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Frankfurt/Main

«Vom Platz gefegt»: Schweden tanzt nicht mehr

dpa

Schwedens Freudenfußballerinnen haben erstmal ausgetanzt und müssen ihre Tränen trocknen. Im Spiel um Platz drei will das Team von Trainer Thomas Dennerby aber noch einmal eine heiße Sohle hinlegen.

Ausgetanzt
Das Halbfinale haben die Schwedinnen verloren, nun wollen sie im Spiel um Platz drei wieder siegen.
Foto: DPA

«Ich bin frustriert, aber ich bin auch wirklich motiviert für das Spiel um Platz drei. Wir wollen da um die Medaille kämpfen», sagte Stürmerstar Lotta Schelin nach der Lehrstunde beim 1:3 (1:1) im Halbfinale gegen Japan.

Der Vize-Weltmeister von 2003, der bisher so frisch-fröhlich durchs Turnier gestürmt war und danach Freudentänze hinlegte, bekam am Mittwochabend vor 45 434 Zuschauern in Frankfurt/Main seine Grenzen aufgezeigt. Niemand hätte sich gewundert, wenn Dennerby nach dem Abpfiff beim Shakehands mit seinem Kollegen Norio Sasaki eine tiefe Verbeugung gemacht hätte. «Na ja... alle, die das Spiel wie ich gesehen haben, haben festgestellt, dass Japan die bessere Mannschaft hat», meinte der 51-Jährige frustriert.

«Ausgespielt, überrollt, vom Platz gefegt: Die Japanerinnen hatten den Ball, wir Schweden hatten nur die eigenen Mängel und Fehler», schrieb die schwedische Tageszeitung «Aftonbladet» am Donnerstag. Und «Dagens Nyheter» meinte: «Die kleinen Japanerinnen waren eine Nummer zu groß für Schweden. Am Ende gaben sie den Ball noch nicht mal leihweise her.»

Am Samstag in Sinsheim gegen Frankreich bekommt der EM-Ausrichter die Chance, wieder richtig mitzuspielen. «Heute dürfen wir nochmal traurig sein, dann müssen wir aufstehen und zurückkommen», sagte Sara Tunebro vom 1. FFC Frankfurt. «Japan war heute sehr viel besser.» Schelin, die kaum einen Stich bekam gegen die ungemein aufmerksame und wieselflinke Abwehr der Asiatinnen, gestand: «Wir waren nie wirklich im Spiel.» Spielführerin Caroline Seger konnte sich das alles nur von der Bank aus ansehen: Sie musste wegen einer Wadenverletzung passen.

Nach dem Spiel versammelte Dennerby noch auf dem Platz seine Spielerinnen um sich und schwor sie in einem Kreis auf die Partie in Sinsheim ein. «Dieses Spiel ist sehr, sehr wichtig für uns. In drei Tagen geht es um eine Medaille. Wir müssen schnell zu unserem Spiel zurückfinden und dürfen nicht zu sehr in Depressionen verfallen», forderte der Schweden-Coach.

Etwas ratlos kratzte sich Dennerby bei der Pressekonferenz am Bart. Der sollte – nach dem Motto: Wer rasiert, verliert – eigentlich erst nach dem Finale fallen. Ob er ihn jetzt schon nach dieser bitteren Niederlage stutzt? «Das ist nicht gerade das Erste, woran man denkt, wenn man ein Halbfinale verloren hat», knurrte der frühere Polizeiinspektor. «Ob und wann ich ihn abrasiere, das kann ich nicht sagen. Keine Ahnung.»

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