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Warschau

Enttäuschung in Polen – EM-Traum vorbei

dpa

Katerstimmung und Enttäuschung auch bei den polnischen Politikern über das EM-Aus der «Weiß-Roten»: «Das ist wie ein Eimer kaltes Wasser», klagte Andrzej Rozenek von der polnischen Linkspartei Ruch Palikota in einer Diskussionssendung im polnischen Fernsehen.

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Das Aus der Polen sorgte bei Spielern, Fans und Politern für Entsetzen.
Foto: Brian Stewart – DPA

«Ich ließ mich von unserer Mannschaft überzeugen und zu Gefühlen hinreißen. Nach jeder Niederlage verspreche ich mir selbst, dass ich mich beim nächsten Mal zusammenreiße und nicht mehr an einen Erfolg unserer Mannschaft glaube. Das ist so enttäuschend.»

«Heute sind wir alle traurig. Es ist nur Sport, aber es tut weh. Es war so nah dran», bedauerte die nationalkonservative Abgeordnete Beate Szydlo. Michal Listkiewicz, ehemaliger Präsident des polnischen Fußballverbands PZPN, warf der Mannschaft in einem Interview mit der polnischen Nachrichtenagentur PAP vor, sie habe sich von den tschechischen Gegnern einschüchtern lassen und zu passiv gespielt.

Er hoffe nun, dass die EM-Stimmung trotz des Ausscheiden Polens erhalten bleibe, sagte Listkiewicz. «Trotz der Niederlage der Mannschaft ist dieses Turnier ein Sieg für Polen», betonte er. «Ich habe mit vielen Besuchern gesprochen und sie sind begeistert von der Gastfreundschaft, den Dienstleistungen, sogar mit dem Transport.»

Ungeachtet aller Enttäuschung läuft das Rennen um das Spieltrikot von Robert Lewandowski aus dem Eröffnungsspiel gegen Griechenland: In der noch immer laufenden Online-Versteigerung wurden bereits 400 000 Zloty (knapp 100 000 Euro) geboten, berichtete der Fernsehsender TVN 24. Die Einnahmen aus der Versteigerung sollen schwer kranken Kindern zugutekommen.

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