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Van Bommel bleibt Bayer – Timoschtschuk gibt auf

München (dpa). Der Kapitän bleibt an Bord – Mark van Bommel darf auch in der kommenden Saison den «Aggressiv-Leader» beim FC Bayern München spielen.

Zuverlässig
Bayern-Kapitän Mark van Bommel jubelt über ein Tor.

Während der Ausgang des Millionen-Pokers mit Topstar Franck Ribéry erst einmal auf Eis gelegt worden ist, hat der deutsche Fußball-Rekordmeister mit der einjährigen Verlängerung des Vertrages mit dem 32 Jahre alten niederländischen Nationalspieler bis zum 30. Juni 2011 vor den sportlichen «Wochen der Wahrheit» eine weitere zentrale Personalie geklärt.

«Wir waren ziemlich schnell einig», berichtete van Bommel zufrieden und verriet über die Verhandlungen mit dem Bayern-Vorstand: «Sie haben mir zwei Jahre angeboten, ich habe ein Jahr genommen.» Noch im Vorjahr war van Bommel enttäuscht gewesen, als er keinen Kontrakt über zwei Jahre erhalten hatte. Nun sagte er: «Ich finde es gut, dass es ein Jahr ist. Ich bin sehr zufrieden.» Außerdem müsse 2011 ja noch nicht Schluss für ihn sein in München. «Wenn ich so weiterspiele und der Verein sich so weiterentwickelt, sitzen wir nächstes Jahr wieder am Tisch», prophezeite er.

Van Bommel war im August 2006 für sechs Millionen Euro vom FC Barcelona zum FC Bayern gewechselt. In bisher 103 Bundesliga-Spielen erzielte er elf Tore für den Rekordmeister. Ex-Coach Jürgen Klinsmann machte ihn im Sommer 2008 zum ersten ausländischen Kapitän des FCB. Titel zu gewinnen ist sein erklärtes Ziel für diese und die kommende Saison: «Wir sind mit der Mannschaft auf einem richtig guten Weg.» Der absolute Traum sei die Champions-League-Trophäe: «Ich habe 2006 mit Barcelona die Champions League gewonnen – und ich habe den Jungs hier gesagt, dass es nichts Schöneres gibt.»

Die Vereinsführung wollte ebenfalls «rechtzeitig vor den nun entscheidenden Wochen» in Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal ein Zeichen setzen, wie Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge hervorhob. «Mark war in den zurückliegenden Jahren, vor allem aber in den vergangenen Monaten ein guter, wichtiger und stabiler Erfolgsgarant unserer Mannschaft», würdigte er die Verdienste des Niederländers.

In Trainer und Landsmann Louis van Gaal hat van Bommel einen wichtigen Fürsprecher. Den im vorigen Sommer für elf Millionen Euro von Zenit St. Petersburg geholten Ukrainer Anatoli Timoschtschuk hat der Kapitän im defensiven Mittelfeld ausgestochen. Passend zur Verlängerung von van Bommel berichtete «Bild», dass der 30-jährige Timoschtschuk (Vertrag bis 2012) sein Reservisten-Dasein leid sei und bereits um die Freigabe gebeten haben soll.

Nach Torhüter Jörg Butt (35) und Abwehrchef Daniel van Buyten (32) hat in van Bommel auch der dritte Ü-30-Routinier in Bayerns Stammelf einen neuen Vertrag erhalten. Neben dem ins zentrale Mittelfeld versetzten Nationalspieler Bastian Schweinsteiger zeigte er sich in der Rückrunde deutlich formverbessert. Zuletzt erzielte er gegen den AC Florenz zudem ein wichtiges Tor beim Einzug ins Champions-League- Viertelfinale. «Wir sind ein gefährlicher Außenseiter im Kampf um den Titel», sagte van Bommel vor der Viertelfinal-Auslosung.

Während die Verlängerung mit dem Kapitän nicht überraschend kam, wird der Kampf um Ribéry zu einer Hängepartie mit ungewissem Ausgang. Erst nach den wichtigen kommenden Wochen mit den Top-Spielen in der Liga bei den Titelkonkurrenten Schalke und Leverkusen, dem Pokal- Halbfinale bei den Schalkern sowie dem Champions-League-Viertelfinale soll konkret gesprochen werden. «Wir werden sicherlich für Ribéry an Grenzen gehen», sagte Sportdirektor Christian Nerlinger der «Sport- Bild». Nach Angaben des Magazins soll Ribéry, dessen Vertrag 2011 endet, derzeit vier Millionen Euro netto pro Jahr verdienen. Ribéry, den etliche europäische Top-Clubs jagen sollen, hatte angekündigt, spätestens zur im Juni beginnenden WM Klarheit über seine Zukunft haben zu wollen: «Ich möchte zur WM mit einem freien Kopf fahren.»

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