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Mainz

05 gegen Schalke: Niko Bungert trifft auf Ex-Teamkollegen Manuel Neuer

Der von Real Madrid verpflichtete spanische Ausnahmefußballer Raul hin oder her. Der aktuelle Topstar beim FC Schalke 04 ist der Torwart. Manuel Neuer. Die Experten in Deutschland stufen den 24-Jährigen, der mit dem Ruhrpottklub am Sonntag (17.30 Uhr) am Mainzer Bruchweg anzutreten hat, schon als den besten Torhüter der Welt ein.

Der deutsche Nationaltorhüter Manuel Neuer und 05-Stopper Niko Bungert (rechts) standen 2005 gemeinsam in der A-Junioren-Mannschaft des FC Schalke 04. Am Sonntag duellieren sich die damaligen Kumpels im ausverkauften Bruchwegstadion.
Der deutsche Nationaltorhüter Manuel Neuer und 05-Stopper Niko Bungert (rechts) standen 2005 gemeinsam in der A-Junioren-Mannschaft des FC Schalke 04. Am Sonntag duellieren sich die damaligen Kumpels im ausverkauften Bruchwegstadion.
Foto: imago sportfotodienst

Mainz – Der von Real Madrid verpflichtete spanische Ausnahmefußballer Raul hin oder her. Der aktuelle Topstar beim FC Schalke 04 ist der Torwart. Manuel Neuer. Die Experten in Deutschland stufen den 24-Jährigen, der mit dem Ruhrpottklub am Sonntag (17.30 Uhr) am Mainzer Bruchweg anzutreten hat, schon als den besten Torhüter der Welt ein.

"Vom Talent her ist Neuer noch besser als Oliver Kahn", hat S04-Trainer Felix Magath gestern verlautbart. Der angesprochene Kahn sieht sieht den Schalker Schlussmann "auf dem Weg zur Weltklasse". Und wenn Neuer den konsequent weitergehen wolle, dann müsse er künftig für einen Spitzenklub spielen. Und das kann für Kahn nur der FC Bayern München sein. Die Verhandlungen sollen längst begonnen haben.

Im Kohlenpott geboren

Einer der Profis des FSV Mainz 05 hat Manuel Neuer diese prächtige Karriere schon sehr früh zugetraut: Der im Kohlenpott geborene Niko Bungert stand gemeinsam mit dem überragenden deutschen WM-Torhüter gemeinsam in der A-Jugend des FC Schalke 04. 2005 gewannen Bungert und Neuer mit diesem Team den A-Junioren-Pokal. Das war am 28. Mai, nachmittags, im Berliner Jahn-Stadion. Am Abend duellierten sich im Finale des DFB-Pokals im Berliner Olympiastadion der FC Bayern und Schalke 04.

"Entsprechend viele Schalker waren damals in der Stadt, da kamen ein paar Tausend auch zu unserem A-Junioren-Finale im Jahn-Stadion, das war ein tolles Erlebnis", erinnert sich Bungert. Die Schalker Torschützen bei diesem 3:1-Sieg gegen Tennis Borussia Berlin "kleinen Endspiel" in Berlin, Tolgar Öztürk (2) und Markus Heppke, haben es nie nach oben geschafft. Öztürk ist nach Stationen bei Schalke II, Wuppertal II, Wattenscheid und Hülß heute vereinslos. Heppke kickt beim Regionalligisten Wuppertaler SV.

Profis geworden aus diesem Schalker Jahrgang sind lediglich Manuel Neuer, Niko Bungert, der damals überragende Spielmacher Alexander Baumjohann und der heutige Bremer Linksverteidiger Sebastian Boenisch. Das ewige Talent Baumjohann hat Felix Magath gerade zu den Schalker Amateuren strafversetzt, dem brillanten Techniker mangelt es am konsequenten Durchsetzungswillen.

Routinier Frank Rost abgelöst

Die Schalker Bundesligaprofis unterlagen damals im DFB-Pokalfinale mit dem 32 Jahre alten Frank Rost im Tor den Bayern mit 1:2. Dass der damals gerade 19 Jahre alt gewordene Manuel Neuer den Stammkeeper schon ein gutes Jahr später in der Bundesliga ablösen würde, das ahnte zu diesem Zeitpunkt niemand. "Wenn Manuel kein Bundesligatorhüter geworden wäre, das hätte mich schon stark gewundert", erklärt Bungert. "Dass er mal Weltklasse wird, das konnte man natürlich nicht unbedingt vorausahnen."

In den Jahrgängen 85 und 86 sei Neuer auf jeden Fall schon der beste Keeper gewesen bundesweit. Der U19-Nationaltorhüter habe damals schon geglänzt mit seiner außergewöhnlichen Technik am Ball. "Manuel ist wahrscheinlich der einzige deutsche Torhüter, der auch im Feld mitspielen könnte", sagt der Mainzer Innenverteidiger. "Bei ihm konntest du immer problemlos den Rückpass spielen, Manuel hat dann das Spiel von ganz hinten raus schnell gemacht."

Den heutigen Raketenabwurf Neuers über locker 60 Meter, den hat Bungert damals noch nicht registriert. "Das war bei ihm früher nicht so extrem, das muss er trainiert haben. Seine Technik und diese Abwürfe heute, das ist schon einzigartig." Die Fähigkeit, in einem Spiel gleich fünf, sechs der sogenannten "unhaltbaren Bälle" parieren zu können, wie zuletzt beim Schalker 2:0-Heimsieg gegen den im Feld eine Stunde lang hoch überlegenen FC Bayern, das macht Neuer auch für Bungert "fast schon zum besten Torhüter der Welt".

Niko Bungerts Kontakte nach Schalke sind weitgehend abgerissen. Aber mit Manuel Neuer, "damals einer meiner besseren Kumpels", pflegt er bis heute SMS-Austausch. "Während der WM in Südafrika habe ihn auch mal wieder angerufen", erzählt Bungert, der als Kind immer "Schalke-Fan" war. Als Typ und Charakter habe sich Manuel Neuer in diesem Profigeschäft eine angenehme Normalität und Lockerheit bewahrt. Obwohl der Status des Nationaltorhüters allmählich zum Superstar tendiert.

Elfer von Karhan gehalten

Auch beim jüngsten Aufeinandertreffen am Bruchweg stand der S04-Keeper im Mittelpunkt. Das war am 8. Juni 2010. Das letzte Saisonspiel. 0:0. Nachdem sich beide Mannschaften gegenseitig mächtig über den Rasen gehetzt hatten. Eine Viertelstunde vor Schluss holte Neuer vor seinem Kasten 05-Spielmacher Andreas Ivanschitz von den Beinen. Gelbe Karte. Den Strafstoß von Miroslav Karhan fischte Neuer dann aber mit einer Blitzreaktion aus dem Eck. Vor der Pause hatte der S04-Torhüter schon überragend pariert bei Chancen von Chadli Amri (8.), Radoslav Zabavnik (16.), André Schürrle (34.) und Nikolce Noveski (41.).

Reinhard Rehberg

Mainz 05
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