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    Berlin

    Watzke: Künftig keine Ausstiegsklausel für BVB-Spieler

    Borussia Dortmund will als Lehre aus dem Wechsel von Mario Götze zum FC Bayern München künftig keinem Spieler bei Vertragsverhandlungen eine Ausstiegsklausel zugestehen.

    BVB-Geschäftsführer
    Hans-Joachim Watzke winkt nach der Ankunft aus Madrid auf dem Flughafen den Fans.
    Foto: Caroline Seidel - DPA

    «Nach zwei Meisterschaften, einem Double und dem Erreichen des Champions-League-Endspiels haben wir als Borussia Dortmund jetzt einen Status, dass wir von jedem Spieler erwarten, sich ohne Wenn und Aber an diesen Klub zu binden», sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke in einem Interview der «Süddeutschen Zeitung». Als Vorbilder nennt Watzke die Fußball-Nationalspieler Mats Hummels, Sven Bender und Marcel Schmelzer.

    Götze nutzt eine Klausel in seinem Vertrag, um im Sommer für eine festgeschriebene Ablöse von 37 Millionen Euro zum FC Bayern zu wechseln, Lewandowski hegt ebenfalls Transfer-Wünsche, sein Vertrag läuft 2014 aus. Watzke stellt aber erneut klar, den Polen nicht abgeben zu wollen: «Unser Wunsch ist nach wie vor, dass er bei uns mindestens das letzte Jahr seiner Vertragslaufzeit spielt.» Es gebe «weder eine mündliche noch eine schriftliche Ausstiegsklausel».

    Kurz vor dem Bundesliga-Gipfel am Samstagabend verdeutlichte Watze erneut, dass die Spannungen zwischen den beiden Finalisten der Champions League zugenommen haben. «Ich habe vor dem FC Bayern immer sehr viel Respekt gehabt, ihnen teilweise Bewunderung entgegengebracht. Im Moment fällt mir das etwas schwerer», sagte er. Der 53-Jährige, der seit 2005 an der Spitze des Dortmunder Traditionsclubs steht, hat «das Gefühl, dass sich bei Bayern in letzter Zeit etwas geändert hat».

    Das Streben nach der Vormacht in der Bundesliga und den Wettbewerb um die besten Talente hält Watzke für legitim, sagt aber: «Es wird alles etwas konterkariert, seit Uli Hoeneß sich vor zwei Wochen für mehr Solidarität in der Bundesliga einsetzen wollte – und mich da auch persönlich mit einspannen wollte. Zu dem Zeitpunkt wusste Uli Hoeneß schon, dass Bayern den Transfer von Götze anbahnt oder die Einigung schon vollzogen war. Auch das Interesse an Robert Lewandowski wird nicht dementiert, aber niemand tritt an uns heran, um das mal zu besprechen.»

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