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Neapel/Mailand

Inter-Boss Moratti in Ligaprozess beschuldigt

Im Prozess um den italienischen Fußball-Manipulationsskandal von 2006 hat die Verteidigung des Hauptangeklagten Luciano Moggi Inter Mailands Club-Präsident Massimo Moratti ebenfalls Einflussnahme auf die Schiedsrichter unterstellt.

Wie der vom italienischen Fußballverband (FIGC) bereits verurteilte ehemalige Manager von Juventus Turin habe auch der Inter-Boss engen Kontakt zum damaligen Schiedsrichter-Koordinator Paolo Bergamo gepflegt. Moggis Anwälte legten abgehörte Gespräche der beiden vor, die sie zum Gegenstand des Strafverfahrens in Neapel machen wollen. Damit wollen Moggis Verteidiger zeigen, dass Telefonate zwischen Club-Funktionären und den Schiedsrichter-Chefs üblich waren. «Entweder alle sind schuldig, oder niemand. Meiner Meinung nach ist niemand schuldig», sagte Moggi nach Angaben der «Gazzetta dello Sport».

Die Anklage wertete den Vorstoß der Moggi-Verteidiger als sinnloses Ablenkungsmänover in dem Prozess, in dem der mutmaßliche Drahtzieher Moggi sowie mehr als 30 Komplizen wegen Sportbetrugs und teilweise sogar wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung angeklagt sind. «Nicht Telefongespräche, sondern illegale Verträge sind strafbar», erklärte die Staatsanwaltschaft.

In italienischen Medien bislang veröffentliche Telefongespräche zwischen Moratti und Bergamo aus dem Jahr 2005 ergaben keine illegalen Inhalte. Der Schiedsrichter-Koordinator kündigte dem Inter-Boss lediglich die Nominierung «besonders guter» Schiedsrichter für bevorstehende Spiele an. Zudem wurden die Gespräche über normale Telefonnummern geführt, während Bergamo mit Moggi über eigens dafür in der Schweiz abgeschlossene Handyanschlüsse telefonierte, die vermeintlich abhörsicher waren.

Moratti wies die Unterstellungen der Moggi-Verteidiger zurück. «Das ist eine Schande und eine hässliche Sache», sagte der Inter-Boss. Um sich zu verteidigen, verdrehe Moggi die Tatsachen. Er könne die mitgeschnittenen Gespräche ruhig zum Prozessgegenstand machen, gab sich Moratti gelassen. Inter habe nichts zu befürchten.

Die Juve-Fans fordern bereits die Rückgabe des Meistertitels 2006. Der war dem damals zum Zwangsabstieg in die Serie A verurteilten Rekordmeister aberkannt und Inter zuerkannt worden. Das Sportgericht des Fußballverbandes hatte 2006 außerdem Moggi und seine Komplizen zu langen Berufsverboten und hohen Geldstrafen verurteilt. Der Zivilprozess gegen Moggi und die übrigen Angeklagten wird am 13. April fortgesetzt. Dann soll auch über die Verwendung der abgehörten Moratti-Telefonate entschieden werden.

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