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Wechseltheater: Özil will weg – Diego soll kommen

Bremen/Wolfsburg (dpa) – Mesut Özil will weg, Diego soll kommen. Das Transfer-Karussell dreht sich eine Woche vor dem Bundesliga-Start mit Star-Besetzung.

Wohin?
Wohin führt der Weg von Mesut Özil?

Sowohl um die Bundesliga-Rückkehr des Ex-Bremers Diego zum VfL Wolfsburg als auch um den Verbleib des Noch-Bremers Özil ist ein heftiger Poker entbrannt. Juventus Turin will den fast perfekten Wechsel des Brasilianers Diego noch einmal überdenken, und Werder Bremen hat ein Angebot von Real Madrid für Özil als völlig inakzeptabel abgelehnt, das der deutsche Nationalspieler als große Ehre betrachtet.

«Wenn man so ein Angebot hat, möchte man das gerne annehmen. Es ist der Traum eines jeden Fußballers, für die größten Mannschaften Europas zu spielen», sagte Özil nach dem DFB-Pokalspiel in Ahlen. Dort erfüllte er nach dem Auslaufen ausgiebig Autogrammwünsche und posierte mit den Fans auf Fotos. Das ganze hatte etwas von einer Abschiedsfeier. Auch seine Bremer Teamkollegen schließen einen Wechsel des 21-Jährigen nicht mehr aus, dessen Vertrag 2011 ausläuft. «Mesut hat sich das durch seine gute Leistung verdient. Für ihn ist das doch toll», sagte Tim Borowski zu einem möglichen Transfer.

Werder-Chef Klaus Allofs bleibt vorerst bei seinem klaren «Nein». Er erwartet eine deutliche Nachbesserung und kritisierte Form und Inhalt der Offerte, die Real während des Testspiels bei Bayern München publik machte. Der spanische Rekordmeister hat nach Angaben der «Bild am Sonntag» 10 Millionen Euro Ablösesumme geboten. Werder rechnet nach Medienberichten aber mit mindestens 15 Millionen Euro für den Dribbelkönig, dessen Marktwert sogar auf 27 Millionen Euro taxiert wird.

«Das Angebot war sehr weit von dem entfernt, was man für einen Spieler mit der Klasse von Mesut Özil bezahlt», sagte Allofs. Er und Trainer Thomas Schaaf wollen Özil ungeachtet des Wechseltheaters am Mittwoch in der Champions-League-Qualifikation gegen Sampdoria Genua einsetzen. Das würde den Marktwert des Mittelfeldstrategen deutlich senken, denn er dürfte dann in diesem Jahr nicht mehr für einen anderen Club in der «Königsklasse» spielen. «Wenn Mesut am Mittwoch nicht bei einem anderen Verein ist, dann spielt er für Werder Bremen gegen Genua», betonte der Bremer Geschäftsführer.

Auch Özil geht von einem Einsatz am Mittwoch aus. «Ich habe noch einen Vertrag und den respektiere ich. Ich bin topfit und freue mich auch auf das Spiel», sagte der Profi. Von der Bremer Absage des Real- Angebots habe er nur aus den Medien erfahren. «Das hat mich sehr traurig gemacht. Das habe ich Herrn Allofs auch gesagt», kritisierte Özil den internen Informationsfluss. Er und sein Berater wollen nun weitere Gespräche mit Allofs führen. Nach Angaben des spanischen Sportblatts «Marca» sei Real bereit, das Angebot zu erhöhen.

Reals Startrainer Jose Mourinho möchte Özil unbedingt als zweiten deutschen WM-Spieler nach Sami Khedira nach Madrid holen. Er soll im «weißen Ballett» den derzeit verletzten brasilianischen Regisseur Kaka ersetzen. «Özil ist ein sehr guter Spieler. Wenn er kommt, wäre es natürlich Klasse. Mal sehen, wie es weitergeht», buhlte Mourinho im ZDF um den Bremer. «Ich fand es einfach seltsam, wenn man sich am Rande eines Spiels hinstellt und sagt, dass man ein Angebot für Mesut Özil unterbreitet hat. Jeder Club hat seinen Stil, aber das zeugte nicht von großer Klasse», kritisierte Allofs.

Werders Ex-Star Diego steht weiterhin auf der Wunschliste des VfL Wolfsburg. VfL-Manager Dieter Hoeneß, der seit einigen Tagen intensiv mit Juventus verhandelt, soll sich bereits mit dem Serie A-Club geeinigt haben. Die Ablösesumme für den 25-Jährigen dürfte zwischen 16 und 19 Millionen Euro liegen. Die Niedersachsen wollen dem Brasilianer nach übereinstimmenden Berichten einen Vierjahresvertrag anbieten. Er soll jährlich sechs Millionen Euro brutto in der VW- Stadt verdienen.

Am Sonntag deuteten italienische Zeitungen allerdings eine Kehrtwende bei Juventus an. Diego, der in der vergangenen Saison die Erwartungen nicht erfüllen konnte, soll nun doch in Turin bleiben. Nach seinen starken Leistungen beim Tim-Cup gegen den AC und Inter Mailand sprechen sportliche Gründe gegen einen Verkauf des Brasilianers. VfL-Coach Steve McClaren hatte ähnliches wohl im Sinn, als er erklärte: «Bevor Diego bei uns nicht durch die Tür spaziert, werde ich nichts dazu sagen.»

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