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    Reus gewährt tiefe Einblicke: „Himmel und Hölle zugleich“

    Dortmund (dpa) - Nationalspieler Marco Reus hat in einem Interview tiefe Einblicke in sein Seelenleben nach dem im Mai erlittenen Kreuzbandriss gewährt.

    Marco Reus
    Marco Reus wird während des Pokalfinales 2017 behandelt
    Foto: Bernd Thissen – dpa

    „Als ich in der Halbzeitpause des DFB-Pokalfinals ausgewechselt wurde, da sind schon Tränen geflossen, weil es einfach so bitter war“, sagte Reus dem Magazin „GQ“ und ergänzte_ „Und zwei, drei Tage später, als ich alles Revue passieren ließ, kamen die Tränen noch einmal.“

    Die Verletzung am Tag des Gewinns des DFB-Pokals, seines ersten bedeutenden Titels, sei für ihn „Himmel und Hölle zugleich“ gewesen, berichtete der immer wieder von Verletzungen geplagte Offensivspieler von Borussia Dortmund weiter. „Jetzt werden einige sagen, der verdient doch so viel Geld, aber in dem Moment ist dir das egal. Das ganze Geld würde ich verschenken, um gesund zu sein, um meinen Job ausführen zu dürfen. Für das, was ich liebe: Fußball zu spielen!“ Für sein Comeback wollte Reus „noch keinen genauen Zeitpunkt festlegen“.

    Rückhalt fand der 28-Jährige bei seiner Freundin und Familie: „Ich wäre ohne sie kaputtgegangen!“ Die Reha empfand er als große Qual. „Du wirst mental brutal getestet, weil du immer allein arbeiten musst“, sagte Reus. „Ich hatte nach drei Wochen auch mal richtig die Schnauze voll.“ Mit seinem Karriereende habe er sich aber nie beschäftigt: „Das war für mich nie eine Option!“

    Reus bekundete sein Interesse, nach Ablauf des Vertrages in Dortmund 2019 noch einmal zu wechseln. Er fühle sich beim BVB zwar wohl, dennoch erklärte er: „Es gibt schon international vier, fünf Vereine, die mich reizen – das ist doch klar. Am 31. Mai 2019 werde ich 30 Jahre alt. Das wäre dann mein letzter großer Vertrag und meine letzte Möglichkeit, noch einmal etwas anderes auszuprobieren. Ich finde, ich muss so ehrlich und fair sein – und sagen, dass ich jetzt noch nicht weiß, wohin es mich verschlägt.“

    Interview-Auszug aus der Homepage von GQ

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