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Bundesligasieg wäre mit jedem der Neuen möglich

Die ersten Eindrücke haben mittlerweile Substanz. Die sieben Zugänge, die der Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 in diesem Transfersommer verpflichtet hat, haben Potenzial.

Joo Ho Park sollte sich als Linksverteidiger zügig durchsetzen.
Joo Ho Park sollte sich als Linksverteidiger zügig durchsetzen.
Foto: rscp

Von Reinhard Rehberg

Vollbluttalent im Mittelfeld: Johannes Greis (links) ist mit 19 Jahren schon weit in seiner Entwicklung. Noch sind die Routiniers im Team vorne, doch der aus Fürth gekommene Profi macht Druck.  Fotos: rscp
Vollbluttalent im Mittelfeld: Johannes Greis (links) ist mit 19 Jahren schon weit in seiner Entwicklung. Noch sind die Routiniers im Team vorne, doch der aus Fürth gekommene Profi macht Druck. Fotos: rscp
Foto: rscp

Mainz – Da werden in den ersten Pflichtspielwochen nicht alle in der Startelf auftauchen, aber ein Bundesligaspiel ließe sich wohl mit jedem der Neuen im Team gewinnen, weit weg von den am Bruchweg gestellten Anforderungen ist keiner. Die Mainzer Rhein-Zeitung nimmt eine Kurzanalyse vor.

Abwehr

Julian Koch. Der 22-Jährige, zuletzt ausgeliehen von Borussia Dortmund an den MSV Duisburg, ist ein spielstarker Rechtsverteidiger. Kein Sprinter, aber flott unterwegs, technisch sehr gut ausgebildet. Koch hat noch physische und taktische Anpassungsprobleme an die aggressive Nachvorneverteidigung der Mainzer. Das ist ein normaler Entwicklungsprozess. Auf dieser Position dürfte Routinier Zdenek Pospech aktuell nicht angreifbar sein für den Neuzugang. Aber Koch gehört die Zukunft.

Joo Ho Park. Der vom FC Basel verpflichtete Linksverteidiger ist ein stellungs- und passsicherer Linksverteidiger, dem man trotz physischer Rückstände bei seinen Testspielansätzen sofort anmerkte, dass er die in Mainz geforderte Stellenbeschreibung komplett im Paket hat. Auch der Südkoreaner ist kein Sprinter, aber er hat flinke Beine. Auffallend: seine Ruhe am Ball, seine Übersicht auch in Bedrängnis, Park findet fast immer eine konstruktive Lösung. Im Zweikampf mit Junior Diaz sollte sich Park relativ zügig durchsetzen.

Mittelfeld

Christoph Moritz. Der 23-Jährige ist ein technisch eleganter, leichtfüßiger und laufstarker defensiver Mittelfeldspieler. Vom Typ her fehlt dem FC Schalke 04 gekommenen U21-Nationalspieler noch etwas die Mentalität, durchgehend aggressiv und dominant aufzutreten, mit Ball und gegen den Ball. Überblick und Passsicherheit deutet der junge Mann an. Da liegen auf den Sechserpositionen die Routiniers Elkin Soto und Julian Baumgartlinger im Moment noch klar vorne mit ihrer Erfahrung und ihren verinnerlichten Abläufen in der Spielweise.

Johannes Geis. Der von der SpVgg Greuther Fürth gekommene 19-Jährige ist ein Vollbluttalent. Der defensive Mittelfeldspieler hat eine glänzende Technik, er kann seine Pässe beidfüßig absenden, er hat eine perfekte Schusstechnik, er ist ein Standardspezialist, er hat physische Wucht in den Zweikämpfen, er hat im Aufbauspiel den Blick für die freien Räume, er ist positionstreu. Und er hat in diesem Alter schon die Mentalität, dominant auftreten, das Spiel lenken zu wollen. Über die Trainingsarbeit kann Geis noch spritziger werden. Baumgartlinger und Soto sind vorne, Geis macht jetzt schon Druck.

Angriff

Shinji Okazaki. Der vom VfB Stuttgart gekommene Japaner ist ein ballsicherer, durchsetzungsfähiger, extrem robuster und laufstarker Stürmer. Angriffspressing und Läufe in die Tiefe muss man ihm nicht mehr beibringen, das hat Okazaki im Blut. Er hat auch seine Torgefährlichkeit schon angedeutet. Im Moment ist dem 27-Jährigen anzusehen, dass er im Sommer beim Confed-Cup durchgespielt hat, ihm fehlt (noch) die nötige Frische für sein aufwendiges Spiel. Dennoch: gute Startelfchance als Außenstürmer.

Dani Schahin. Der von Fortuna Düsseldorf gekommene 24-Jährige ist ein spielstarker Mittelstürmer, der dem Mittelfeld als Anspielstation gerne entgegenkommt, die Kugel gut verarbeitet und weiterleitet. Im Abschluss wirkt Schahin technisch versiert und kopfballstark. Was noch fehlt, das ist die Präsenz über längere Zeiträume sowie die hohe Durchsetzungsquote. Prognose: gute Startelf- und Einwechselchancen.

Sebastian Polter. Der in seiner Art sehr unterschiedlich befähigte Konkurrent von Schahin ist als Mittelstürmer eher der Brechertyp, der Strafraumstürmer. Der zuletzt vom VfL Wolfsburg an den 1. FC Nürnberg ausgeliehene Mittelstürmer riecht die torgefährlichen Situationen, der 22-Jährige ist im Abschluss stark im Kopfball, in der Direktabnahme, auch nach kurzen Drehungen. Außerdem: Der Angriffshüne kann sich auch an der Seitenauslinie mit flottem Antritt geschickt durchsetzen und mit Querpässen Vorlagen liefern. Prognose: gute Startelf- und Einwechselchancen.

Mainz 05
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