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    Hamburg

    Staffelei statt Kickstiefel: Ex-Profi Kargus wird 60

    Rudi Kargus hat sein Glück gefunden. Während viele Jungs von einer Karriere als Profifußballer träumen, möchte der frühere Nationaltorhüter über seine aktive Zeit nicht mehr viel reden.

    Maler
    Rudi Kargus posiert in Hamburg auf einer Kunstausstellung zwischen zwei Gemälden.
    Foto: Daniel Bockwoldt - DPA

    «Ich bin sehr zufrieden mit dieser Entwicklung, dass nach dem Fußball noch mal was anderes gekommen ist», sagt Kargus vor seinem 60. Geburtstag am Mittwoch. Seine heutige Passion ist die Malerei.

    «Die Kunst ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens geworden. Ich möchte sie nicht mehr missen», betont der frühere Keeper vom Hamburger SV. Zwischen 1971 und 1990 bestritt der gebürtige Wormser 408 Erst- und 19 Zweitligapartien für den HSV, Nürnberg, Karlsruhe, Düsseldorf und den 1. FC Köln.

    Zwei Dekaden Profisport, Training und Paraden auf hartem Boden haben ihre Spuren hinterlassen. «Man muss sich mit den Handicaps arrangieren, die man hat», sagt Kargus ohne Lamentieren. «Dass meine Gelenke im Eimer sind, habe ich akzeptiert.» Mehreren Hüftoperationen musste sich der Vater von zwei erwachsenen Söhnen unterziehen. Drei bis viermal pro Woche geht er ins Fitnessstudio, um Kraft und Kondition zu trainieren. «Aktuell geht es mir sehr gut», berichtet Kargus.

    Für den HSV stand er in 254 Bundesligaspielen zwischen den Pfosten und prägte die große Ära des Clubs am Ende der 70er Jahre. 1976 holten die Rothosen den DFB-Pokal, im Jahr darauf folgte der Triumph im Europapokal der Pokalsieger. Im Finale gegen den RSC Anderlecht hielt Kargus den Kasten sauber, Georg Volkert und Felix Magath erzielten die Treffer beim 2:0-Erfolg in Amsterdam. Nach einer titellosen Spielzeit folgte die Meisterschaft 1979. «Das war mein erstes Leben», erklärt Kargus, der das Fußball-Kapitel für sich abgeschlossen hat.

    Die Kunst bestimmt jetzt sein Dasein. «Ein neuer Bereich, den ich als Geschenk empfinde», sagte der dreimalige A-Nationaltorwart dem Fußballmagazin «11Freunde». Seit 1996 setzt er sich intensiv mit Malerei auseinander, inzwischen 15 Jahre arbeitet der in Quickborn lebende Ex-Profi mit dem Kunstdozenten Jens Hasenberg zusammen.

    Die Emanzipation vom Profisport war mühsam. Kargus wollte nicht als malender Fußballer abgestempelt werden: «Die Qualität der Aufmerksamkeit hat sich verändert. Es ist ernsthafter geworden.» Neben mehreren Ausstellungen im Hamburger Großraum präsentierte er seine Werke bereits in Köln, Düsseldorf und Wien. Die nächste Vernissage soll es im Oktober in Stade geben.

    Seine erfolgreiche Sportvergangenheit wird sich aber wohl nie ganz abstreifen lassen. Nicht zuletzt, da er in seinen Werken auch Erlebtes verarbeitet. Müsste er die vergangene Spielzeit seines Ex-Clubs HSV malerisch wiedergeben, wäre das Bild wie viele seiner Werke in dunklen Farben gehalten. «Die letzte Saison war nicht berauschend», meint Kargus. Auch für die neue Runde ist er skeptisch, «aber vielleicht überraschen sie mich ja».

    Positiv stimmt ihn René Adler als Zugang auf der Torwartposition: «Ich bin ein Fan von ihm. Schon in seinen jungen Jahren haben mich seine Bewegungsabläufe fasziniert. Er ist richtig klasse, wenn er fit ist», betont Kargus, der Adler häufig live sehen will.

    Internetseite Rudi Kargus

    Interview 11Freunde

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