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    Coface-Feier: Pfiffe gegen Kurt Beck ärgern Strutz

    Die Einweihungsfeier der Coface Arena war überwältigend. Nur die Pfiffe gegen Minsterpräsident Kurt Beck trübten die Freude von 05-Präsident Harald Strutz.

    Landesvater Kurt Beck musste Pfiffe hinnehmen.
    Landesvater Kurt Beck musste Pfiffe hinnehmen.
    Foto: Bernd Eßling

    Mainz - Schlecht gelaunt verließen an diesem Feierabend wohl nur zwei Menschen die neue Arena: Ministerpräsident Kurt Beck und der Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel, die bei Nennung ihres Namens von einem Teil der 30 000 Zuschauer gnadenlos ausgepfiffen worden waren.

    Harald Strutz sprang spontan mit einer mutigen Verteidigungsrede dazwischen. "Wenn wir uns überlegen, für welche Werte unser Verein in der Außendarstellung steht, und das sind Toleranz, Fairplay, Respekt, Gastfreundschaft und Offenheit, dann konnte man diese Pfiffe so nicht stehen lassen", erklärte der 05-Präsident gestern. "Und deshalb habe ich meinen Gedanken dann abseits meines Redekonzepts freien Lauf gelassen. Das wird nicht allen gefallen haben, aber das musste sein."

    Kurt Beck sei nun mal ein Fan des 1. FC Kaiserslautern, das sei bekannt und auch in Ordnung so. "Wir in Mainz müssen aber immer im Auge behalten, und das muss man auch offen sagen können", so Strutz, "dass es ohne Beck niemals einen Bruchwegausbau gegeben hätte und auch keine neue Arena, es wäre ohne ihn nicht gegangen. Und deshalb hat der Ministerpräsident als unser Gast Respekt verdient. Es war meine Aufgabe, dies auch in diesem feierlichen Rahmen zum Ausdruck zu bringen." Mainz 05 könne es sich nicht erlauben, "den Pfad der Gastfreundlichkeit zu verlassen", sagte Strutz. "Und das wollen wir auch nicht."

    Am Tag Eins nach der Einweihung der Coface Arena herrscht eine Atmosphäre der Freude und Begeisterung pur bei Mainz 05 und allen Partnern, die zu dem gelungenen Ereignis beigetragen haben.

    "Es war ein überragender Tag", schwärmte 05-Sprecher Tobias Sparwasser. "Es hat sich so angefühlt, wie wir das vorher erhofft hatten. Noch nie in Deutschland ist ein Fußballverein mit 20 000 Fans in ein neues Stadion umgezogen. Die Inszenierung in der Coface Arena war höchstes Level, das ist kaum steigerbar. Die Fröhlichkeit war jederzeit spürbar."

    Auch der Performance-Künstler Enno-Ilka Uhde war begeistert und voll des Lobes für alle Teilnehmer, berichtet Sparwasser. Erkenntnisse für den Bundesliga-Alltag könne man sicher auch ziehen. Aber direkt am Tag danach, das sei zu früh. Natürlich gebe es immer Dinge, die man verbessern könne. Die Schlangen an den Bratwurstständen etwa. Das müsse ausgewertet werden, erläuterte Sparwasser.

    Auch Hauptkommissar Jörg Müller, Leiter der polizeilichen Einsatzstelle in der Arena, und Michael Theurer, Sprecher der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) ziehen eine erstklassige Bilanz. Müller: "Es gab keine einzige Strafanzeige. Die Stadionbesucher haben sich vorbildlich benommen." "Es gab ein paar Stockungen im Verkehr. Aber wenn 34 000 Menschen unterwegs sind, ist es kein Wunder, wenn mal mal eine Viertelstunde warten muss", betont Müller.

    Das System mit den Shuttle-Bussen der MVG habe sehr gut funktioniert, lobte Müller. 53 Busse hatte die MVG neben ihrem Linienangebot im Einsatz, berichtete Theurer. 30 fuhren zwischen Hauptbahnhof und Arena, 23 zwischen Messe-Hechtsheim und Arena. Einziges Manko aus Müllers Sicht: Einige Besucher liefen nach Ende des Festes über die Fahrbahn am Europakreisel. "Das kann gefährlich sein und sollte künftig unterbunden werden."

    Reinhard Rehberg/Armin Thomas

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