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    DFB-Pokal-Krimi

    05er siegen nach kurzem Elfmeterschießen

    Andreas Ivanschitz und Christian Wetklo sichern den Mainzer Erfolg bei Hannover 96. Der FSV Mainz 05 hat das wohl kürzeste Elfmeterschießen in der Geschichte des DFB-Pokals für sich entschieden.

    Der helle Wahnsinn: Christian Wetklo ist nach seinem gehaltenen Elfmeter in der allerletzten Minute der Verlängerung nicht mehr zu halten. Der 05-Torhüter rettet den Mainzern den hochverdienten 1:0-Sieg bei Hannover 96 und führt die 05er damit ins Achtelfinale des DFB-Pokals. 
Foto: rscp
    Der helle Wahnsinn: Christian Wetklo ist nach seinem gehaltenen Elfmeter in der allerletzten Minute der Verlängerung nicht mehr zu halten. Der 05-Torhüter rettet den Mainzern den hochverdienten 1:0-Sieg bei Hannover 96 und führt die 05er damit ins Achtelfinale des DFB-Pokals.
    Foto: rscp - rscp.de

    DFB-Pokal-Krimi - Andreas Ivanschitz und Christian Wetklo sichern den Mainzer Erfolg bei Hannover 96. Der FSV Mainz 05 hat das wohl kürzeste Elfmeterschießen in der Geschichte des DFB-Pokals für sich entschieden.

    Beim Bundesligakonkurrenten Hannover 96 gewann die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel gestern nach 123 Minuten mit 1:0, weil Christian Wetklo in der allerletzten Szene des Spiels einen von Didier Ya Konan getretenen Strafstoß hielt. Der Mainzer Schlussmann befand sich zwar schon im Flug in seine rechte Ecke, wehrte den in die Mitte geschossenen Ball aber mit dem linken Fuß ab.

    Unmittelbar danach beendete Schiedsrichter Felix Brych den Pokalfight - und Wetklo flitzte wie ein Irrwisch aus seinem Tor heraus, riss die Arme nach oben, schrie Freude und Erleichterung in den Abendhimmel über der AWD-Arena. Den Keeper, der in dieser Saison noch kein Bundesligaspiel bestritten hat, hatte Trainer Thomas Tuchel als Belohnung für gute Trainingsleistungen aufgestellt. Vielleicht auch schon im Hinblick auf ein mögliches Elfmeterschießen...

    "Wetti ist ja bekannt dafür, dass er Elfmeter ganz gut hält", sagte 05-Manager Christian Heidel hinterher. Die Szene allerdings, die in der Nachspielzeit der Verlängerung zum Strafstoß geführt hatte, wollte Heidel sich erst noch einmal in Ruhe ansehen.

    Nach einem Luft-Zweikampf mit Malik Fathi im Mainzer Strafraum war Lars Stindl wie ein Stein zu Boden gesunken, Brych ließ zunächst weiterlaufen und unterbrach das Spiel, "übertrieben gesagt fünf Minuten später", wie Heidel ironisch anmerkte. So ganz sicher schien der Unparteiische auch nicht zu sein, was er nach diesem Pfiff tun sollte. Irgendwann zeigte er schließlich auf den Punkt; eine Entscheidung, die zumindest auch unter den Hannoveraner Pressevertretern für Erstaunen sorgte. Das allerdings wich rasch einem noch größeren Unverständnis, als sich Ya Konan den Ball schnappte und nicht etwa Mohamed Abdellaoue oder Christian Pander überließ.

    Den Mainzern durfte dies egal sein. Sie hatten sich den Sieg redlich verdient. Durch eine spielerisch und taktisch überzeugende Leistung. "Das war wichtig für die Mannschaft, dass sie diesmal auch dafür belohnt wurde", sagte Heidel. "Wir sind trotz allem mit erhobenem Haupt und gesundem Selbstvertrauen angereist", sagte Thomas Tuchel. "Und Thomas Tuchel zeigte sich "sehr stolz auf die Mannschaft, wie sie unser Spiel heute durchgesetzt hat".

    Malli und Ujah in der Startelf

    Frei nach dem Motto "Der Pokal hat seine eigene Besetzung" hatte Trainer Thomas Tuchel seine Startelf gegenüber dem Bundesligaspiel bei Hertha BSC auf drei Positionen umgestellt: Neben Wetklo waren auch Anthony Ujah (für Sami Allagui) und Yunus Malli (für Andreas Ivanschitz) von Beginn an auf dem Feld. "Den Ausschlag dafür haben sie selber gegeben", erklärte Tuchel anschließend. Nach überzeugenden Trainingsleistungen habe er unter Wettkampfbedingungen die Leistung überprüfen wollen; "so, dass wir notfalls mit einem frühen Wechsel reagieren können".

    Nötig wurde dies nicht. Der junge Malli machte ein sehr ordentliches Spiel, auch wenn er in der achten Minute den möglichen Führungstreffer vergab: Nach Vorarbeit von Maxim Choupo-Moting trat der 19-Jährige sechs Meter vor dem Hannoveraner Tor jedoch nicht fest genug gegen den Ball; Torwart Ron-Robert Zieler hatte nicht viel Mühe damit.

    Diese Szene deutete schon das einzige Problem der 05er am gestrigen Abend an: Sie waren die aktivere und bessere Mannschaft in einem attraktiven, temporeichen Spiel auf taktisch hohem Niveau. Sie waren defensiv stets auf der Höhe, spielten klug nach vorne, öffneten sich Räume - aber suchten zu selten den Abschluss. Zdenek Pospech hatte Pech, als er Christian Pander in 96-Strafraum aussteigen ließ, dass sein Schuss knapp am langen Pfosten vorbeistrich (24.).

    "Unseren Weg fortgesetzt"

    Ansonsten war Anthony Ujah derjenige Mainzer, der die meiste Gier auf ein Tor erkennen ließ. In seinem bisher besten Spiel für die Mainzer scheiterte der Nigerianer kurz nach dem (ersten) Seitenwechsel nur knapp: Nach einem gewonnenen Zweikampf an der Strafraumgrenze gegen Emanuel Pogatetz hob Ujah den Ball über den sich ihm entgegenwerfenden Zieler, traf die Kugel aber nicht hart genug, sodass Karim Haggui klären konnte (48.).

    "Wir wollten den Weg fortsetzen, den wir in der Bundesliga in den vergangenen Wochen eingeschlagen haben, auch wenn uns die Tabelle noch Lügen straft", sagte Tuchel. "Das ist uns geklungen." Läuferischer Einsatz, Aggressivität, sauberes Passspiel hätten zumindest eine Stunde lang gestimmt. "Danach war es ein ausgeglichenes Spiel."

    Die Hälfte der Tuchelschen Prognose "120 Minuten und Sieg für uns" war nach anderthalb Stunden Spielzeit eingetreten. Wenig später sorgte Andreas Ivanschitz dafür, dass auch der zweite Teil wahr werden konnte: Der Österreicher versenkte eine Rechtsflanke von Pospech auf der anderen Seite direkt mit links; der Ball ging zwischen Zieler und dem Pfosten ins Netz (94.).

    Zwei Minuten danach wischte Wetklo eine missglückte Cherundolo-Flanke mit einer Hand über die Latte. In der 110. Minute verfehlte Malik Fathi das Tor mit einem Flachschuss aus 18 Metern knapp.

    Der Rest war Adrenalin.

    Peter H. Eisenhuth

    Verschlusssystem ein taktisches Meisterwerk05-Trainer: Wetklo mit Topleistung
    Mainz 05
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