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    Werder wurde beim 1:5 gegen den BVB vorgeführt

    Borussia Dortmund hat in Werder Bremen den perfekten Aufbaugegner gefunden. Beim lockeren 5:1-Kantersieg am Samstag bei den Hanseaten holte sich der BVB das Selbstbewusstsein für den Kampf um die Champions-League-Plätze zurück.

    Werder Bremen – Borussia Dortmund
    Der Dortmunder Nuri Sahin jubelt mit dem Torschützen zum 2:0, Henrikh Mkhitaryan (l).
    Foto: Carmen Jaspersen – DPA

    Je zweimal Robert Lewandowski (26. Minute/85.), Henrich Mchitarjan (41./62.) und einmal Manuel Friedrich (48.) besiegelten vor 42 100 Zuschauern im ausverkauften Weser-Stadion den zweiten Auswärtssieg nacheinander in der Fußball-Bundesliga nach zuvor zwei Monaten ohne Erfolg. Levent Aycicek (89.) erzielte spät den Ehrentreffer in seinem ersten Bundesligaspiel für Werder.

    «Das war ein großartiges Spiel meiner Mannschaft, das hat richtig Spaß gemacht», sagte BVB-Coach Jürgen Klopp nach dem auch in der Höhe verdienten Spiel. Mit nun 39 Punkten festigte die Borussia Tabellenplatz drei und hielt den Revierrivalen Schalke auf Distanz.

    Für Werder wird die Lage im Tabellenkeller dagegen immer prekärer. Nach dem dritten sieglosen Spiel in der Rückserie fielen die Hanseaten auf Rang 13. Mit weiterhin nur 20 Punkten hat das Team von Trainer Robin Dutt nur drei Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge. «Dieses Ergebnis tut weh. Das ist in dieser Deutlichkeit verdient», stöhnte Dutt. Dabei hatte der Werder-Coach alles versucht.

    Nachdem Dutt auf das 1:3 in Augsburg mit deutlichen Worten und Straftraining reagiert hatte, saßen Nils Petersen, Cedrick Makiadi und Felix Kroos zunächst überraschend auf der Bank. Linksverteidiger Lukas Schmitz stand gar nicht im Kader. Dafür gab Winter-Zugang Ludovic Obraniak sein Debüt, blieb bei den harmlosen Bremern im offensiven Mittelfeld aber blass.

    Zumindest fehlenden Kampfgeist wie noch in Augsburg konnte Dutt seinem Team nicht vorwerfen. «An der Einstellung hat es nicht gelegen», meinte Dutt. Sein Team offenbarte aber mal wieder heftige spielerische Mängel und leistete sich auch in der defensive schwere Patzer. Die Dortmunder Führung fiel nach einem Fehlpass von Eljero Elia, der Marcel Schmelzer den Ball am eigenen Strafraum in den Fuß spielte. Der vom Nationalverteidiger angespielte Lewandowski schlenzte sein zwölftes Saisontor sicher ins lange Eck.

    Die Führung gab den Westfalen Sicherheit, die individuellen Unzulänglichkeiten der Bremer nutzte Dortmund nun konsequent aus. Fünf Minuten vor der Pause wurde Mchitarjan am Strafraum nicht angegriffen und schloss kompromisslos zum Pausenstand ab.

    Als der Ex-Bremer Friedrich direkt nach Wiederanpfiff eine Ecke im Getümmel über die Linie drückte, war das Spiel endgültig entschieden. Dortmund spielte nun frei vom Druck überlegen gegen völlig verunsicherte Bremer. Lewandowski (51.) und Lukasz Piszczek (56.) hätten die Führung noch deutlicher gestalten können.

    Auch ohne die verletzten Stammspieler Mats Hummels, Neven Subotic, Ilkay Gündogan und Jakub Błaszczykowski holten sich die Dortmunder nun zum Ende der Hinserie verloren gegangenes Selbstvertrauen zurück. Selbst Kabinettstückchen glückten ohne Probleme. Mchitarjan schlenzte nach einem feinen Hackentrick von Marco Reus eine halbe Stunde vor dem Ende zum schönsten Tor der Partie den Ball ins Netz.

    Danach ließen es die Westfalen etwas ruhiger angehen. Fünf Minuten vor dem Ende wurde es demütigend für Werder und Verteidiger Sebastian Prödl, der als letzter Mann auf der Linie bei Lewandowskis 13. Saisontor den Ball durch die Beine geschoben bekam. Der für Bremen eingewechselte Aycicek staubte in der Endphase noch zum Ehrentor ab.

    Spieldaten:

    Ballbesitz in %: 45,9 – 54,1

    Torschüsse: 11 – 15

    gew. Zweikämpfe in %: 52,9 – 47,1

    Fouls: 18 – 12

    Ecken: 5 – 9

    Quelle: optasports.com

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