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Stuttgart

Bei Finalsieg bleibt Hupen verboten – eigentlich

dpa

Selbst beim Gewinn der Europameisterschaft: Freuden-Hupen bleibt verboten. Darauf haben Innenministerium und Polizei in Baden-Württemberg hingewiesen. Wer ohne Gefahr in der Stadt hupt, begeht eine Ordnungswidrigkeit – und muss unter Umständen zahlen.

Ordnungswidrigkeit
Trotz allem Grund zum Feiern bleibt das Hupen eine Ordnungswidrigkeit.
Foto: Franziska Kraufmann – DPA

«Wenn es nicht ausufert, wird man recht tolerant sein», sagte ein Ministeriumssprecher auf Anfrage. Letztlich liege es im Ermessen der Polizisten vor Ort. Und die hatten in der Nähe von Kornwestheim im Kreis Ludwigsburg nach dem Sieg der Deutschen über Dänemark offensichtlich auf eine Verwarnung entschieden. Wie die «Bild»-Zeitung berichtete, musste ein 20-jähriger Fußballfan zehn Euro Strafe zahlen – wegen «Benutzens der Hupe ohne Grund». Eine «Gratwanderung», meint ein Stuttgarter Polizeisprecher. Einerseits sei die Freude der Fußballfans verständlich, andererseits gebe es auch Beschwerden über nächtliche Ruhestörung.

«Es ist immer des einen Freud und des anderen Leid», ergänzte ein Sprecher der Stadt Rottweil. Die hatte in der Vorrunde zu einem Trick gegriffen, um solche Diskussionen gar nicht erst aufkommen zu lassen: Die historische Innenstadt war für Autokorsos gesperrt, nicht aber der Rest der Stadt. Ab dem Viertelfinale allerdings hebt Rottweil das Verbot auf. «Das ist dann ein überschaubarer und zumutbarer Zeitraum, in dem man mit Lärmbelästigung rechnen muss», sagte der Sprecher. Doch auch dann ist Vorsicht geboten: Die Polizei will darauf achten, dass die Fans im Autokorso rücksichtsvoll fahren und die Tempo-20-Zone in der Innenstadt respektieren.

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