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    Kritik

    05er leisten wesentlichen Beitrag zum Grottenkick

    Vereinsverantwortliche monieren in Augsburg die mangelhafte Einstellung der Mannschaft.

    Augsburg - Der Slogan auf dem Banner, das vor dem Anpfiff den Mittelkreis der SGL-Arena bedeckte, erinnerte an den Spruch einer insolventen Drogeriekette: "Für Sie vor Ort."

    Im Augsburger Fall warb damit zwar ein regionaler Energieversorger, doch was sich sportlich in den folgenden gut anderthalb Stunden tat, war ähnlich dürftig wie die jüngsten "Schlecker"-Bilanzen.

    "Mit Fußball hatte das nicht viel zu tun", kommentierte Christian Heidel die 1:2-Niederlage des FSV Mainz 05 beim FC Augsburg. "Insgesamt war das ein grottenschlechtes Spiel, dazu haben wir wesentlich mehr beigetragen als die Augsburger. Deshalb ist Augsburg der verdiente Sieger."

    Heidel: "Nicht alles gegeben"

    Was den Mainzer Manager an dieser Niederlage besonders ärgerte, war der Eindruck, den später auch die befragten Spieler durchweg bestätigten: dass die Mannschaft ganz offensichtlich nicht mit der nötigen Einstellung, dem absoluten Willen in die Partie gegangen war: "Es ist schlecht, wenn wir sagen müssen, dass wir nicht alles gegeben haben", sagte Heidel. "Aber das war heute einfach so."

    Sein Präsident hatte schon etwas früher Dampf abgelassen, als die Eindrücke der Auswärtsniederlage noch ganz frisch waren. "Das war heute gar nichts", schimpfte Harald Strutz. "Wir haben uns ohne jegliche Überzeugungskraft, vor allem in der zweiten Halbzeit, ohne jegliche Laufbereitschaft das Spiel der Augsburger aufdrücken lassen." Gerade mal zwei Halbchancen habe sich die Mannschaft herausgespielt. Das stimmte nicht ganz - Nicolai Müller war nur haarscharf an einer Choupo-Moting-Hereingabe vorbeigerutscht (15.), Mohamed Zidan hatte zu eigensinnig übers Tor geballert, statt den freien Sami Allagui zu bedienen (17.), Elkin Soto wurde nach einer cleveren Freistoßvariante gerade noch geblockt (20.) - änderte aber nichts an der grundsätzlichen Richtigkeit der präsidialen Kritik.

    "So Tage gibt es", gestand Strutz den Spielern zu, nach vielen bravourösen Leistungen auch mal im Tief zu sein. "Aber wenn man hier in Augsburg spielt, muss man mehr Überzeugungskraft an den Tag legen. Sonst bekommt man ein Problem." "Quod erat demonstrandum", wie der alte Lateiner sagen würde, "was zu beweisen war".

    Strutz: "Das war kein Gradmesser"

    Auch wenn Strutz am Ende seiner Ausführungen beschwichtigend darauf hinwies, man müsse "dieses Spiel nicht zum Gradmesser für die Leistungsfähigkeit unserer Mannschaft machen": Die 90 Minuten in der SGL-Arena waren den 05-Verantwortlichen gewaltig auf den Keks gegangen. "Natürlich ist es für eine Mannschaft, die alles spielerisch lösen will, auf einem solchen Platz schwer", sagte Christian Heidel, der "noch nie so viele Bälle im Aus und noch nie ein Spiel mit so geringer effektiver Spielzeit gesehen" hatte. Trotzdem hätte die Mannschaft in der Lage sein müssen, die Sache zu regeln und mindestens einen Punkt mitzunehmen.

    Insgeheim hatten die Mainzer darauf spekuliert, sich mit einem Sieg in Augsburg nicht nur für die 0:1-Vorrundenniederlage zu revanchieren, sondern sich auch ins sichere Mittelfeld abzusetzen. "Das ist mal schön schiefgegangen", sagte Heidel. "Wir können das zwar immer noch am nächsten Samstag klären, wenn wir Hertha schlagen. Allerdings stehen wir jetzt wieder stärker unter Druck."

    Heidel: "Können damit umgehen"

    Abstiegskampf sei sicher für viele Leute eine interessante und spannende Angelegenheit, führte der Manager aus. "Ich brauche das nicht unbedingt."

    Ob er sich angesichts der wieder enger zusammengerückten Mannschaften im Tabellenkeller Sorgen mache, wurde Heidel gefragt. "Ich habe immer Sorgen, solange wir theoretisch absteigen können", antwortete er mit der Erfahrung von 20 Manager-Jahren. "Es ist ja nicht so, dass wir auf dem Weg waren, in die Europa League zu stürmen." Und in Mainz schaue man in der Ersten Bundesliga notgedrungen immer eher nach unten als nach oben. "Ich glaube aber, dass wir mit dieser Situation umgehen können."

    Peter H. Eisenhuth

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