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Mainz

Der erste Neuzugang: Marco Caligiuri

Der erste Neuzugang für die kommende Saison steht fest. Gestern hat der Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 den ablösefreien Mittelfeldspieler Marco Caligiuri von der SpVgg Greuther Fürth verpflichtet. Der 25-Jährige unterschrieb am Bruchweg einen Vertrag über drei Jahre.

Der erste Neuzugang: Marco Caligiuri
Mittelfeldspieler Marco Caligiuri (links), hier in der Zweitligapartie gegen Fortuna Düsseldorf, wechselt im Sommer von der SpVgg Greuther Fürth zum FSV Mainz 05.
Foto: Bongarts

Den Deal hätte der FSV Mainz 05 gerne schon in der Winterpause perfekt gemacht. Als sich Mittelfeldkämpfer Milorad Pekovic zur SpVgg Fürth veränderte, da fragte Manager Christian Heidel an, ob im Tausch nicht Marco Caligiuri vom fränkischen Zweitligisten an den Bruchweg wechseln könne. Die Fürther fürchteten damals noch den Abstiegskampf und lehnten ab. Doch der Mainzer Kontakt zu dem 25 Jahre alten Profi blieb heiß.

Gestern hat der Fußball-Bundesligist den Transfer als perfekt gemeldet. Marco Caligiuri, der schon vor einiger Zeit den Fürthern mitgeteilt hatte, dass er definitiv im Sommer in die Erste Liga wechseln werde, in Mainz einen Vertrag über drei Jahre. Der Mittelfeldspieler, dessen Kontrakt in Fürth abgelaufen war, ist ablösefrei. Der Wechsel an den Bruchweg war nach Meldungen aus Fürth schon vor sechs Wochen unter Dach und Fach.

Caligiuri ist der Sohn des einstigen US-Nationalspielers Paul Caligiuri, der zwischen 1987 und und 1996 für den Hamburger SV, für den SV Meppen und für den FC St. Pauli gespielt hat. Marcos jüngerer Bruder Daniel Caligiuri (22) steht beim SC Freiburg unter Vertrag. Die Brüder stammen aus der Jugend des VfB Stuttgart. Das spricht für eine hervorragende technische und taktische Grundausbildung.

Marco Caligiuri galt von jeher als großes Talent. Beim VfB schaffte der 1,80 Meter große Mittelfeldarbeiter einst den Sprung von der Regionalliga- in die Bundesligamannschaft nicht. Er wechselte im Januar 2006 zum damaligen Erstligisten MSV Duisburg, wo er auf Anhieb in der Rückrunde auf 14 Einsätze (zwei Tore) kam. Damals gehörten dem jungen Aufsteiger die Schlagzeilen. Nach dem Abstieg hatte er bei den "Zebras" in der Zweiten Liga noch 17 Einsätze (zwei Tore), doch die Form ließ nach.

Seit 2007 kickt Caligiuri bei der SpVgg Greuther Fürth. Dort wurde der 25-Jährige zunächst nicht glücklich. Verletzungen, Stagnation in der Entwicklung. In dieser Saison hat sich Caligiuri zum Stammspieler, zum Leistungsträger, zu einem der überragenden defensiven Mittelfeldspieler in der Zweiten Liga gemausert. Der Fürther Trainer Mike Büskens wollte Caligiuri unbedingt halten.

Der Profi passt exakt in das Anforderungsprofil von 05-Cheftrainer Thomas Tuchel. Marco Caligiuri kann auf mehreren Positionen eingesetzt werden: Er spielte schon rechter Verteidiger, Innenverteidiger, seitliches und zentrales Mittelfeld; er ist läuferisch stark, technisch stark, aggressiv und geschickt im Zweikampf, er sticht hervor durch seine Ruhe am Ball und er behält hat auch in engen Situationen die Spielübersicht.

"Das sind genau die Spieler, die wir suchen, und deshalb haben wir um Caligiuri auch gekämpft ohne Ende", erklärte Christian Heidel gestern. "Dieser Spieler ist technisch enorm stark, er kann auf sämtlichen Defensivpositionen eingesetzt werden. Genau das brauchen wir, um uns auch in der Bundesliga weiter entwickeln."

Nach dem Bundesligajahr in Duisburg hatte das Talent einen Karriereknick. "Damals dachte ich, ich wäre schon weiter", sagt Caligiuri, der mit dieser Phase sehr selbstkritisch umgeht. Nun hat der Profi das Gefühl, dass er nach seinem hervorragenden Fürther Zweitligajahr in Mainz "genau richtig aufgehoben" ist. "Seine Spielweise passt exakt zu uns", sagt Heidel. "Er kam damals in jungen Jahren in Duisburg in der Bundesliga sehr schnell hoch, dann kam der Knick. Daraus hat er gelernt. jetzt hat sich Marco kontinuierlich weiterentwickelt."

Der Klub habe den Spieler sehr oft beobachtet, es sei auch mit vielen Beobachtern aus dem Fürther Umfeld gesprochen worden. "Das ist ein ruhiger Typ", so der 05-Manager, "der seine Aufgaben sehr sachlich erledigt." Heidel ist es auch immer wichtig, Spieler zu verpflichten, "für die die Bundesliga noch etwas Besonderes ist, und das ist bei ihm der Fall".

Reinhard Rehberg

Mainz 05
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