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    Hannover

    TV-Bilanz: Tolle Quoten, manipulierte Bilder

    Tolle Einschaltquoten und manipulierte Bilder: Die EM-Bilanz für ARD/ZDF fällt zwiespältig aus. Durchschnittlich 20,31 Millionen Fernsehzuschauer (Marktanteil 56,2 Prozent) sahen den 4:0-Sieg des alten und neuen Europameisters Spanien gegen den Italien im ZDF.

    Siegerkuss
    Spaniens Gerard Pique küsst den EM-Pokal.
    Foto: Radek Pietruszka - DPA

    Das waren zwar deutlich weniger Fans als beim EM-Finale 2008 (28 Millionen) oder 2004 (25 Millionen), doch dank der 31 Fußball-Übertragungen in drei Wochen schlossen die öffentlich-rechtlichen Sender in der Jahreswertung zum bisherigen Marktführer RTL auf.

    Die ARD verbuchte mit 27,99 Millionen Fans beim 1:2 von Deutschland im Halbfinale gegen Italien den EM-Rekord. In die Freude über die hohen Reichweiten mischten sich schwere Vorwürfe an die Europäische Fußball Union (UEFA). Deren Produktionsfirma, zuständig für das Weltbild, hatte bestimmte Vorfalle in den Stadien (z.B. Flitzer, Protestplakate) nicht gezeigt. Zudem blendete sie aufgezeichnete Sequenzen (Löw-Balljunge, weinende Frau) in die Live-Berichterstattung ein, ohne dieses kenntlich zu machen.

    «Das ist eindeutig Manipulation», kritisierte ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz im ZDF-Strandblog dieses Sendekonzept. «Wir sehen durch diese Vorgänge, die allein in der Verantwortung der UEFA liegen, unsere Reputation bei den deutschen Fernsehzuschauern beschädigt», ergänzte Gruschwitz. Er sprach von einem einmaligen Vorgang («Ich habe so etwas auch noch nicht erlebt») und kündigte ebenso wie ARD-Teamchef Jörg Schönenborn Gespräche mit der UEFA an.

    «Wir sind erstaunt und irritiert. Diese Bilder sind für uns so nicht akzeptabel», sagte Schönenborn. Die UEFA räumte zwar Pannen bei der Übertragung der TV-Bilder ein, wies den Vorwurf der Manipulation aber energisch zurück. «Die UEFA hat keinerlei Absicht, eine wie auch immer geartete Kontrolle über die den Sendeanstalten zur Verfügung gestellten Bilder auszuüben», teilte der Dachverband zu seinem Sendekonzept mit. Es trägt nach Angaben der «Süddeutschen Zeitung» den schönen Namen «The human story of the game» (Die menschliche Geschichte des Spiels).

    ZDF-Strandblog

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