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    Berlin

    WM-Countdown: Entwicklungshilfe vor Sommermärchen

    Der Präsident glaubt an ein neues «Sommermärchen», OK-Chefin und Weltverband an einen «Meilenstein» - vor der WM 2011 steht im Frauen-Fußball aber weltweit noch eine Menge Entwicklungsarbeit an.

    Chefin
    Der «weibliche Franz Beckenbauer»: WM-OK-Präsidentin Steffi Jones.

    International für das Turnier werben und gleichzeitig im eigenen Land alle Bereiche der Gesellschaft sensibilisieren: Die Organisatoren um Steffi Jones haben sich knapp acht Monate vor dem ersten Anstoß in Berlin ambitionierte Ziele gesetzt. «Wir wollen Türen öffnen», sagt Jones, den Fußball «auch in anderen Ländern vorantreiben».

    Dazu starten Jones, der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der Weltverband FIFA eine gemeinsam Welttournee in alle 15 teilnehmenden WM-Nationen. «Das ist eine Willkommenstour», so Jones, die vor allem zeigen will, wie man Frauen-Fußball voranbringen kann. «Wir haben eine Vorreiterrolle, andere Länder schauen zu uns auf.»

    «Deutschland ist ein klar führendes Land», betonte Tatjana Haenni am Dienstagabend in Berlin. Die Schweizerin leitet bei der FIFA seit knapp drei Jahren den Bereich Frauen-Fußball und weiß um die Probleme der Sportart in vielen Teilen der Welt - auch da, wo man es nicht vermuten würde, etwa im Land von Vizeweltmeister Brasilien. «Da kennt jeder Marta, aber Frauen-Fußball ist unterentwickelt. Es gibt keine anständige Liga, die Spielerinnen sind nicht wirklich bekannt.»

    Das soll sich ändern, beginnend mit dem Besuch der WM-Delegation, spätestens aber beim Turnier im Sommer. Jones und Haenni gehen beide von einem «Meilenstein» für den Frauen-Fußball aus. Aber die FIFA- Funktionärin warnt, im Gegensatz zum Männer-Turnier werde die WM 2011 «kein Selbstläufer». Es gehe in erster Linie darum, «der Welt zu zeigen, dass Frauen-Fußball ein top-professioneller Sport ist, wo aber wirklich noch sehr viel gemacht werden muss».

    Handlungsbedarf sieht DFB-Präsident Theo Zwanziger - der schon nach 2006 vom nächsten «Sommermärchen» träumt - auch in Deutschland. «Mädchen mit Migrationshintergrund haben es schwieriger als die Jungs», weiß er. Gerade eine WM im eigenen Land könne aber zeigen, dass Fußball für Mädchen «eine tolle Sache» ist, und damit einen großen Betrag für die Integration leisten, hofft Zwanziger.

    Dass die WM vom 26. bis 17. Juli voller Erfolg wird, darüber herrscht an der Spitze des deutschen Fußball breiter Konsens. «Wir haben ein gutes Gefühl», sagt Zwanziger, «und wir gehen fest davon aus, dass wir gut vorbereitet sind.»

    Gut die Hälfte der 700 000 WM-Tickets für die Partien in den neun Stadien sind bereits abgesetzt. Auch das Berliner Olympiastadion, wo das Auftaktmatch stattfindet, ist schon beinahe zur Hälfte gefüllt. «Das ist eine ganz tolle, fast sensationelle Zahl», sagt DFB- Generalsekretär Wolfgang Niersbach. «Wir haben ein klares Ziel vor Augen, nämlich den Europarekord mit 75 000 Zuschauern.» Noch nie haben in Europa so viele Fans ein Frauen-Fußballspiel verfolgt.

    Das jüngste Länderspiel in Wolfsburg, zu dem sich 7229 Zuschauer verirrten, soll ein einmaliger Ausrutscher bleiben. «Das darf nicht der Maßstab sein», betont Jones. «Die Stadien werden voll sein.»

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