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Turin

Juve fordert Gleichbehandlung im Liga-Skandal

dpa

Juventus Turin hat im neu aufgeflammten Liga-Manipulationsskandal in Italien Gleichbehandlung gefordert. «Die Justiz muss gerecht sein, es muss eine ausgewogene Behandlung aller Vereine garantiert sein», hieß es in einer Pressemitteilung des Vereins.

Die im Prozess gegen den ehemaligen Juve-Manager Luciano Moggi aufgetauchten Gespräche zwischen Verantwortlichen von Inter Mailand und AC Mailand mit den damaligen Schiedsrichter-Koordinatoren müssten mit dem gleichen Maß bewertet werden wie seinerzeit Moggis Telefonate.

Wegen dieser Gespräche war Juve 2006 der Meistertitel aberkannt und der Club zum Zwangsabstieg in die Serie B verurteilt worden. Moggi hatte nach Überzeugung des Sportgerichts des italienischen Fußballverbands (FIGC) vor allem über Schiedsrichter-Chef Paolo Bergamo Einfluss auf die Referees ausgeübt und damit die Liga zugunsten des Rekordmeisters manipuliert.

Im Zivilprozess gegen Moggi wollen seine Anwälte in Neapel nun mit Hilfe weiterer abgehörter Gespräche beweisen, dass enge Kontakte zwischen den Clubs und den Schiedsrichter-Koordinatoren normal waren. Sollte sich dies bestätigen, hätte nicht nur Juve derart hart bestraft werden dürfen, so die Position der Turiner. Wie schon beim Prozess 2006 verlasse sich Juve auf «die Gleichbehandlung aller».

Am kommenden Dienstag soll das Gericht in Neapel entscheiden, ob die abgehörten Gespräche von Inter-Besitzer Massimo Moratti, dem damaligen Club-Präsidenten Giacinto Facchetti sowie Milan-Funktionären mit Schiedsrichterchef Bergamo als Beweismittel zugelassen werden. Erst danach will der Fußballverband über eine Neuaufnahme der Ermittlungen entscheiden. Wie FIGC-Präsident Giancarlo Abete bestätigte, stand das Thema jedoch bereits auf der Tagesordnung der Verbandssitzung.

Nach Angaben der «Gazzetta dello Sport» droht Inter jedoch ohnehin keine Strafe, da etwaige Verstöße aus den Jahren vor 2006 verjährt wären. Inter-Boss Moratti reagierte am Donnerstagnachmittag dennoch unwirsch auf die Juve-Erklärung: «Das ist deren Angelegenheit», wies Moratti Fragen zum Juve-Vorstoß zurück.

Auch Milan ginge straffrei aus, da der Club 2006 bereits wegen der unkorrekten Einflussnahme auf Schiedsrichter zu Punktabzügen verurteilt worden war. Dennoch forderte die Turiner Sporttageszeitung «Tuttosport» in dicken Lettern auf ihrer Titelseite: «Giustizia!» (Gerechtigkeit). Das Blatt rief seine Leser auf, den Verband mit Protestbriefen zu überschwemmen. Wie Ex-Nationalspieler Christian Vieri fordern einige in Italien, Inter zumindest den 2006 vom Sportgericht verliehenen Meistertitel wieder abzuerkennen.

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