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    Der Ablöseprozess zieht sich in die Länge

    Am Bruchweg herrscht Ruhe. Thomas Tuchel nahm das angesetzte Morgentraining am Dienstag kurzerhand vom Dienstplan. Aufgrund der großen Belastung im Bundesliga-Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund gab's einen zusätzlich freien Tag für die Profis des FSV Mainz 05.

    Umzingelt von Dortmundern: Eine Szene, die so typisch war für dieses Spitzenspiel am Bruchweg. Adam Szalai hat es vor dem BVB-Strafraum gleich mit drei Gegnern zu tun, die den 05-Stürmer attackieren. Neven Subtic, Lars Bender und Marcel Schmelzer (von rechts).
    Umzingelt von Dortmundern: Eine Szene, die so typisch war für dieses Spitzenspiel am Bruchweg. Adam Szalai hat es vor dem BVB-Strafraum gleich mit drei Gegnern zu tun, die den 05-Stürmer attackieren. Neven Subtic, Lars Bender und Marcel Schmelzer (von rechts).
    Foto: Bernd Eßling

    Mainz. Am Bruchweg herrscht Ruhe. Thomas Tuchel nahm das angesetzte Morgentraining am Dienstag kurzerhand vom Dienstplan. Aufgrund der großen Belastung im Bundesliga-Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund gab's einen zusätzlich freien Tag für die Profis des FSV Mainz 05. Am Mittwoch bittet der Trainer wieder zur Arbeit - die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel am Samstag (15.30 Uhr) beim SC Freiburg beginnt.

    Die 0:2-Niederlage vom Sonntag gegen Jürgen Klopps BVB, verbunden mit dem Verlust der Tabellenführung, hat unterdessen bei den Verantwortlichen nicht zu schlaflosen Nächten geführt. Christian Heidel hat sich das Gipfeltreffen noch einmal zu Gemüte geführt, mit seinem Trainer besprochen und noch mit seinem alten Kumpel Klopp analysiert. Auch wenn's schwer fällt, Heidel akzeptiert die Niederlage in einer Partie auf hohem Liganiveau voll und ganz. "Ich bleibe bei meiner Meinung, dass wir gegen diesen Gegner nur hätten gewinnen können, wenn bei uns alles geklappt hätte", sagt der 47-Jährige. "Für mich ist das kein Beinbruch. Und für die Mannschaft sowie den ganzen Verein ist dieses 0:2 eine Sache, die wir leicht verdauen können."

    Borussia Dortmund, so Heidel, sei zurzeit die beste Mannschaft in Deutschland. Das habe dieses Spiel eindrucksvoll bewiesen. "Ich bin überzeugt davon, dass wir mit dieser Leistung, die wir gegen den BVB gezeigt haben, einen Großteil aller Bundesliga-Mannschaften geschlagen hätten", behauptet der 05-Manager. "Es war ja nicht alles falsch, was wir gemacht haben." Trotz des deutlichen Chancen-Übergewichts der Dortmunder habe die Partie kippen können nach der Pause. Doch dafür hätte es eines erfolgreichen Abschlusses von Eugen Polanski bei dessen Foulelfmeter bedurft.

    Der 05-Profi verschoss, der BVB ließ sich nicht irritieren auf seinem Weg zum Erfolg. Und die Mainzer haben nun zwei Heimspiele in Folge verloren. Mit dem Aus im DFB-Pokal bei Alemannia Aachen dazu zwei Begegnungen innerhalb einer Woche. "Wir sind ja nicht der erste Titelfavorit der Liga", sagt Heidel. "Ich denke schon, dass Thomas Tuchel das mit der Mannschaft schon richtig einordnet. Jetzt fahren wir nach Freiburg. Die sind zwar sehr stark, aber trotzdem wollen wir dieses Spiel gewinnen." Die Pleite gegen den neuen Spitzenreiter sei zudem in keinster Weise mit dem 0:1-Verlust gegen den HSV zu vergleichen.

    "Diese Niederlage war für uns viel schlimmer, weil wir das bessere Team waren. Das 0:2 gegen Dortmund tut weh, aber wir können es akzeptieren, weil die jetzt einfach besser waren", sagt der 05-Manager.Tabellarisch hat die Partie keinen großen Schaden angerichtet. Die 05er stehen mit ihren 24 Punkten nach zehn Spieltagen auf Platz zwei. Nur einen Zähler hinter dem BVB, aber deren sechs vor den Hoffenheimern und Bayer Leverkusen. Die Eintracht sowie Hannover 96 sind acht Punkte hinten dran. "Schön wär's, wenn wir jetzt schon den 34. Spieltag hätten bei diesem Tabellenstand", sagt Heidel. Die Bundesliga erlebe eine ganz interessante Saison.

    "Mein Eindruck ist der, dass die Unterschiede nicht mehr so groß sind wie früher", meint der 47-Jährige. Inzwischen kann der Zehnte gegen Spitzenvereine und die Großen im Geschäft gewinnen, was in früheren Jahren eher seltener vorkam. Nicht zuletzt deshalb ist der Abstand der aktuellen Kellerkinder zum Mittelfeld bereits jetzt schon etwas abgerissen. "Die Frage ist, warum wir diese Entwicklung erleben", sagt Heidel, ohne im Moment eine schlüssige Antwort liefern zu wollen.

    "Wir müssen abwarten, wie das am Ende aussieht. Es ist jedoch schon interessant, dass die Großen ständig sagen, die Tabelle normalisiere sich schon", sagt Heidel, "aber im Moment sieht es so aus, als sollte dies noch ganz schön lange dauern."

    Die Liga ist in dieser Spielzeit vielseitiger geworden. Die Frage, wohin der Weg von Vereinen wie dem FC Schalke 04, dem VfB Stuttgart aber auch dem FC Bayern führt, hängt sicherlich auch damit zusammen, wie es mit den aufmüpfigen Underdogs wie den 05ern weitergeht.

    Jörg Schneider

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