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    Vaduz/Leipzig

    Enttäuschung bei Littbarski: In Vaduz entlassen

    Mit großer Enttäuschung hat Pierre Littbarski auf seine Entlassung als Trainer des Schweizer Fußball- Zweitligisten FC Vaduz reagiert.

    Entlassen
    Pierre Littbarski aufgenommen während einer Trainingseinheit in Vaduz.

    «Wir sind natürlich niedergeschlagen und überrascht über diese Entscheidung. Vor allem, weil wir gerne noch das Pokalfinale gespielt hätten», sagte der 49 Jahre alte Weltmeister von 1990 der Deutschen Presse-Agentur dpa auf Anfrage. Der Liechtensteiner Traditionsverein aus Vaduz, der in der zweitklassigen Schweizer Challenge League spielt, hatte sich nach rund 18 Monaten von dem 73-maligen früheren Nationalspieler sowie dessen Assistenten Robert Jaspert und Dietmar Schacht getrennt.

    Der Vertrag von Littbarski, der seine Karriere als Spieler in der DFB-Auswahl vor 20 Jahren in Italien mit dem Gewinn des WM-Titels gekrönt hatte, besaß noch bis zum Sommer Gültigkeit. Der FC Vaduz war nach nur einem Punkt aus den vergangenen sieben Spielen von Platz drei auf Rang zehn zurückgefallen. Die Mannschaft wird nun von dem zuletzt in Österreich beim Zweitligisten FC Lustenau tätigen Niederländer Eric Orie betreut. Mit dem 42-Jährigen auf der Bank bestreitet Vaduz nun am 13. Mai das Pokalfinale in Liechtenstein gegen den USV Eschen Mauren. Im vorigen Jahr hatte «Litti» den Cup mit seinem Team noch gewonnen.

    Die kommenden Wochen möchte Littbarski, der vorerst im Schweizer Kanton St. Gallen wohnhaft bleiben will, nun zur Fortbildung bei internationalen Spitzenvereinen nutzen. «Ich will gerne in München oder Mailand hospitieren», kündigte der einstige Dribbelkünstler drei Tage vor seinem 50. Geburtstag an. Beim Bundesligisten FC Bayern München und dem Serie-A-Club Inter Mailand möchte der 406-malige frühere Bundesliga-Profi des 1. FC Köln nach eigener Aussage neue Eindrücke sammeln. Und einen Trainerjob will der ehemalige Coach des MSV Duisburg und von Saipa Teheran (Iran) erst wieder im Sommer annehmen. «Vereine in Deutschland oder England wären schön, aber ich bin ein Weltenbummler, mal sehen, was kommt», meinte Littbarski.

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