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    Hamburg

    Spitzbube Gekas top – Sünder Asamoah reumütig

    Die wackeren Verlierer vom FC St. Pauli hatten den Schuldigen im Schiedsrichter ausgemacht, doch der wahre «Täter» in Kiez-Nähe hieß Theofanis Gekas.

    Torjäger
    Frankfurts Theofanis Gekas machte ein starkes Spiel gegen St. Pauli.

    Mit imponierender Abgebrühtheit machte der «Vollstrecker aus Larissa» aus zwei Chancen zwei Tore und sorgte fast im Alleingang beim 3:1 (1:1) für Eintracht Frankfurts ersten Bundesliga-Sieg am Hamburger Millerntor. Mehr noch: Mit neun Treffern katapultierte sich der Top-Neuzugang auch an die Spitze der Torschützenliste. «Das ist kein Zufall», lobte sogar der türkische Mitspieler Halil Altintop den Griechen. «Er braucht eben wenig Ballkontakte, um seine Tore zu machen.»

    Die Worte dürften dem im Gegensatz zu Gekas eher blass gebliebenen Altintop nur schwer über die Lippen gekommen sein. Denn beide gelten nicht gerade als die besten Freunde. Auch, weil Michael Skibbe die Taktik ganz nach dem nicht gerade lauffreudigen Gekas ausrichtet. Aber dem Trainer, dessen Team in der Tabelle nach fünf Siegen in den vergangenen sechs Partien in die erweiterte Spitzengruppe vorrückte, bleibt angesichts dessen Trefferquote gar nichts anderes übrig. «Der wird nicht nervös, wenn er zum Abschluss kommt», fasste Skibbe die Stärken des Bundesliga-Torschützenkönigs von 2007 zusammen, der schon beim 5:2 gegen den HSV im Pokal doppelt getroffen hatte.

    Gekas schnappte Altintop vor dem umstrittenen Foulelfmeter auch den Ball weg und traf gekonnt zum 1:1 (42.), obwohl der Grieche den «Elfer» zuvor herausgeholt hatte. «Wer antritt, machen die Spieler unter sich aus. Ich schreite erst ein, wenn jemand schlecht schießt», sagte Skibbe. Das war nicht der Fall bei Gekas, der später plötzlich frei vor Torhüter Thomas Kessler auftauchte und diesem erneut keine Chance ließ (70.). Caio (90.) sorgte für die endgültige Entscheidung.

    Die St. Paulianer hatten vor 24 330 Zuschauern durch Carlos Zambrano (5.) zwar früh geführt und bis kurz vor der Pause souverän aufgespielt. Doch der Strafstoß, den im Gegensatz zu Gekas («Er tritt und trifft mich») selbst Eintracht-Kapitän Patrick Ochs («Gekas ist ein Spitzbube») unberechtigt nannte, und eine allerdings berechtigte Gelb-Rote Karte gegen Gerald Asamoah (48.) kippten die Partie.

    «Wir waren richtig gut, dann wurde uns das Spiel aus der Hand genommen. Da kann ich meinem Team keinen Vorwurf machen», fauchte St. Paulis Coach Holger Stanislawski in Richtung von Referee Marco Fritz (Korb). Vor allem der Elfmeter erregte die Gemüter der Hausherren. «Wir sind hier nicht bei der Rhythmischen Sportgymnastik, wo wir uns nicht berühren, sondern wir sind ganz einfach beim Fußball», kommentierte Stanislawski die Szene, bei der in der Tat eher Gekas geschickt bei Zambrano einfädelte als umgekehrt. «Ich bin seit 17 Jahren im Fußball, aber so etwas habe ich noch nie erlebt.»

    Dass allerdings der wegen Meckerns bereits verwarnte Asamoah mit seinem zur Ampelkarte führenden Foul nahe der Mittellinie seinem Team einen Bärendienst erwies, wusste der selbst. «So etwas darf mir nicht passieren. Ich bin schuld an der Niederlage», sagte Asamoah reumütig.

    Hinzu kam, dass die dezimierten Hausherren in der zweiten Halbzeit nicht mehr in der Lage waren, Torgefahr heraufzubeschwören. Da hatten die Hessen den nun wohl allmählich doch in den Abstiegskampf rutschenden Norddeutschen einiges voraus, wie St. Paulis Sportchef Helmut Schulte zugab. «Man muss vor der Effektivität der Frankfurter den Hut ziehen», sagte er. Und meinte allen voran Vollstrecker Gekas.

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