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Genua

Nachwuchsstar Merkel will in Genua durchstarten

Die Lehrjahre sind vorbei, jetzt will Deutschlands Fußball-Jungstar Alexander Merkel in Italien durchstarten. Der Wechsel vom Weltklasseverein AC Mailand zum CFC Genua ist für den 19-Jährigen kein Abstieg, sondern die Chance auf mehr Einsätze in der Serie A.

Nachwuchsstar
Alexander Merkel machte im Trikot vom AC Mailand auf sich aufmerksam, in Genua will er den nächsten Schritt schaffen.
Foto: DPA

«Es bringt ja auch nix, auf der Bank zu sitzen und dafür sagen zu können: Ich spiele bei Milan! Ich bin noch jung und will spielen», betonte der deutsche Junioren-Nationalspieler in einem Telefon-Interview der Nachrichtenagentur dpa.

Am Sonntag will Merkel gegen SSC Napoli unbedingt auflaufen. «Das wäre schon Klasse in Neapel vor 80 000 Zuschauern zu spielen», sagte der Mittelfeldspieler. Seinem Team traut er eine gute Saison und «den Einzug in den Europacup zu, wenn alles passt.» Für sich selbst wünscht er sich nur «viele Einsätze». Und seine Chancen stehen gut, in der Vorbereitung war Merkel stark, die Sportzeitungen erwarten ihn Sonntag in der Anfangsformation.

In Genua sei der Druck schon geringer, als bei so einem Weltklasseverein wie Milan, berichtet Merkel. Mit seinem neuen Trainer kommt Merkel prima klar: «Alberto Malesani weiß, wie der Hase läuft. Von ihm kann ich viel lernen», meint der in Kasachstan geborene Fußballer. Merkel brennt darauf, bei dem gewieften Taktiker zu einer festen Größe zu werden. Einen Zeitplan hat er sich nicht gesetzt: «Ich versuche, nur von Spiel zu Spiel denken und einfach jedes Spiel zu gewinnen.»

Mit dieser Einstellung, seiner fußballerischen Klasse und seiner schon erstaunlichen Abgeklärtheit auf dem Platz hatte er Milan-Coach Massimiliano Allegri begeistert. «Er war mein Förderer», sagt Merkel, der 2008 vom VfB Stuttgart in die Jugendabteilung des AC Mailand gewechselt war. In der Mailänder Kaderschmiede wurde er zwei Jahre lang geformt, bevor Allegri ihn in die Profi-Mannschaft berief und sogar in der Champions League debütieren ließ. Zehnmal lief Merkel für Milan auf, noch wichtiger aber war ihm «das tägliche Training mit den ganzen Stars».

«Die letzte Saison bei Milan war ein tolles Erlebnis. Ich bin Milan sehr dankbar», betonte Merkel, der seinem Ex-Club durchaus die Titelverteidigung zutraut. Lazio Rom sieht er durch die Verpflichtung von Miroslav Klose gestärkt. «Klose ist ein Weltklassestürmer. Ich wünsche ihm viele Tore, aber bitte nicht gegen uns.»

In Genua hat sich Merkel bereits eingelebt. «So eine Stadt am Meer hat schon ein besonderes Flair», schwärmt Merkel und lobt dann auch noch – schon typisch italienisch – das gute Essen an der ligurischen Küste. Drei Jahre in Mailand zeigen Wirkung, räumt Merkel ein: «Ein bisschen Italiener habe ich schon in mir.»

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