veranstaltung am Dienstagabend im Badischen schon genannt. Dass der FSV Mainz 05 sein letztes Freundschaftsspiel dieser Vorbereitung verloren hat, kommt als fader Beigeschmack, der den den Trainer mächtig fuchste, negativ hinzu.

    Doch noch mehr ärgerte sich Thomas Tuchel beim 0:1 (0:1) vor 970 Zuschauern beim Zweitligisten SV Sandhausen über die arme Vorstellung seiner Bundesligaprofis.

    Den Zweck, dass sich die Reservisten anbieten sollten, erfüllte das Spiel nicht. Abgesehen von Eric-Maxim Choupo-Moting und Nicolai Müller, die ohnehin erste Wahl sein dürften, war die Darbietung der meisten anderen 05er eher ein herber Rückschritt.

    Rückschritt statt Angebot

    "Stark ausbaufähig", kommentierte Thomas Tuchel das Geschehen zunächst noch vorsichtig. "Das ist enttäuschend. Die Niederlage ärgert mich sehr", schob Tuchel nach. Und: "Vor allem, dass wir in Länderspielpausen zum wiederholten Mal nicht an unsere Prinzipien und unsere Leistungen anknüpfen können. Das widerspricht all unseren Leistungsgedanken."

    Die Zielstrebigkeit sei seiner Elf nach ganz ordentlicher erster Viertelstunde komplett flöten gegangen", schimpfte der Trainer, der denjenigen, die noch auf eine Chance für die Startelf spekulieren, wenig Hoffnung machen wollte. "Das war heute mit Sicherheit zu wenig", erklärte Tuchel sauer.

    Im Prinzip war die erste Hälfte ein Spiegelbild der Auftritte im Trainingslager im Burgendland. Die 05er, im 4-2-3-1 angetreten, hatten wie auch gegen Austria Wien und in Szombathely hohe Ballbesitzzeiten, bestimmten das Spiel. Doch der Vortrag war meist wenig zielführend. Marco Caligiuri und Benedikt Saller, die beiden Not-Sechser, brachten zu selten wirklich Druck und Tempo auf den Ball und in die Aktionen. Die Sandhausener mit ihrem engmaschigen, dicht gestaffelten Defensivverbund mit zwei verschiebenden Viererketten und einem zentralen Abräumer vor der Abwehr, hatten wenig Mühe, die Mainzer Aktionen zu durchschauen und abzublocken.

    Auffällig bei den 05er in den ersten 45 Minuten war nur Eric-Maxim Choupo-Moting, der stets um Tempo bemüht war, Eins-zu-eins-Situationen suchte gegen das SVS-Pressing, aber auch nicht richtig zum Abschluss kam. Das Ganze führte dann zu zwei nennenswerten Szenen vor der Pause. Nach 12 Minuten fiel ein Eckball, von Marcel Risse getreten, Bo Svensson vor die Füße, der jedoch ebenso wie Caligiuri danach versuchte die Kugel über die Linie zu stochern, jedoch genauso vergebens wie der Versuch von Anthony Ujah in dessen einziger Szene in 45 Minute.

    Stark dann die Balleroberung und -behauptung von Choupo-Moting unmittelbar vor dem Pausenpfiff. Der 05-Stürmer setzte aus dem Mittelfeld Risse auf halb rechts ein, der drängte zum Tor, suchte den Abschluss, und nur SVS-Innenverteidiger Ole Kittner verhinderte auf der Linie den Treffer.

    Die Gastgeber schufen mit ihrem rein auf Konter abgestimmten Spiel insgesamt zwei gefährliche Situation - beide aus Standardsituationen. Timo Achenbach brachte einen Freistoß von rechts vors Tor auf den Kopf von Marcel Busch. Christian Wetklo brachte mit einem Reflex noch die Hände hoch, der Abwehrversuch geriet aber zu kurz und Busch selbst staubte zur Führung ein (16.). Einen zweiten Freistoß von links beförderte Regis Dorn per Kopf über das Mainzer Tor.

    Zweite Hälfte wenig spannender

    Die zweite Hälfte verlief nur ungleich spannender. Ein paar mehr Offensivversuche seitens der 05er, auch der Zweitligist suchte nun öfter sein Glück im Weg nach vorne. Die beste Szene hatte der eingewechselte Nicolai Müller, der mit einem prächtigen Solo durch die Abwehr des Gegners den Ausgleich auf dem Fuß hatte, aber am Torhüter scheiterte (77.).

    Ein Fernschuss von Saller strich knapp am Tor vorbei (58.), Ujahs strammer Distanzschuss hielt der Torhüter r erst im Nachfassen fest. Der SV Sandhausen hatte seine beste Szenen wie gehabt nach Standards. In der 48. Minute verpassten nach einem Eckball gleich zwei Stürmer, Dorn und Busch, die Führung auszubauen. Im Endeffekt eine grausame Mainzer Aufführung wenige Tage vor dem DFB-Pokalspiel in Koblenz.  Jörg Schneider

    Möglicherweise zeichnet sich noch ein Transfer ab. Der SV Sandhausen hat ein Auge auf Petar Sliskovic geworfen. das bestätigte Gerd Dais, der Trainer des Zweitligisten: "Wir sind interessiert. Sliskovic ist für uns ein sehr interessanter Spieler. Wir müssen nun sehen, was sich ergibt."

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    Mainz 05
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